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Stop stalking!

Studierende der Hochschule für Künste Bremen unterstützen Bremer Interventionsteam für Stalking-Opfer mit einer Plakatkampagne.

Stalking ist nicht nur ein Problem für Hollywood-Stars – die meisten Menschen, die in bedrohlicher Weise verfolgt und belästigt werden, sind Durchschnittsbürger. Für die Betroffenen ist die Situation traumatisch und oft gefährlich, ein schnelles Eingreifen ist dringend erforderlich.

Aus diesem Grund hat der Täter-Opfer-Ausgleich Bremen (TOA) in enger Kooperation mit Polizei und Staatsanwaltschaft das Stalking-KIT (Krisen-Interventions-Team Stalking) ins Leben gerufen. Stalking-KIT ist zur Stelle, wenn es brenzlig wird – mit schneller psychosozialer Betreuung, entlastenden Gesprächen und Vermittlung zu weiterführenden Angeboten. „Wir wenden uns sowohl an die Geschädigten als auch an die Beschuldigten“, erklärt Stalking-KIT-Leiter Frank Winter, „unser Ziel ist es, akute Krisen bewältigen zu helfen. Dabei geht es natürlich vor allem um die Sicherheit des Opfers – dafür arbeiten wir bei Bedarf eng mit anderen Behörden und Ämtern zusammen.“

Nun macht eine Plakatkampagne auf das Stalking bzw. Stalking-KIT aufmerksam. Sechs Studierende der Hochschule für Künste Bremen haben Motive entworfen, die sich dem Thema auf unterschiedliche Weise nähern. Die Arbeiten entstanden im Rahmen von „reizend Designtransfer der HfK“, einer Hochschul-AG, die Studierenden Berührungspunkte mit Praxis und Beruf bietet.

Die Motive sind vielfältig. Einmal ist die Web-Adresse von Stalking-Kit in eine Autotür geritzt (Beschädigung von Eigentum des Opfers ist eine typische Stalking-Handlung), einmal ist jemand in einem Labyrinth gefangen, einmal dichtet ein Stalker bedrohliche Reime – Angst und Gewalt stecken in diesen Bildern, aber auch die Zerbrechlichkeit des bedrohten Menschen wird erlebbar. An drei Litfaßsäulen und 60 Plakatwänden in Bremen sind die Plakate zu sehen.

Öffentlichkeit sensibilisieren, Geschädigte über Stalking-KIT informieren – das sind die Ziele der Kampagne „Stop Stalking!“, die durch das Engagement der AOK Bremen/Bremerhaven, der Deutsche Telekom GmbH und der Druckerei Foremny möglich wurde. „Uns war es wichtig, dieses Anliegen zu unterstützen“, sagen Prof. Andrea Rauschenbusch und Harald Schweers, die Leiter von „reizend
Designtransfer der HfK“, „wir sind den Studierenden dankbar für ihre Kreativität und ihren Einsatz.“

Weiter Informationen unter http://www.stalking-kit.de/

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