Top of page

Prof. Alexander Sahoo

  1. Department
    1. Kunst und Design
  2. Areas of Expertise / Occupation
    1. Professur für
    2. Grundlagen der Gestaltung
    1. T: +49 (0) 421 95 95 12 25
    2. F: +49 (0) 421 95 95 22 25

Zur Person

Alexander Sahoo (geb. Bošnjak) wurde 1968 in München geboren. In seiner Jugend war er Gründungsmitglied der Gruppe "Multi-Media-Müll", die Sperrmüll sammelte, in Einzelelemente zerlegte, analysierte und zu neuen Produkten zusammenfügte. Die erste Ausstellung mit dem höchst anspruchsvollen Titel "Gebrauchsgegenstände zur Erweiterung des künstlichen Konsumgesellschaftskreislaufes" in der "Galerie zur Bewusstmachung entropischer Prozesse" lieferte die Initialzündung für eine Berufslaufbahn als Designer.

Nach einem einjährigen Aufenthalt in einer alternativen Lebensgemeinschaft in den USA, wurde er Gasthörer an der HdK Berlin, besuchte dann die Fachoberschule für Gestaltung in München und schloss eine Berufsausbildung zum Gürtler ab (Messing verarbeitendes Handwerk). Er studierte Produktgestaltung an drei Orten: In Schwäbisch Gmünd erwächst unter Prof. Knauer die Liebe zu den Grundlagen der Gestaltung. In Offenbach am Main entwickelt er sein Verständnis für Produktsemantik. Ins indische Ahmedabad treibt ihn die Frage, welche Dinge man wirklich braucht. Während des Studiums absolvierte er darüber hinaus ein Praktikum bei Nick (Hans) Roericht in Ulm.

Nach dem Studium war er zunächst als fest angestellter Produktgestalter beim Taipei Design Center Düsseldorf tätig, anschließend als selbständiger Partner bei Komar Design. Von 2001-2005 war er als integrierte Fachkraft des CIM (GTZ) in Indien tätig, wo er an zwei Instituten lehrte, entwickelte und wirkte: Am National Institute of Design, Ahmedabad, war er als Fakultätsdozent tätig, am Indian Institute of Technology, Guwahati, als Assistant Professor. Daneben lehrte er als Gastdozent am Design Programme des Indian Institute of Technology, Kanpur. Er wurde mit mehreren Designpreisen ausgezeichnet und hat ein Patent für ein kinematisches Modul.

Seit 2006 ist er Professor für Grundlagen der Gestaltung an der HfK Bremen, wo er in den Bereichen zwei- und dreidimensionale Grundlagen sowie Semantik und Farbe unterrichtet und forscht.

Internationale Konferenzvorträge

  • "Rational form development", Architectural Think Tank am Department of Architecture, National University of Singapore, 2004
  • "Teaching form generation principles", Internationale Konferenz "Design Education: Tradition and Modernity" am National Institute of Design, Ahmedabad, Indien, 2005

Lehrkonzept

Die "Grundlagen der Gestaltung" stellen weder ein existierendes fertiges Wissen noch bestimmte Fertigkeiten dar. Es geht vielmehr darum, den Lernenden zum selbständigen Forschen im Bereich der Formentwicklung zu befähigen.

Von einer vorgegebenen Aufgabenstellung ausgehend werden unterschiedlichste Formmöglichkeiten in verschiedene Richtungen erkundet. Dazu muss der Studierende seine eigene Fragestellung formulieren. Das bedeutet, einen kleinen exemplarischen Bereich aus der unendlichen Anzahl aller möglichen Formen auszuwählen. Diesen Ausschnitt eines Möglichkeitsraumes gilt es nun zu erkunden und gestalterisch bis ins Detail auszuformulieren, d.h. anhand von Modellen und Zeichnungen begreifbar und sichtbar zu machen. Ziel ist es, selbständig Vorgehensweisen zu entwickeln, um eine Abfolge von sich aufeinander beziehenden Formen zu generieren. Außerdem soll das Empfindungsvermögen trainiert werden, diese Formen auf ästhetischer Ebene miteinander vergleichen zu können.

Dabei ist es wichtig, die Fähigkeit eines fortwährenden Hin-und-Her-Oszillierens zwischen spielerisch intuitivem und rational analytischem Vorgehen zu schulen. Oft ist es der spielerische Modus, der Breite erzeugt und der analytische, welcher Tiefe ermöglicht. Natürlich gilt es, auch das für die Formbeschreibung notwendige Vokabular zu erlernen und die damit verbundene Formvorstellung zu erweitern und zu vertiefen.