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Prof. Roland Lambrette

  1. Department
    1. Kunst und Design
  2. Areas of Expertise / Occupation
    1. Professur für
    2. Temporäre Architektur, Innenräume und Ausstellungen
    1. T: +49 (0) 421 95 95 12 35
    2. F: +49 (0) 421 95 95 22 35

Lernziele

Viele der Gestaltungsformen, die an der Hochschule für Künste Bremen gelehrt werden, finden im Studienfeld „Temporäre Architektur und Ausstellungsgestaltung“ zusammen. Dieser Bereich der Lehre gehört zum Studiengang Integriertes Design, was in der Praxis bedeutet, sich der großen Palette der Gestaltungsdisziplinen zu bedienen, um eine übergreifende Idee zu vermitteln. Raum, Grafik, Licht, Medien und Exponate - bei der Konzeption von Ausstellungen und Inszenierungen trifft dies alles aufeinander und bildet ein neues Ganzes.

Kommunikation im Raum bedarf einer Vernetzung von Einzeldisziplinen, die sich gegenseitig inspirieren, die aber auch unter einen Hut gebracht, abgestimmt und gezielt eingesetzt werden wollen. Ein Schwerpunkt der Lehre in diesem Studienfeld liegt daher auf Konzeptfähigkeit als Kernkompetenz.Die Studenten sollen später in der Lage sein, die verschiedenen gestalterischen Disziplinen zu koordinieren und in einem Konzept zu einem Gesamtwerk zu vereinen.

Die Arbeitsweise ist praxisorientiert. Durch ein methodisches Vorgehen und zunehmend komplexer werdende Aufgabenstellungen werden die Studenten im kreativen Prozess für die Berufspraxis als Gestalter vorbereitet.

Die Absolventen sollen sich zu verantwortlichen, aktiven Gestaltern entwickeln können, die ihre Fähigkeiten zugunsten von Mensch und Umwelt einsetzen. Design wird nicht nur als ein Instrument des Wettbewerbs verstanden. Es soll vermittelt werden, dass auch - oder gerade - bei kommerziellen Auftritten eine eigene Haltung des Gestalters wichtig ist.

Die Studierenden lernen, Ausstellungen in ihrer gesellschaftlichen Relevanz zu erfassen: Sie dienen der Darstellung und Konstruktion von Kulturen. Ihr Besuch sollte immer auch ein Akt des „genießenden Lernens“ sein können. Der Studiengang Integriertes Design bildet also nicht nur die rein gestalterischen Fähigkeiten der Studenten aus, sondern auch die Kompetenz, Kontexte zu erfassen und Botschaften zu vermitteln. Gestaltung allgemein in ihrer politischen, gesellschaftlichen und ethischen Dimension zu begreifen und damit der Verantwortung des Gestalters bewusst zu werden, steht im Zentrum des Lehrkonzepts.

Zur Person

  • 1951 in Frankfurt am Main geboren
  • 1984 gemeinsam mit Partnern Gründung des Atelier Markgraph, das sich auf die Gestaltung von Kommunikation im Raum spezialisiert: von Ausstellungen über Medieninszenierungen bis hin zu Corporate Architecture
  • seit 2004 Lehre an der Hochschule für Künste in Bremen
  • zahlreiche internationale Auszeichnungen
  • zählt zu den Pionieren der Kommunikation im Raum

Projekte (Auswahl)

  • LAB.01 | Zukunftslabor EXPO 2000
  • Die Kaisermacher | Historische Sonderausstellung in 4 Museen, Frankfurt am Main
  • Schiff der Ideen, KlangPassagen, KUNST|RAD, Frankfurt am Main
  • SkyArena | Ouvertüre zur Fußball-WM 2006, Frankfurt am Main
  • MainArena | Public Viewing Zone, Fußball-WM 2006, Frankfurt am Main
  • Viessmann Informationscenter Allendorf
  • Mercedes-Benz Gallery München und Berlin
  • Mercedes-Benz Messeauftritte weltweit seit 1991 (Tokio, Shanghai, Peking, Detroit, Genf, IAA Frankfurt)

Auszeichnungen (Auswahl)

  • Designpreis der Bundesrepublik Deutschland
  • Cannes Lions
  • red dot award: communication design
  • iF communication design award
  • D&AD Black Pencil (England)
  • ADC Deutschland
  • ADC of Europe
  • ADC New York
  • IDEA Awards (USA)
  • The Cup International Advertising Award
  • DDC-Preis "Gute Gestaltung"
  • ADAM Award
  • EVA Award
  • ITVA Award

Aktuelle Projekte

Wandern ist Wissen

Im Rahmen der 350-jährigen Jubiläumsfeier präsentiert die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen vom 16.06. bis 31.12.2010 die Medieninstallation „Wandern im Wissen“, die Prof. Roland Lambrette mit Studierenden der HfK konzipiert hat.

Weitere Informationen finden Sie hier

Hafenparcours

Das Informations- und Leitsystem des Holz- und Fabrikenhafens in der Überseestadt.

Die Unternehmen in der Nachbarschaft des Speicher XI, die sich in der Initiative „Zukunft Hafen“ zusammengeschlossen haben, hatten die Gestaltung des bislang wenig beachteten Geländes angeregt. Das Ergebnis ist der Hafenparcours, der dem Besucher eine Blick hinter die Kulissen der komplexen Hafenwelt gewährt.

Ob Energie, Im- und Export von Nahrungsmitteln oder die Warenströme im Zeichen der Globalisierung: Viele Themen, über die in der Weltöffentlichkeit zum Teil sehr emotional diskutiert wird, haben die Gestalter im Speicher XI direkt vor der Haustür. Große Herausforderungen, wie der Klimawandel oder die Verlagerung der Produktion in ferne Länder, werden vor Ort anschaulich.

Der Hafenparcours ist als Leitsystem konzipiert, durch das dem Besucher das Geschehen im Hafen als eine informative Themenwelt erschlossen wird. Entlang der markierten Strecke zeigen hierfür gestaltete Info-Container die Leistungen der Unternehmen, ihre Zukunftsperspektiven und die Planungen für die Überseestadt. Inhaltlich wird dabei immer am Konsumverhalten des Besuchers angeknüpft. und so ein Zusammenhang zu seinem alltäglichen Leben hergestellt.

Den Soundtrack zur Tour liefert ein Audio-Guide, der den Besucher führt, informiert und unterhält. Die entsprechende mp3-Datei kann im Internet herunterladen werden. Die imposante Industriearchitekur wird durch ein Lichtkonzept in Szene gesetzt , das die charakteristischen baulichen Merkmale hervorhebt, ohne deren Authentizität zu beeinträchtigen.

Die Studenten haben in dem Projekt nicht nur die Gestaltung übernommen, sondern auch direkt mit den Firmen zusammen gearbeitet, die das Projekt finanzieren. Es gab gesetzte Budgets wobei sich auch äußere Einflüsse wie die Finanzkrise plötzlich bemerkbar machten und das Projekt so in einen sehr realistischen Kontext rücken ließen Die ersten Container können bereits besichtigt werden, weitere sollen folgen.

Aufbruch im Umbruch

Bremens großes Traditionshaus Karstadt stellte dem Projekt „window shopping“ im Studiengang Integriertes Design der HfK in bester Vorweihnachtszeit fünf große Schaufenster zur Verfügung, um ihr Statement zum „Aufbruch im Umbruch“ zu gestalten.

Hier geht es zur Pressemitteilung "Fenster zum Träumen"

EXPO 2010

From Knowledge to Innovation – Bremen auf der Weltausstellung in Shanghai

Ein weiteres Projekt fordert Lehrende und Lernende ganz aktuell heraus: Ein Team von Studierenden wird die Stadt Bremen auf der Expo 2010 in Shanghai präsentieren. In einem Wettbewerb, an dem weltweit über 150 Städte teilnahmen, konnte sich das Ausstellungskonzept, das die HfK im Auftrag der BremenMarketing entwickelt hat, durchsetzen und hat der Hansestadt damit einen der begehrten Plätze auf der Weltausstellung mit dem Thema „Better City – Better Life“ erkämpfen können.

Das Modell des Bremer Car Sharing hat als ein Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung überzeugt. Übersetzt wird das Thema in ein rund 500 Quadratmeter großes Weißmodell, das durch die mediale Bespielung unterschiedliche Informations- und Erlebnisebenen ermöglicht. Die rund 70 Millionen erwarteten Besucher entdecken auf ihrem Weg durch das Modell die wissenschaftliche und kulturelle Vielfalt Bremens. Car Sharing-Interaktionen zeigen ihnen dabei die Vorteile einer Mobilität, die nicht auf dem persönlichen Eigentum am Fahrzeug beruht. Für eine Weltausstellung, die sich um die Verbesserung der Lebensqualität in Städten kümmert, ist das ein wichtiges Thema.

Veranstaltungen an der HfK Bremen (Auswahl)

Übergreifendes Gestaltungs- und Kommunikationskonzepte für die Hochschultage der HfK Bremen 2005-2009

Der Speicher XI ist die Ausstellungsplattform für die Arbeiten und Arbeitsweise der HfK. Aufbauend auf den Erfahrungen der Hochschultage 06 und 07 wird ein übergreifendes Erscheinungsbild, Leitsystem und Ausstellungskonzept entwickelt, das den interdisziplinären Ansatz der Hochschule und das Spektrum der Studierenden und Lehrenden für Besucher und Medien erlebbar macht.

(weiterführende Informationen)

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Ein Artikel aus dem Hochschulmagazin VIER von Tilman Richter

Was ist noch international, interdisziplinär und integrativ?

Alles. Außer national, disziplinär und separat? Das ist die Hochschule für Künste natürlich nicht, deswegen gibt es alles hier nur alles Gute, und das muss dann auch immer wieder gesagt werden. Ob Leitbild, Hochschulclaim oder Werbeslogan, egal für was man die drei I halten mag, theoretisch ermöglicht die Hochschule diese Form von Arbeit.

Von etwa 900 Studierenden kommen 300 aus dem Ausland, die HfK verfügt über ein komplexes Netzwerk von Partneruniversitäten und anderen Austauschprogrammen. So entwickeln sich Beziehungen die auch nach dem Studium bestehen bleiben. In einem Hause werden unterschiedliche künstlerische und gestalterische Disziplinen - Kunst, Musik, Design, Theorie und Digitale Medien - gelehrt und praktiziert. Die Schule bietet den Professoren und Studierenden so die seltene Gelegenheit in andere Bereiche und Disziplinen zu schauen, und nicht nur in der eigenen Sparte zu arbeiten und zu denken. Ja, klar. Designer, Künstler, Studenten der Digitalen Medien treffen sich zwischen der Arbeit im Café LU, haben die Möglichkeit sich auszutauschen und beim integrativen Kaffeeklatsch Projekte zu planen.

So entstand auch der Wunsch einer Projektgruppe die angewandt interdisziplinär arbeiten kann. Das von Roland Lambrette initiierte Projekt „international, interdisziplinär, integrativ“ machte sich zur Aufgabe diese drei Begriffe zu untersuchen, sie zu kommunizieren, und in Form einer Medieninstallation zu realisieren. In den letzten zwei Semestern nahmen 18 Studierende aus den Digitalen Medien als auch aus dem Design an der Arbeitsgemeinschaft teil. Zusammen wurde recherchiert, analysiert, zusammen wurden Konzepte entwickelt und zu einem verdichtet.

Die Ziele des Projektes waren, unter anderen, die Darstellung des internationalen Hochschulnetzwerkes der HfK, die Möglichkeit zur Präsentation der eigenen Arbeiten und das Schaffen eines Raumes der Begegnung aller Disziplinen.

Wir wollten auch eine integrative Herdplatte aufstellen. Das an der HfK zu realisieren war jedoch leider nicht möglich.

In der Recherche über die verschiedenen Partnerhochschulen fiel auf, dass man sich am besten einen Überblick über die Schule verschaffen kann, indem man sich die Arbeiten der Studenten anschaut. Viele Universitäten haben nicht mehr als eine Liste an Studienangeboten, und eine Adresse zur Bewerbung. Aber einige haben ihre Online Galerien, wie die HfK zu den Hochschultagen die dazugehörige Website.

Wir entschieden uns dafür das internationale Netzwerk und die interdisziplinären Arbeiten auf einer Plattform zusammenzuführen, und dieses Netzwerk in einer temporären Raumarchitektur zu kommunizieren.

3iarts (1) ist eine Plattform um sich das internationale Hochschulnetzwerk der HfK und anderer Hochschulen anzuschauen. Es ist eine virtuelle Ausstellungsplattform für junge Künstler, Musiker, Designer oder Digitale Medien Studenten. Online und an der HfK.

Jeder Student einer Kunsthochschule kann daran teilnehmen indem er Bilder, Videos oder Musik seiner Arbeiten mit dem Projekt verlinkt. Das passiert entweder über unseren Server oder durch das betiteln „taggen“ der eigenen Arbeiten bei externen „social media networks“ wie FlickR, Youtube, Last.FM etc.

Die Plattform benutzt die Hyperlink und Metadatenstruktur des Internets, und sammelt so automatisch Inhalte. Das Netz steht im Hintergrund, überlagert die Arbeiten aber nicht. Die Arbeiten stehen für sich selbst, das Design der Plattform ist bewusst einfach und unaufdringlich. Ohne Redaktion und elitäre Auswahl geben die Arbeiten allerdings auch einen interessanten Überblick über das, was an einer Hochschule tatsächlich passiert. Neben theoretischen Beschreibungen entsteht so ein dynamisches Bild einer Hochschule.

An der HfK kann man auf eine besondere Weise in das Netzwerk eintauchen. Gleich neben dem Café LU entstand eine mediale Installation deren zentrales Element ein interaktiver Tisch und der dazugehörige Bildschirm ist. Es liegen Postkarten der verschiedenen Hochschulen aus, die auf den Tisch gelegt, Informationen, Bilder, Videos oder Musik der entsprechenden Arbeiten auf dem Bildschirm anzeigen. So kann man einfach, intuitiv und dynamisch durch die Galerien navigieren.

Messestände, Exponate und Medieninstallationen bieten die Möglichkeit physikalische Objekte mit Digitaler Information zu erweitern. Dieses Feld ist enorm interessant, und theoretische und angewandte Forschung; aber für eine Ausführung reicht der Platz hier nicht aus.

Der interaktive Tisch nutzt eine Bilderkennungssoftware des reacTable Projektes von Sergi Jordà, Martin Kaltenbrunner, Günter Geiger and Marcos Alonso an der Music Technology Group der Pompeu Fabra Universität, Barcelona (2). Auf der Unterseite der Postkarten sind Fiducials, Passmarken aufgedruckt. Diese barcode-ähnlichen Symbole können über die Kamera in dem Tisch erkannt und bestimmten Inhalten zugeordnet werden. Bisher ordnen wir die Symbole den verschiedenen Hochschulen zu. Andere Verlinkungen sind möglich.

Das Interface wurde von uns konzipiert und programmiert. Es ist wie das Erscheinungsbild des ganzen Projektes möglichst einfach gestaltet, um die einzelnen Arbeiten nicht zu sehr zu beeinflussen.

Frei interpretierten wir Netzwerkstrukturen auch bei der Gestaltung der Möbel. Die aus Zaunelementen geschnittenen Objektmöbel und die Pixelsitzpolster sollen auf das digitale Netzwerk hinweisen.

In Zukunft wird 3iarts zusätzlich als Online Galerie integrierter Bestandteil der HfK Website werden. Wir hatten bisher die spannende Möglichkeit dieses Projekt zu konzipieren, zu entwerfen und Umzusetzen. Mit allen Schwierigkeiten die das internationale und interdisziplinäre Arbeiten mit sich bringt, es ist ein Projekt an dem der integrative Teil geübt und weiterentwickelt werden kann. Bei einem so anwendungsbezogenen Projekt wie 3iarts muss eine Form der Zusammenarbeit entwickelt werden. Ob dabei herkömmliche Strukturen notwendig sind - eine klare Teilung von Projektmanagement, Art Direction, Grafikdesign, Produktdesign, Prototypenentwicklung und Umsetzung - oder eine möglichst integrative, demokratische Zusammenarbeit mit flacher Hierarchie. Wie arbeiten große Firmen, wie arbeiten kleine Gruppen? Wie arbeitet man nach dem Studium in diesem Feld? Wer das Projekt oder die bestehende Installation weiterentwickeln, modifizieren oder einfach die interdisziplinäre Arbeitsgruppe kennenlernen und auch diese weiterentwickeln möchte, ist bei uns herzlich willkommen.

1) 3iart.net http://3iarts.net
2) reactable - http://mtg.upf.edu/reactable/

Strictly commercial!

Kommunikation im Raum für Marken und Produkte, WS 2007/2008
Kritische Analyse der aktuellen kommerziellen Praxis und Entwicklung eigener Entwürfe.

Kunstrasen 2008

Sommersemester 2008

Die deutsche Fußballmeisterschaft der Kunst-, Design- und Filmhochschulen wird 2008 zum 18. Mal ausgetragen. Verbunden ist damit erneut ein Kunstpreiswettbewerb. Thema des diesjährigen Wettbewerbs ist "Ersatzbank der Gefühle".

Die Mobile Fankurve

Semesterarbeit SS 2006
Auszeichnung: ADC Nachwuchswettbewerb 2006

Team: Alexander Böll, Carlo Grabowski, Celine Chevailler, Anthony Moriniere, Dirk Ostkamp, Clemens Brixner, Ingo Schmid, Ole Fach, Jens Bäuerle, Helena Ernst, Arne Miesenberger, John Schmidt, Hochschule für Künste Bremen

Während der Fußball-WM vom 9.6.-9.7.2006 machen 15 Design- und Architekturstudenten und zwei Professoren von der Hochschule Bremen und der Hochschule für Künste Bremen eine Fußballreise durch Deutschland und nehmen das WM-Motto »Die Welt zu Gast bei Freunden« beim Wort. Das Reiseteam bringt die notwendige Ausstattung mit, um gemeinsam mit den Menschen vor Ort Fußball zu gucken. Eine Aufsehen erregende Fahrzeugkolonne verwandelt sich vor Ort in einen kleinen Fußballzirkus verwandelt: Eine Leinwand zum Verfolgen des Spiels, Sitzgelegenheiten und eine Würstchenbude mit gekühlten Getränken. Mit dabei: Ein Redaktionsteam, das Eindrücke vom Schauplatz erfasst, kommentiert und sendet. Jeden Tag berichtet das Team auf seinem Weblog (mobilefankurve.hfk-bremen.de) im Internet von der Reise – der Bericht des jeweiligen Tages wird vor Ort in einer Miniatur-Zeitung zusammengefasst und kostenlos angeboten.

Parallele Welten

Semesterarbeit SS 2006

2. Hochschulpreis der Hochschule für Künste Bremen 2006

Zu den Hochschultagen der HfK Bremen 2006 wird die Strecke der Straßenbahn-Linie 3 zu einer Erzählung über das andere Leben in der Stadt. Über das, was ständig gleichzeitig passiert, was 
hinter Blumengardinen verschwindet oder was sich unter dem Deckmantel der Normalität versteckt hält. Vom Weserstadion bis zur Hochschule für Künste kann man die Linie 3 als urbanen Scanner nutzen, der die Wirklichkeit links und rechts abtastet und an den verschiedenen Haltestellen erfahrbar macht. In sieben Projekten entlang der Strecke 3 sind Sichtfenster in parallele Welten geschaffen worden. Ein einheitliches Leitsystem auf dem Boden der einzelnen Haltestellen gab dem Projekt das Erscheinungsbild und diente als Wegweiser zu den Hochschultagen 2006 in Bremen.

(weiterführende Informationen)

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Parallele Welten - „Kunst beim Fahren mit der Straßenbahn“

Die Linie 3 als eine Art Scanner für Kunst – das könnte das Motto der neun Design-Studenten der Hochschule für Künste Bremen sein, die einige Haltepunkte der Straßenbahn vom Waller Ring bis zum Weserstadion in ein gemeinsames Kunstwerk verwandeln werden.

Die Straßenbahn verbindet nicht nur inhaltlich sondern auch verkehrstechnisch das Projekt, in dem auf öffentliche Einrichtungen, alltägliche Problematiken, Kulturelles oder Lokales aufmerksam gemacht werden soll. Das Projekt ist im Rahmen der Hochschultage vom 10. bis 12. Februar 2006 in dem Seminar „Typographie und Raum“ bei Prof. Roland Lambrette entstanden.

Informationen zu den einzelnen Arbeiten der Studenten werden an diesen Tagen sowohl in den Straßenbahnen der Linie 3, als auch direkt an den Haltestellen zu finden sein, die in Zusammenarbeit mit der BSAG einheitlich gekennzeichnet werden. Die Fahrgäste können an einer Haltestelle aussteigen, sich über das einzelne Projekt informieren, bleiben und schauen, einfach nur vorbeifahren, nacheinander alle Stationen abfahren oder einfach auf die nächste Bahn warten.

Startpunkt ist die Haltestelle „Waller Ring“. In der Überseestadt, genau gesagt am Speicher XI, wird ein begehbarer Container aufgestellt, der die Besucher in die Geschichte Bremerhavens mitnimmt. Auf Monitoren können die Fahrgäste Interviews von Menschen verfolgen, die aus der Vergangenheit berichten. „Wie ist aus Bremerhaven einer der weltweit größten Containerhafen geworfen?“ – ist unter anderem eine Frage, die beantwortet wird.

Die nächste Kunst-Haltestelle heißt „Doventor“. Direkt in dem Warte-häuschen können die Fahrgäste auf einem kleinen Bildschirm einen Kurzfilm, Interviews und Portraits über die Insassen des Seniorenheimes am Wandrahm bestaunen, welches direkt gegenüber dem alten Standort der Hochschule für Künste liegt. Einige Geschichten und Zitate daraus werden darüber hinaus auf den Bänken in den Parkanlagen Am Wall verewigt.

An der „Domsheide“ erhalten die Fahrgäste dann Einblick in die Arbeit der Studentinnen und Studenten des Fachbereiches Musik der Hochschule für Künste im Standort Dechanatstraße. Das Logo der Hochschultage, dass einem Gewächs ähnelt, führt sie auf den Gehwegen direkt dorthin. Rund um das Gebäude sind Lautsprecher an den Zäunen installiert, damit man auch draußen lauschen kann, was eigentlich drinnen passiert.

Nicht weit entfernt von der Musik, am „Theater am Goetheplatz“, werden die Fahrgäste zu der Zentralbibliothek am Wall gelotst. Dort wird ein hüfthoher Wall aus Büchern aufgebaut – die so genannte „drifty library“. Was wäre wenn einer Bücherei das Wichtigste abhanden kommt?

Die Bücher und die Ordnung, Kontrolle und Übersichtlichkeit. Wenn „Ausleihen“ und „Zurückbringen“ nicht mehr im selben Verhältnis zu einander stehen? Wie schnell löst sich ein Wall aus Büchern auf und wo weht er hin?

Fußgänger und Fahrradfahrer entscheiden über das Schicksal der Bücher und der Installation durch Mitnehmen, Dazulegen, Zurückbringen oder Umstapeln. Die Veränderungen des Bücherwalls werden fotografisch dokumentiert.

Start des außergewöhnlichen Projektes im Rahmen der Hochschultage der Hochschule für Künste Bremen ist der 10. Februar. Drei Tage lang können und sollen die Fahrgäste der Linie 3 dann in die „Parallelwelten“ der Studenten und der Straßenbahn eintauchen.

Black Boxes

Semesterarbeit SS 2005

Auszeichnung: ADC Nachwuchswettbewerb 2005

Die beiden Schwesternstädte Bremen und Bremerhaven erhalten 2005 als erste deutsche Städte den Titel "Stadt der Wissenschaft" . Mit insgesamt 30 Themenkomplexen und 500 Veranstaltungen sollen Besucher zu diesem Anlass aus aller Welt an die Weser gelockt werden. Ihre Inhalte sollen 2005 medienwirksam in den öffentlichen Raum getragen werden.

Der Ansatz der Semesterarbeit: Mit den "Black Boxes" kommt die Bremer Wissenschaft zu den Menschen. 16 Bau-Container werden hierfür zu mobilen Ausstellungsräumen, die die Arbeit von Ingenieuren und Künstlern, von Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen aus Bremen spielerisch erlebbar machen. Anfassen, mitmachen und fragen ist ausdrücklich erwünscht. Gelegenheit dazu gibt es genügend: In den fünf Themenfeldern „Einfach komplex“, „Nah-Aufnahme“, „Zwischen Himmel und Erde“, „Verborgene Ordnung“ und „Meer Klima!“ werden in den Container-Erlebnisräumen unter anderem Forschungsergebnisse aus den Bereichen Biokeramik, Meeresforschung, Logistik, Wahrnehmungsforschung und Raumfahrt vorgestellt.

Kaffee B

Semesterarbeit SS 2005

Marken-Kommunikation aber umgekehrt. Hier geht es zunächst nicht um Kommunikationsmaßnahmen 
zur Bildung und Vermittlung einer Marke und ihrer Werte. Sondern um die Entwicklung einer Marke als 
Auslöser und Kristallisationskern für Kommunikation. Kaffee B soll zu einer Instanz werden, die man 
kennt und nutzt. 

Kulturelle Ereignisse, politische Anlässe, urbane Brennpunkte, leer stehende Flächen in der Innenstadt 
werden temporär von Kaffee B genutzt, mit Leben gefüllt um Zeit und Raum für das Eigentliche zu 
bieten ... das Gespräch. Und das immer wieder in Reaktion auf den besetzten Raum.


Obwohl es einfach und selbstverständlich erscheint, entfernen wir uns in den Abläufen des Alltags immer weiter von einem ruhigen Gespräch. Kaffee B stützt sich auf ein jahrhunderte altes Ritual der Kaffeezubereitung. Der Kaffee wird von den Besuchern eigenständig geröstet, gemahlen und aufgebrüht. Die Gäste entdecken die Mannigfaltigkeit der verschieden Kaffeesorten und Geschmäcker. Neben der entspannten Atmosphäre entstehen vom Ausgangspunkt Kaffe neue Gespräche un­ter den Besuchern. Kaffee machen, zusammen sitzen, reden.

Mode, Körper, Kult

Semesterarbeit SS 2005

Zwischen Wirklichkeit und Imagination: Entstanden sind poetische Entwürfe und Zitate in lebenden Bildern. Ein Spiel mit Grenzwerten: Erst im Gestaltungsprozess wird die Idee eines Stiltyps zu Fleisch und Blut. Zur Verfeinerung der inneren Bilder dient die dreidimensionale Erfahrung am Körper und mit dem Körper. Die Anprobe an sich selbst, an der eigenen Muse, verspricht eine körperliche Aneignung von Material und Wirkung. Dieser leibliche Umgang mit seinen eigenen Vorstellungsbildern mündet teils mit Tanz, teils mit Improvisation in den Tableaux vivants.

Performance und Raum: Ein temporär architektonischer Rahmen betont das Flüchtige des inszenierten Augenblicks. Der Schau-Lust, der Lust am sich zur Schau stellen und der Lust an der Gestaltung der Schau sind keine Grenzen gesetzt. Das räumliche Erlebnis vollzieht sich in einer dramaturgisch spannenden Abfolge der lebenden Bilder. Der Parcours verwandelt den Veranstaltungsort, die Energiezentrale, in eine phantastische Welt.

Interdisziplinäres Projekt betreut von:
Prof. Dorothea Mink/Experimentelles Modedesign, 
Prof. Roland Lambrette/Temporäre Architektur, 
Prof. Heide Tegeder/Hochschule für Musik Köln 
und Prof. Kai Lehmann.