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Prof. Thomas Albert

  1. Department
    1. Musik
  2. Areas of Expertise / Occupation
    1. Professur für
    2. Barockvioline

Zur Person

Thomas Albert spielte bereits im Alter von 6 Jahren Violine, erste prägende Eindrücke durch Nikolaus Harnoncourt seit 1969 und Sigiswald Kuijken, Interesse für die aktuellen Erkenntnisse der damals revolutionären historischen Aufführungspraxis. Nach dem Abitur Studium im Hauptfach Violine bei Josef Bayerlein, Siegfried Borries und Thomas Brandis, frühe Spezialisierung bei Sigiswald Kuijken, bald umfangreiche Erfahrungen in La Petite Bande, Gründungsmitglied Orchester des 18. Jahrhunderts mit Frans Brüggen, Zusammenarbeit mit Gustav Leonhardt, Alan Curtis, Philippe Herreweghe, René Jacobs u.a., langjähriges Mitglied der Musicalischen Compagney.

1978 Gründung seiner eigenen Formation Fiori musicali.

Dirigate bald nicht mehr vom Konzertmeisterpult aus, auch mit modernen Kammerorchestern, in aufführungspraktischen Projekten und Kursen (Bamberg, USA, Blonay…)

Zweijährige künstlerische und pädagogische Verbindung zur Deutschen Kammerphilharmonie, Konzertreise nach Indien 1988 u.a. mit Mozart, Haydn, C.P.E.Bach und Rameau, mit David Geringas (Violoncello). Erste Projekte mit der Beethoven-Akademie (Antwerpen) seit 2002 ( Bach, Haydn, Mozart).

Zusammenarbeit mit führenden Vokalensembles und Solisten: Tölzer Knabenchor, dem Knabenchor Hannover, New College Choir Oxford, Groningse Bachvereniging, Staats -und Domchor Berlin, Balthasar Neumann Chor, David James, John Potter, David Cordier, Harry van der Kamp, Ann Monoyios, Dorothee Mields, Mieke van der Sluis, Max van Egmond, Marius van Altena, Harry Geraerts, John Elwes, David Thomas, Barbara Schlick…

1986 Gründung der Akademie für Alte Musik Bremen, die 1994 in die Hochschule für Künste integriert wurde. Professur für Barockvioline und barocke Streicherpraxis an den Musikhochschulen Hamburg, Straßburg und seit 1989 an der HfK Bremen.
1989 Gründung und Première des Musikfest Bremen, dessen Intendant Thomas Albert bis heute ist.
1992 Ansiedelung der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen aus Frankfurt/Main.

Projekte, Aufnahmen

Zentrale Ersterfahrungen mit Violinmusik der Monteverdizeit, solistisch auch im Ensemble, bald auch im Orchester von Muffat bis Händel, Corelli und Vivaldi, vor allem mit seinem eigenen Ensemble Fiori musicali regelmäßig in Italien, Frankreich und Österreich. Eines der ersten mitteltönigen Ensembles, erste Aufnahmen im französischen tiefen Kammerton mit Grands Motets von Desmarest in der Chapelle de Versailles,erste Versuche über die wahre Art Bachs Passionen und Kantaten solistisch zu besetzen, hier Mitwirkung bei diversen Bachfesten der Neuen Bachgesellschaft, mehrfache Karfreitagskonzerte im Museum Unterlinden in Colmar vor dem Grünewald – Altar, ganz in der Tradition der gemischten vokal-instrumentalen Repertoires des ausgehenden 17. Jahrhunderts, u.a. Gesamtwerke Böhm, Bruhns, Tunder, Lübeck. Wiedererstaufführung des »Jüngsten Gerichts« von Buxtehude, in St. Marien zu Lübeck und in Boston, im Opernbereich des Barock deutsche Erstmaligkeiten mit Händels letztem Bühnenwerk »Deidamia« bei den Göttinger Händelfestspielen 1985, seinem Bühnenerstling »Almira« 1994 bei den Händelfestspielen Halle und am Bremer Theater, erstmalig auch Rameaus »La Guirlande« für den SFB 1982 und »Castor & Pollux« bei den Telemann Festtagen in Magdeburg, Premiere von Keisers »Masaniello furioso«, live in der EBU und bei den Händel Festspielen Halle im dortigen Theater, 1999 »Theodora« bei den Göttinger Händelfestspielen usw.

Rundfunkaufnahmen bei nahezu allen führenden Radiostationen Europas und National Public Radio (USA)

Konzertreisen: USA, Polen, Russland, Bulgarien, Polen und alle westeuropäischen Länder, Flandernfestival, Hollandfestival, Salzburg , Utrecht, Versailles, Carinthischer Sommer, Sofioter Musikfestival, Berliner Festwochen, MDR-Musiksommer, Bachfest Leipzig…

Recitals mit Cembalo bzw. historischen Orgeln in Frankreich, Italien, USA, Niederlande…

Aufnahmen: Schallplatte und CD für Teldec, Deutsche Grammophon/Archiv Produktion, Erato, Sony, BMG, Thorofon, CPO, Recreation…

Auswahl:

Sonaten und Suiten des 17. Jahrhunderts
Werke von Schwartzkopff, Erlebach und Krieger
Fiori musicali
1981, Recreation TGS 301

Italienische Solomusik um 1630
Toccate – Canzone – Sonate von Castello, Fontana, Merulo, Piccinini, Frescobaldi
Fiori musicali
1982, Recreation TGS 302

Fiori Concertati
Werke von Castello, Falconieri, Kapsberger
Musicalische Compagney
1983, Teldec »Das Alte Werk« 21803

Sonate Concertate
Werke von Buonamente, Schmelzer, Bruckner, Ferro, Valentini, Fux, Legrenzi
Musicalische Compagney
Teldec 8.44010

Confetti musicali
Werke von Marini, Picchi, Fontana, Kapsberger, Mazzaferrata, Uccellini, Cazzati
Musicalische Compagney
1985, Telefunken 6.43112 AZ LP digital, Telefunken 8.43112 ZK CD

Heinrich Schütz, Weihnachtshistorie SWV.435, »Die Geburt unsers Herren Jesu Christi«, Musicalische Compagney

Festivals

Zahlreiche Festivals Alte Musik in Bremen seit 1984:
1984 Internationales Heinrich Schütz-Fest
1985 Bach in Bremen
1986 Monteverdi e il suo tempo
1987 Buxtehude und seine Zeit
1988 C.P.E. Bach
1989 Gründung und Première des Musikfest Bremen, dessen Intendant Thomas Albert bis heute ist

www.musikfest-bremen.de

Lehre

Gründung und Aufbau des ersten Ausbildungsinstituts für Alte Musik im deutschen Hochschulwesen »Akademie für Alte Musik Bremen« 1986, dessen Leiter bis zur Integrierung in die Hochschule für Künste Bremen 1994, Professor für Barockvioline und barocke Streicherpraxis an den Musikhochschulen Hamburg, Straßburg und seit 1989 in Bremen.

Umfangreiche spezielle Beschäftigung mit der Violinpraxis von den Anfängen im Kapellrepertoire der Spätrenaissance bis zur Klassik, immer unter dem Entwicklungsaspekt von Musik, Violinidiomatik, Spielweise, Instrumentenbau.

Meisterkurse u.a. Accademia Chigiana Siena, USA, Fondation Hindemith Blonay, Genève, Paris Conservatoire National Supérieur de Musique.

Zahlreiche seiner Absolventen aus aller Welt sind regelmäßig in folgenden international führenden Ensembles und Orchestern tätig: Les Musiciens du Louvre (Paris/Grenoble), Balthasar-Neumann-Ensemble (Freiburg), Freiburger Barockorchester, Anima Eterna (Belgien), Akademie für Alte Musik Berlin, Les Talens Lyriques (Paris), Orchestre des Champs Elysées (Paris), Quatuor Turner (Paris), Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Concerto Köln, Teatro lirico, Tragicomedia, Göteborg Baroque, Concerto Copenhagen, Weser-Renaissance Bremen, Les Amis de Philippe (Michaelstein), La Stravaganza Köln, B’Rock (Belgien), La Grande Ecurie et Chambre du Roy, Le Concert d’Astrée (Paris), Il Seminario Musicale, La Chambre Philharmonique …

Vita

Thomas Albert, born 1953 in Bremen, began after the studies of violin to deal intensively with the historically informed performance of the 16th to 18th century. He gave concerts with famous international ensembles and established in 1978 his own ensemble “Fiori musicali”: Thomas Albert worked as soloist and conductor for debut performances of famous repertoires of the 17th and 18th century. For example standard church music, repertoire for ensembles and orchestra works of the baroque style as well as the reactivation of baroque operas that are documented in various broadcast and CD-recordings for all well-known music festivals all over Europe.

In 1986 he established the “Akademie für Alte Musik Bremen” as the first training school of this kind in Germany at all which was integrated in the Hochschule für Künste Bremen in 1989.

After being a professor at Hamburg and Strasbourg, Thomas Albert was ap-pointed to a professorship at the Hochschule für Künste Bremen. In the same year he also established the Musikfest Bremen whose artistic director he cur-rently is.
In 2011 Thomas Albert was priced with Chevalier de l’ordre des Arts et des Lettres in recognition of his merits for the French music culture.