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HfK25

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Hochschule für Künste Bremen feiert 25-jähriges Bestehen / Studierende gestalten Kunstaktion „25-Stunden-Tag“ / Bremer Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt ernennt vier neue HfK-Honorarprofessor_innen

Vor 25 Jahren, am 28. Oktober 1988, erhielt die damalige Bremer Hochschule für gestaltende Kunst und Musik die Bezeichnung „Hochschule für Künste Bremen“ und damit den Status einer künstlerischen Hochschule im Range einer Universität.
Die HfK nutzt ihr Jubiläum vor allem, um mit heutigen und ehemaligen Studierenden über Gegenwart und Zukunft einer künstlerischen Hochschule zu reflektieren. HfK25: Wo stehen wir heute? - HfK2025: Wo wollen wir hin?“ Parallel gestalten Studierende des Fachbereichs Kunst und Design eine künstlerische Rund-um-die-Uhr-Aktion, den „25-Stunden-Tag“. Auch das das musikalische Rahmenprogramm wird ausgerichtet von Studierenden des Fachbereichs Musik. Im Rahmen der Jubiläumsfeier am 28. 10. 2013 ernennt Bremens Wissenschaftssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt gleich vier neuen Honorarprofessor_innen der HfK.

In ihrer Rede zum 25. Geburtstag der HfK sagte Senatorin Quante Brandt: „Die HfK schlägt Brücken zwischen den Disziplinen: Die unter einem Dach vereinten Fächer Kunst, Design und Musik bieten ein weites Spektrum zukunftsfähiger Lehrangebote. In dieser Form ist das einmalig in Deutschland… Meine Unterstützung und mein Vertrauen sind Ihnen sicher und ich bin stolz darauf, eine künstlerische Hochschule in der bremischen Wissenschaftslandschaft zu haben, von der die Menschen in der gesamten Region profitieren.“

HfK-Rektor Professor Dr. Herbert Grüner machte sich das bremische Motto „Buten – und binnen – wagen un winnen“ zu eigen und bezog es auf die großen Chancen und Potentiale der HfK für die nächsten 25 Jahre. Pünktlich zum Geburtstag der HfK hatte der Wissenschaftsrat in einer ausführlichen Expertise zum Bremischen Hochschulsystem der HfK attestiert: „Die Hochschule für Künste Bremen ist eine kleine, jedoch äußerst lebendige und dynamische Hochschule. Sie ist von Bedeutung für das Kunst und Kulturgeschehen des Landes und übernimmt zudem eine wichtige Funktion für die Ausbildung des künstlerischen und gestalterischen Nachwuchses in der Region. … Aus Sicht des Wissenschaftsrates stellt die Hochschule für Künste einen wichtigen Teil des Wissenschaftssystems des Landes Bremen dar, den das Land als eigenständige Einrichtung erhalten sollte.“

Die neuen Honorarprofessor_innen der HfK Bremen

Dr. Christoph Grunenberg. Direktor der Kunsthalle Bremen
Was Christoph Grunenberg in seiner bisherigen Ausstellungstätigkeit auszeichnet, ist ein Gespür für Themen, die zunächst jenseits des allgemeinen Kunstbetriebs zu liegen scheinen, dann aber doch durch den Mut des Kurators zu Ausstellungssensationen werden. Es sind Themen, die sich am Unheimlichen, Grotesken, Abseitigen und damit auch an den kunsthistorischen und gesellschaftlichen Übereinkünften reiben. Eine Vorliebe für Künstler jenseits des guten Museumsgeschmacks ist offensichtlich. Gleichzeitig eröffnet er mit den begleitenden Katalogen einen durchaus historischen und kunstwissenschaftlichen Raum.

Viola de Hoog, Barockvioloncello
Hervorzuheben ist Viola de Hoogs weit gespanntes Repertoire, widmet sie sich doch gleichzeitig schwerpunktmäßig der Kammermusik der klassischen Moderne, insbesondere den Komponisten der 2. Wiener Schule wie der Ensemblemusik des 18. Jahrhunderts. Beispielhaft und ein weiterer Ausdruck ihrer außergewöhnlichen Vielseitigkeit ist, dass Viola de Hoog für jeden Musikstil das adäquate Instrumentarium wählt.

Margit Kern, Akkordeon
In ihrem Ensemble „mixtura“ arbeitet Margit Kern zusammen mit K. Bäumler, Schalmei, im Spannungsbogen von Alter und Neuer Musik. Beide Instrumente müssen dabei ihren musikgeschichtlichen Raum verlassen und es ergeben sich neue „unerhörte“ klangliche Kombinationen. Hier gibt es eine intensive Zusammenarbeit mit Komponisten, um ein neues Repertoire für die nie da gewesene instrumentale Gruppierung zu kreieren. Die Beschäftigung mit Transkriptionen bildet einen weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit. Arrangements von Werken der Renaissance bilden einen Gegenpol zu den zeitgenössischen Kompositionen und der Arbeit mit der zeitgenössischen Musik.

Zanele Muholi, Fotografin
Ihre künstlerische Begabung, die sie zu einem Arbeitsansatz von Präzision und leidenschaftlicher Konsequenz geformt hat, ist von starkem gesellschaftlichem Engagement begleitet. In geglückter Bezeichnung nennt Zanele Muholi sich selbst „Artivistin“ und vereint so in einem Wort ihre künstlerische Tätigkeit und ihr politisches Engagement für die Rechte von schwarzen Lesben. In Deutschland bekannt geworden ist Zanele Muholi u.a. durch ihre erfolgreiche Teilnahme an der documenta 13. Für ihr gesellschaftliches, politisches und kulturelles Engagement wurde Zanele Muholi 2013 mit dem Prince Claus Award der Niederlande geehrt.

Der 25-Stunden-Tag in 1.30 Minuten.
https://vimeo.com/96083329