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Klondike River

Vom 9. bis 23. Oktober 2010 nehmen Künstler, Musiker & Filmemacher den Schuppen 1 mit Aktionen, Installationen, Skulpturen, Performances, Filmen, Musik und Vorträgen in Besitz.

Klondike River macht das Umfeld des neuen Bremer Stadtteils »Überseestadt« zum Thema, dessen Entwicklung sich bisher weitgehend ohne Rückkopplung an eine breitere Öffentlichkeit vollzieht. Künstlerische Projekte, Interventionen und Vorträge sollen diese Entwicklung thematisieren. Direkt an die Überseestadt grenzen ausgedehnte Wohngebiete, deren Bürgerinnen und Bürger ein vitales Interesse an der Entwicklung der ehemaligen Hafengebiete und deren künftiger Nutzung haben. Im Zentrum der Überseestadt liegt die HfK Bremen. Auch sie wird zu einem Ausgangspunkt für die Betrachtung und Neubewertung des Areals.

Klondike River versteht sich als innovative Erweiterung künstlerischer Praxis. Es fordert dazu auf, traditionelle Orte der Kunst zu erweitern, das Umfeld aktiv wahrzunehmen und sich als Künstler in gesellschaftliche Vorgänge einzubringen.

Klondike River beschränkt sich nicht darauf, besondere urbane Ausformungen zu thematisieren, sondern macht auch das Verhalten der handelnden Subjekte zum Gegenstand. Fragen nach der Rolle des Künstlers in einer zivilen Gesellschaft, als Katalysator von Diskursen und als Moderator komplexer Vorgänge sind Bestandteil der aktuellen künstlerischen Projekte und Vorträge.

Der Titel Klondike River verweist auf die über 100 Jahre zurückliegenden Ereignisse beim großen amerikanischen Goldrausch. »Thron diuck« (Fluss voller Fische) nannten die indianischen Ureinwohner den Fluss, an dessen Mündung in den Yukon die legendäre Goldgräberstadt Dawson City liegt. Hier wuschen zwischen 1896 und 1898 mehr als 40.000 Abenteurer Nuggets und steckten Claims ab. Wenige wurden reich, die allermeisten blieben arm, die Vertreibung der Ureinwohner war eine wesentliche Konsequenz.

Klondike River wird initiiert von Achim Bitter, Horst Griese, Prof. Andree Korpys, Prof. Markus Löffler und ist ein Kooperationsprojekt von Treasure-Land und der Hochschule für Künste Bremen.

KÜNSTLER/INNEN

Mario Asef (Córdoba), Christoph Bannat (Berlin), Christiattn Haake (Bremen), Andrej Holm (Berlin), Kate Newby (Auckland), Matteo Rubbi (Mailand) und Isa Griese (Bremen), Arnold Schalks (Rotterdam), Cora Schmeiser (Rotterdam), Raimar Stange (Berlin), Florian Waldvogel (Hamburg), Andreas Bernhardt, Samya Boutros Mikhail, Christian Bungies, Emese Kazár, Tobias Klich, Danuta Kurz, Paida, Judith Rau, Tim Reinecke, André Sassenroth, Philipp Schneider, Z. Schmidt/Angie Oettingshausen, Sebastian Schneider, Malte Schweiger, Natalie Wild, Daniel Wimmer (Studierende der HfK Bremen)