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„Musik bewegt Kinder“ startet in die zweite Runde

„Musik bewegt Kinder“ startet in die zweite Runde

Weiterbildungsprogramm der HfK Bremen für pädagogische Fachkräfte erfreut sich hoher Nachfrage

Die berufsbegleitende Weiterbildung „Musik bewegt Kinder“ der Hochschule für Künste Bremen ist dieses Wochenende mit 31 Teilnehmenden in die zweite Runde gestartet. Das Programm läuft bis September 2019 und richtet sich an Menschen aus verschiedenen Berufsfeldern, die sich für die musikpädagogische Arbeit mit Kindergruppen professionalisieren möchten. Konzipiert und durchgeführt wird es vom Institut für musikalische Bildung in der Kindheit (ImBiK) an der HfK Bremen mit finanzieller Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Unter den Teilnehmenden sind pädagogische Fachkräfte in Kitas und Grundschulen, sowie auch Musikerinnen und Musiker. Sie treffen sich alle zwei Wochen zu regelmäßigen Terminen und außerdem bei ausgewählten Wochenendworkshops: Stimmbildung, Instrumentalunterricht, Improvisation, Musik und Bewegung, musikbezogene Wahrnehmung und vieles mehr stehen auf dem Programm. Bei den Inhalten wird viel Wert auf Praxisanbindung gelegt – die Teilnehmenden können das Gelernte direkt im eigenen Arbeitsalltag einbinden, unterstützt durch Hospitationen und individuelle Beratung der Dozierenden von der HfK Bremen.

Kunst und Kultur im Berufsalltag

Das Interesse an der Weiterbildung ist groß: Rund 70 Interessierte haben sich beworben, von denen 31 Personen ausgewählt wurden. ImBiK-Leiterin Prof. Barbara Stiller führt die gute Resonanz auf mehrere Faktoren zurück, die günstig zusammenspielen: „Bildungspolitisch wird in nahezu allen Bildungsbereichen immer offensichtlicher, dass ästhetische Erfahrungen im Kontext von Kunst und Kultur ein großes Potenzial für sinnliche Zugänge zur Welt und damit zu allen Formen kindlichen Lernens bieten. ‚Musik bewegt Kinder‘ geht mit attraktiven Lehr-Lernarrangements unmittelbar darauf ein. Theorie, künstlerische Praxis und berufliche Erfahrungen der Teilnehmenden sind unmittelbar miteinander verzahnt und regen auch jenseits des beruflich anspruchsvollen Alltags der Teilnehmenden immer zu einer eigenen kritischen Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur an. Last but not least trägt die besondere Attraktivität des ‚Lernortes HfK Bremen‘ einmal mehr zu einer positiven institutionellen Wirkung bei.“

Kurz vor dem Startschuss der Weiterbildung traf noch eine erfreuliche Nachricht ein: Ende August 2018 hat Bremens senatorische Behörde für Kinder und Bildung „Musik bewegt Kinder“ als Bildungszeit (früher „Bildungsurlaub“) anerkannt.

Pionierarbeit für die musikpädagogische Ausbildung

„Musik bewegt Kinder“ fand als Weiterbildung in einem ersten Durchgang bereits 2016–2017 statt. Im Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ hat das Projekt Ende 2017 die zweite Förderphase erreicht und erhält bis 2020 vom BMBF 650.000 Euro. Mit diesen Fördermitteln und den Erfahrungen aus dem Weiterbildungsprogramm plant das ImBiK, einen berufsbegleitenden Masterstudiengang zu entwickeln.

„Mit einem weiterbildenden Master ‚Musik bewegt Kinder‘ könnte die Hochschule für Künste Bremen als eine der ersten Musikhochschulen Deutschlands auf die zunehmend heterogenen Bildungsbiografien berufstätiger Menschen eingehen“, sagt Barbara Stiller, „Insbesondere für die Zielgruppe der pädagogischen Fachkräfte leistet ein solcher Studiengang einen wichtigen Beitrag zur Neujustierung von beruflicher und akademischer Bildung. Wie eine Finanzierung nach Auslaufen des Förderzeitraumes ab 2020 ermöglicht werden kann, ist derzeit die größte aller noch offenen Forschungsfragen.“

Weitere Informationen zum Programm sind auf den Webseiten des Instituts für Musikalische Bildung in der Kindheit zu finden.

Musik bewegt Kinder Startworkshop_web (c) Verena Gilhaus.jpg

Foto © Verena Gilhaus: Die Teilnehmenden der zweiten Runde in der Weiterbildung „Musik bewegt Kinder“ haben sich Ende September zum Start-Workshop an der HfK Bremen getroffen.

1. Oktober 2018