INTERSPACE - Die mobile Stadt

INTERSPACE - Die mobile Stadt

Ausstellung der Hochschule Bremen und der HfK Bremen in der Markthalle Acht

„INTERSPACE - Die mobile Stadt“ lautet der Titel einer Ausstellung, die vom 30. Juni bis 17. Juli 2017 in der Markthalle Acht (Domshof 8 bis 12, 28195 Bremen) gezeigt wird. „Interspace“ ist eine Kooperation zwischen den Masterstudiengängen Architektur / Environmental Design der School of Architecture an der Hochschule Bremen und Integriertes Design, Masterstudio System und Interaktion, an der Hochschule für Künste Bremen. Die Ausstellung mit Gestaltungsentwürfen für Infrastrukturen in der Stadtregion Bremen ist montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr und samstags und sonntags von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

Information, Kommunikation, Bewegung und Begegnung – nie gab es mehr Mobilität von Menschen und Gütern, nie gab es vielfältigere Mittel zur Beförderung. Es treffen private und öffentliche Interessen aufeinander. Wie und von wem, an welchen Orten, in welchen Strukturen und mit welchen Systemen werden diese Interessenslagen ausgehandelt? Wo bieten sich Potentiale der immobilen und der mobilen Stadt, wo sind ihre Grenzen? Gesucht werden konkrete Gestaltungsvorschläge in der Stadtregion Bremen - für Infrastrukturen genauso wie für den öffentlichen Freiraum oder für urbane, bebaubare Restflächen zwischen, unter oder über den Infrastrukturen.

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Wie kommst du über die Weser?
Ans andere Ufer!

Szenarien zur Vernetzung von Stadteilen: Lankenauer Höft und die Überseestadt trennen nur 400 Meter Luftlinie – aber auch die Weser. Eigentlich sind sie Stadteilnachbarn. Durch die Verkehrsführung aber sage und schreibe 16 Kilometer voneinander entfernt. Das Projekt zeigt neue Verkehrs- und Mobilitätspotenziale zur Verknüpfung von Walle mit der Überseestadt
und dem Lankenauer Höft auf. Wie einst, als die Hafenarbeiter nah am oder gar im Hafen lebten oder auf der anderen Seite des Weserufers und täglich die Weser querten.
Bild: Annemarie Maciolek

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Wie sieht Bremen ohne Autos aus?
Blech weg!

Rund 250.000 private PKW sind in Bremen unterwegs, meist stehend: Pro PKW werden 12,5 m2 Parkraum beansprucht. Jedes Car-Sharing-Fahrzeug ersetzt laut des Anbieters Cambio die Kilometerleistung – die jährlich gefahrene Strecke – von bis zu 12 PKW. Das Projekt zeigt Konzepte und Szenarien für eine Stadt im Wandel auf, wenn individuelle Personen- und Warentransporte nicht mehr an den eigenen PKW geknüpft sind. Autonome Fahrzeuge, digital vernetzt und individuell abrufbereit, elektrisch betrieben: Wie verändert sich die Stadt, wenn privater PKW-Besitz nicht mehr nötig ist?
Bild: Kim Denzer

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Wo kommt Dein Frühstück her?
Bremüse!

Ein durchschnittliches mitteleuropäisches Frühstück hat meist zehntausende Kilometer Warentransport vom Anbau bis zum Verzehr hinter sich. „Bremüse“ ist ein Konzept um innerstädtischen Verkehr zu reduzieren, indem öffentlichen Grünflächen als gemeinschaftliche Anbaufläche für Obst und Gemüse genutzt werden. Lokale Produktion, Artenvielfalt, rurales Leben im städtischen Raum. Persönliche Stellungnahmen potentieller künftiger Nutzer lassen den Mehrwert erkennen, den diese neue Gemeinschaftsaufgabe für eine Stadtgesellschaft spielen würde.
Bild: Katharina Dacrés

Wie erobern wir uns die Straße?
Platz schaffen!

Ein beeindruckender Film über die aktuelle Verkehrssituation am Brill weist die Dringlichkeit dieser Fragestellung auf. Wenn die Bürgermeister-Smidt-Straße ihre Struktur ändert und die Brillkreuzung neu organisiert wird, können die Stadtteile zusammenwachsen, die Obernstraße mit dem Stephaniviertel. Besonders aktuell wird das Thema durch die Absichten der Sparkasse, den Hauptsitz am Brill zu verlassen.

Termine
INTERSPACE - Die mobile Stadt

Markthalle Acht, Bremen

30. Juni 2017