Rosa Barba: Geschichte als Skulptur

Rosa Barba: Geschichte als Skulptur

HfK-Professorin Rosa Barba zeigt Projektionen, Installationen und Drucke in der Kunsthalle Bremen

Die Kunsthalle Bremen präsentiert eine umfangreiche Ausstellung der bildenden Künstlerin und Filmemacherin Rosa Barba, ermöglicht vom Förderkreis für Gegenwartskunst im Kunstverein. Gezeigt werden Arbeiten von 2009 bis 2018, darunter raumgreifende Projektionen und Installationen wie „Drawn by the Pulse“ (2018), „From Source to Poem“ (2016) oder „The Color Out of Space“ (2015) sowie neue Drucke auf Leinwand.

Geschichte als Skulptur
10. November 2018 – 10. Februar 2019
Kunsthalle Bremen, Am Wall 207

Eröffnung mit Künstlerinnengespräch
9. November 2018, 17 Uhr

Das Werk der in Berlin lebenden Künstlerin Rosa Barba (*1972) zeichnet sich durch ihre konzeptionelle Auseinandersetzung mit Film aus. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Interesse an der Beziehung von Film, Raum und Betrachter. So spielen Komposition, Körperlichkeit von Form und Plastizität eine wichtige Rolle in der Wahrnehmung ihrer Arbeiten. Barbas Umgang mit Film ist skulptural: Durch die Dekonstruktion filmischer Elemente entstehen faszinierende kinetische Objekte und atmosphärische Installationen im Raum. Dabei sind ihre Arbeiten zwischen experimenteller Dokumentation von geschichtlichen Ereignissen oder Persönlichkeiten und fiktiver Erzählung angesiedelt und spielen in einer unbestimmten Zeit. Mit der Kamera als Zeicheninstrument erforscht Barba Orte und Situationen auf ihre formale Gestalt und auf historische Konnotationen und Spuren. Diese verwebt sie dann mit eigenen narrativen Ebenen zu Fiktionen, die neue Denkräume eröffnen.

Rosa Barbas Werk stellt eine der zentralen Positionen zeitgenössischer Kunst dar, die weltweit wahrgenommen wird. Ihre Arbeiten waren u.a. in Einzelausstellungen im Palacio de Cristal in Madrid (2017), in der Wiener Sezession (2017), im MIT Visual Arts Center in Cambridge Massachusetts (2015) und der Tate Modern (2010) zu sehen. Gegenwärtig zeigt sie eine Einzelausstellung im Remai Modern in Saskatoon, Kanada (2018). Außerdem stellte sie u.a. auf der 32. Biennale in Sao Paulo (2016) und der Biennale in Venedig aus (2009 und 2015). Sie wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet und diverse Publikationen zu ihrem Werk sind bereits erschienen. In Bremen lehrt sie an der Hochschule für Künste als Professorin in der Freien Kunst.

Rosa Barbas Ausstellung in der Kunsthalle Bremen wird vom Förderkreis für Gegenwartskunst im Kunstverein Bremen ermöglicht.

Veranstaltungshinweise:

Fr, 9. November 2018, 17 Uhr: Vis-à-vis-Künstlerinnengespräch mit Rosa Barba
Di. 13. November, Mi. 28. November, Mi. 19. Dezember 2018, Mi. 16. Januar, Mi. 30. Januar, Mi. 6. Februar 2019,
jeweils ab 13 Uhr: Öffentliches Plenum der Klasse Rosa Barba in der Kunsthalle Bremen
Do, 15. November 2018, 13 Uhr: Kunstpause
Do, 29. November 2018, 13 Uhr: Kunstpause
Di, 18. Dezember 2018, 19 Uhr: Dialogführung Rosa Barba und Kuratorin Eefke Kleimann
Do, 10. Januar 2019, 13 Uhr: Kunstpause

Die Ausstellung sowie alle dazugehörigen Veranstaltungen werden organisiert durch die Kunsthalle Bremen, die HfK Bremen übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Termine.

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Rosa Barba, Color Clocks: Verticals Lean Occasionally Consistently Away from Viewpoints, 2012
35mm film, motors, aluminum, plexiglass
Installationsansicht Albertinum Dresden, 2015, Foto: Berndt Borchardt, © Rosa Barba, VG Bild-Kunst, Bonn 2018

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Rosa Barba, From Source to Poem, 2016
35mm film, color, optical sound, 12 min.
Filmstill
© Rosa Barba, VG Bild-Kunst, Bonn 2018

(in der Abbildung oben rechts als Detail)

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Stand: 9. November 2018

Termine
Rosa Barba: Geschichte als Skulptur

Kunsthalle Bremen

09. November 2018