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Schwerpunkt und Projekte

Verabschiedung einer Antidiskriminierungsrichtlinie

Aktuell steht die Verabschiedung einer Antidiskriminierungsrichtlinie im Fokus der gleichstellungspolitischen Arbeit der HfK. Die Richtlinie setzt die Bestimmungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes von 2006 um, wonach Diskriminierungen und Benachteiligungen wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung und des Alters verboten sind. Darüber hinaus richtet sie sich gegen sexuellen Belästigung und Gewalt am Studien- und Arbeitsplatz und beinhaltet ein Beschwerdeverfahren, das das Vorgehen bei Verstößen und Beschwerdefällen regelt. Die Richtlinie gilt für alle Angehörigen und Mitglieder der HfK. Mit ihrer Umsetzung verpflichtet sich die Hochschule, gegen jede Form von Diskriminierung vorzugehen – somit ist die Verabschiedung der Richtlinie eine wichtige Stärkung des Gleichstellungsgrundsatzes.

Informationen zu sexueller Diskriminierung

Familienfreundliche Hochschule

Erklärtes Ziel der Hochschule für Künste Bremen ist es, möglichst gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium und Familie zu schaffen. Deshalb beteiligt sie sich seit 2007 am „audit berufundfamilie“ der gemeinnützigen Hertie-Stiftung. 2008 wurde ihr als erste deutsche Musik- und Kunsthochschule das Zertifikat „Familiengerechte Hochschule“ verliehen:

Weitere Informationen finden Sie hier 

Informationen zu Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Gesundheitsangeboten finden Sie hier

Professorinnenprogramm

2008 hat sich die Hochschule für Künste Bremen erfolgreich für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierten Professorinnenprogramm beworben. Das Programm hat zum Ziel, den Anteil von Wissenschaftlerinnen in den Führungspositionen der Hochschulen zu steigern und mehr Professorinnen zu gewinnen. Derzeit sind nur durchschnittlich 15% der Professuren an deutschen Hochschulen mit Frauen besetzt.

Bund und Länder finanzieren deshalb gemeinsam das Professorinnenprogramm mit insgesamt 150 Millionen Euro. Gefördert wird die Anschubfinanzierung von maximal drei Professorinnenstellen für fünf Jahre.

Die Hochschulen wurden anhand ihres Gleichstellungskonzeptes beurteilt, das durchgängige und verbindliche chancengerechte Strukturen aufzeigen sollte. Die Hochschule für Künste ist in diesem Verfahren positiv begutachtet worden, so dass nun Fördermittel beantragt werden können. Die freiwerdenden Mittel investiert die Hochschule in innovative, gleichstellungsfördernde Maßnahmen. Damit hat die erfolgreiche Teilnahme am Professorinnenprogramm nicht nur positive Auswirkungen auf die Erhöhung des Frauenanteils in künstlerisch-wissenschaftlichen Führungspositionen, sondern auch auf weitere Maßnahmen zur Herstellung von Chancengleichheit. Das Gleichstellungskonzept der Hochschule für Künste Bremen zur Bewerbung im Rahmen des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder finden Sie hier.

„Girls’ Day 2012“ an der HfK Bremen

Am 26. April 2012 findet zum 12. Mal der bundesweite Aktionstag „Girls’ Day – Mädchen-Zukunftstag“ statt. An diesem Tag haben, wie jedes Jahr, Schülerinnen ab der 5. Klasse die Möglichkeit, Berufe kennenzulernen, in denen Frauen eher selten vertreten sind. Viele Unternehmen, Hochschulen und Forschungszentren ermöglichen Mädchen in vor allem technische und naturwissenschaftliche Berufe für einen Tag hineinzuschnuppern.

Auch an der Hochschule für Künste Bremen gibt es Bereiche und Studiengänge, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Dies betrifft besonders den Studiengang „Digitale Medien“ im Fachbereich Kunst und Design. Aus diesem Grund bot die HfK u. a. die Veranstaltungen „Digitaler Modellbau“ und „Girls’ Day in der Digitale-Medien-Werkstatt“, aber auch „Trickfilmanimation“ an. Die Angebote erfreuten sich großer Beliebtheit.

„Zukunftstag für Jungen 2012“

Auch Jungen können sich am 26. April 2012 beruflich orientieren. Unter dem Motto „Neue Wege für Jungs“ haben Schüler die Möglichkeit Berufe kennenzulernen, die häufig von Frauen ausgeübt werden.

Da an der Hochschule für Künste Bremen in den meisten Studiengängen mehrheitlich Frauen studieren, haben wir uns gefreut, zwei Veranstaltungen für Jungs anbieten zu können: Den Modedruck-Workshop „CRASH – Faltprints für T-Shirts“ sowie die Teilnahme am Chorleitungsunterricht der Lehramtsstudierenden.

Weitere Ziele und Projekte sind:

  • Ausbau und Erweiterung des Kinderbetreuungsangebotes
  • Integration des Gender und Diversity-Ansatzes in die Lehre, vor allem durch Kompetenzentwicklung von Studierenden und Lehrenden
  • Teilnahme an der bremenweiten Ringvorlesung „Ortswechsel“ zu Ergebnissen der Genderforschung
  • Verstetigung der Zukunftstage für Mädchen und Jungen
  • Ausbau von Informations- und Weiterbildungsangeboten
  • Stärkung und Förderung des künstlerisch-wissenschaftlichen Nachwuchses