...à la française!

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Konzerte mit dem Barockorchester der HfK Bremen unter der Leitung von Thomas Albert in der Klosterkirche Lilienthal

9. Juni 2018, 19 Uhr
Eintritt frei (Spenden erbeten)

Achtung: Das Konzert am 10. Juni im Bürgerhaus Gustav-Heinemann in Bremen-Vegesack fällt leider aus.

Programm

Johann Sebastian Bach - Ouverture Nr. 2, h-Moll BWV 1067
Jean-Philippe Rameau - Une Symphonie Imaginaire

Die größte musikalische Debatte im Europa des ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts ging um die Frage mach dem „richtigen“ musikalischen Geschmack. Da waren es vor allem die italienischen Wurzeln der abendländischen Musikgeschichte, die aus der Renaissance kommend, insbesondere mit der Entwicklung der Oper und dem neuen konzertierenden Stil, sich als stabil und prägend erwiesen.

Gleichzeitig aber war es vor allem der prunkvolle Hof von Versailles, der die französischen Idiome in der großen und einflußreichen Welt der Lullisten, im Gefolge Jean Baptiste Lullys, stilprägend und führend in Europas Musikleben sah und sehen wollte - mit der prächtigen Ausstattung, Kostümen, opulenten Ballets und vielfarbigen Orchesterklängen ganz eigenständiger, eben französischer Prägung - Versailles als Maßstab für alle. In der höfischen Kleinstaaterei nach dem 30 jährigen Krieg bestand im Deutschland der Zeit denn ja auch die repräsentative Grundlage für derartige Vervielfältigung , so auch z.B. am Fürstenhof in Celle, wo nachweislich auch kein geringerer als der große J.S. Bach mit dem französischen Stil in Berührung kam. Er war es, der dann u.a. dem neuen „gemischten“ , Italienisch-französischen Stil maßgeblich, neben Telemann und vielen anderen, quasi zentraleuropäisch entscheidend zur Blüte verhalf.

Im vorliegenden Programm soll nun das Verhältnis Bachs zum Französischen Stil am Beispiel seiner zweiten Ouvertüre für Traversflöte, Streicher und Basso Continuo BWV 1067 aufgezeigt werden. Diese Ausnahmekomposition entstand im Umfeld seiner Zeit am Hof in Köthen bzw. zu Beginn der darauf folgenden Leipziger Zeit wohl zwischen 1720 und 1723.

In der zweiten Konzerthälfte erklingt dann ergänzend wie bereichernd eine Art „Symphonie Imaginaire“ des wohl bedeutendsten französischen Komponisten des Barock, Jean Phillippe Rameau - viel zu wenig bekannt im deutschen Musikleben. Die Zusammenstellung dieser vielteiligen Abfolge ist das Ergebnis nach langen Quälen der Wahl aus dem imponierenden Opernschaffen Rameaus, sogar einzelne zauberhafte Arien inklusive, also ein farbenfrohes klangliches Spektrum u.a. von Ouverture, Entrees, Airs, Ballets und Chaconne aus seinen Opern Zais, Castor und Pollux, La Guirlande, Les Boreades.

Ausführende sind Studierende der international renommierten Akademie für Alte Musik der Hochschule für Künste Bremen, vereint im Barockorchester, selbstverständlich historisch informiert und im Klangbild der Zeit, Solisten sind Felipe Egana(Traversflöte), Stanislas Gres(Cembalo), Carly Power und Kerstin Dietl ( Sopran), unter der Leitung von Prof. Thomas Albert.

Termine
...à la française!

St. Marien Kirche Lilienthal

09. Juni 2018, 19:00

Konzertausfall

Bürgerhaus Gustav Heinemann, Bremen-Vegesack

10. Juni 2018, 18:00