...soll die Empfindung Liebe sein?
Szenen aus "Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart vom 17.-19.2.2012 mit Studierenden der Klasse Prof. Gregor Horres
...soll die Empfindung Liebe sein ?
Eine Fassung der Zauberflöte
Diese zentrale Frage Taminos habe ich mir bei der Erstellung dieser Fassung, dieses Querschnittes der Zauberflöte und in der Arbeit gestellt. So werden die märchenhaften Züge des Werkes in den Hintergrund gerückt.
Im Vordergrund steht die Frage der Liebe. Kann sie als solche existieren oder benötigt sie , wie es im Stück Pamina formuliert, die Gegenliebe.
Beinhalten diese Prüfungen Bewusstseinsprozesse von Menschen, die auf der Suche nach Liebe sind? Setzen sich die “Prüflinge” bewusst oder unbewusst genau mit diesen Fragen auseinander? Die Liebe bleibt eine unerklärliche Sehnsucht, verlangt aber immer wieder nach einer Antwort des Gegenübers. Ohne diese bleibt sie unerfüllt, unendlich schmerzhaft.
Im Grunde sind alle in dieser Fassung handelnden Personen bestimmt von der Suche nach Formen der Liebe - der platonischen Liebe, der Mutterliebe, der Freundschaft, der Triebe, der großen Liebe zwischen Mann und Frau. Im Duett zwischen Pamina und Papageno wird sie der “Gottheit” gleichgesetzt.
Emotionen, Triebhaftigkeit und der Intellekt prallen aufeinander. Das ist ein Aspekt dieses großartigen, komplexen Werkes.
(G. Horres)
Mitwirkende
Inszenierung: Gregor Horres
Musikalische Leitung: Ulrich Sprenger
Dialoge: Stefanie Knauer
Kostüme: Heike Neugebauer
Tickets
Eintritt: 10,00 € / 5,00 €
nur an der Abendkasse
Die Handlung
Erster Aufzug
Prinz Tamino wird von einem Ungeheuer verfolgt.Die drei Damen der Königin der Nacht retten ihn.
Als Tamino wieder alleine ist, erblickt er den Vogelfänger Papageno.
Von den drei Damen und der Königin erfährt Tamino, dass er ausersehen ist , Pamina - die Tochter der Königin - aus den Händen Sarastros zu befreien. Dazu erhält Tamino die Zauberflöte, die ihn in Gefahr beschützen soll, und Papageno ein Glockenspiel. Drei Knaben sollen sie führen.
Papageno trifft auf Pamina und erzählt von der Liebe des Prinzen zu ihr.
Tamino - angekommen in Sarastros Reich - erfährt vom Sprecher, dass Pamina noch lebt.
Auf der Flucht werden Pamina und Papageno von Monostatos und Sarastro gestellt.
Auch Tamino wurde gefangengenommen.
Um Pamina zu gewinnen ,muss Tamino sich Prüfungen unterziehen.
Zweiter Aufzug
Die Prüfungen beginnen.
Tamino und Papageno wird Stillschweigen auferlegt. Tamino unterwirft sich den Prüfungen, um Pamina zu gewinnen, Papageno wird eine Papagena in Aussicht gestellt.
Pamina versteht das Stillschweigen ihres geliebten Prinzen nicht, wird von ihrer Mutter - der Königin- gezwungen Sarastro zu töten. Irritiert und verlassen von allen, verliert sie das Vertrauen in die Liebe und versucht, sich das Leben zu nehmen.
Papageno will ohne eine Papagena ebenfalls nicht weiter leben.
Die Drei Knaben verhindern beide Selbstmordversuche im aller letzten Moment.
Am Ende siegt das Vertrauen in die Liebe.
Hinweis: vom 13.-15. April 2012 findet die Aufführung auch im "Alten Pumpwerk" (Salzburger Str.) in Bremen statt. Nähere Informationen folgen.