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HAF

HAF – die isländische Natur feiern

Absolventinnen der HfK Bremen würdigen im Künstlerhaus Güterbahnhof den kulturellen Austausch

/ Eröffnung: 27. Oktober 2018, mit Gästen aus Island

Jónína Mjöll Þormóðsdóttir und Margrét Rós Harðardóttir stellen in ihrer Ausstellung „HAF“ (dt.: Ozean) vom 27. Oktober bis zum 25. November Arbeiten im Künstlerhaus Güterbahnhof Bremen/Tor 40 aus. Beide stammen aus Island und sind Absolventinnen der Hochschule für Künste Bremen im Fachbereich Freie Kunst, Harðardóttir schloss bereits 2008 ihr Studium ab, Þormóðsdóttir im Jahr 2017. Mit dieser Ausstellung wird die besondere Bedeutung des Austausches zwischen Hansestadt und Vulkaninsel am nördlichen Polarkreis gewürdigt, im Jubiläumsjahr der isländischen Republikgründung.

HAF
27. Oktober – 25. November 2018, donnerstags bis sonntags 12–18 Uhr
Künstlerhaus Güterbahnhof/Tor 40

Die historischen Wurzeln der Hansestadt Bremen bringen einen wirtschaftlichen und damit ebenso kulturellen Austausch mit der ganzen Welt mit sich – ein Umstand, der nicht zuletzt vor allem auch die HfK Bremen mit ihrer internationalen Studentenschaft begünstigt. Eine besondere Verbindung besteht seit Jahrhunderten in den skandinavischen Norden und dort speziell nach Island. Diese datiert zurück bis in die Tage der Christianisierung vor 1.000 Jahren: Noch 1103 war Island dem katholischen Erzbistum Hamburg-Bremen unterstellt, der erste isländische Bischof wurde in Bremen geweiht. Darüber hinaus fuhren vom frühen 15. bis ins späte 17. Jahrhundert noch regelmäßig Schiffe der Hanse ins eisige Nordmeer, um Waren zu tauschen.
Anlässlich der Republik-Gründung vor 100 Jahren lud der Senator für Kultur Bremen die isländischen Alumnae der HfK Bremen, Þormóðsdóttir und Harðardóttir, ein, das Jubiläum und die besondere Verbindung zwischen Bremen und Island mit einer Ausstellung zu feiern.

Der gemeinsame Bezug ihrer Werke ist die Poesie der isländischen Natur. Ihre Arbeiten sind geprägt von Erinnerungen an zu Hause, gemischt mit Heimweh und einem Hauch von Sehnsucht. Entsprechend spielen Naturbezüge in ihren künstlerischen Materialien und den Themen ihrer Werke eine große Rolle. Beide arbeiten in verschiedenen Medien, wobei in den letzten Jahren Jónína Mjöll Þormóðsdóttir den Schwerpunkt auf Bildhauerei gelegt hat und Margrét Rós Harðardóttir auf Installationen. Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf das Meer, das den Weg des kulturellen und wirtschaftlichen Austausches zwischen Bremen und Island erst ermöglicht hat. Auch die Zusammenarbeit und der Austausch der beiden Künstlerinnen selbst ist erst in Bremen entstanden: Sie lernten sich, 2.000 Kilometer von der gemeinsamen Heimat entfernt, als HfK-Studentinnen der Freien Kunst in der Hansestadt kennen.

Zur feierlichen Eröffnung am 27. Oktober gibt es ein kulturelles Rahmenprogramm mit isländischer Musik und Laudationes von Carmen Emigholz, Staatsrätin des Senators für Kultur Bremen, und Martin Eyjólfsson, Botschafter der Republik Island in Deutschland.

Eröffnung
Samstag, 27. Oktober 2018, 18 Uhr

Es sprechen:
Carmen Emigholz, Staatsrätin, Senator für Kultur Bremen
Martin Eyjólfsson, Botschafter von Island in Berlin
19.30 Uhr Konzert Svavar Knútur, Isländischer Liedermacher

Ausstellungszeiten: Donnerstag bis Sonntag, 12 bis 18 Uhr

Finissage
Sonntag, 25. November 2018, 17 Uhr
17 Uhr Künstlergespräch
Moderation: Ingmar Lähnemann, Kurator
18.30 Uhr Portraitkonzert Bára Gísladóttir
Ensemble New Babylon – Das Bremer Ensemble für Neue Musik

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Ausstellungsobjekt "Ósk" © Christina Stohn

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Ausstellungsobjekt "Eggshell" © Christina Stohn