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HfK Bremen plant „Dynamisches Archiv“ um Austausch künstlerisch-technologischer Ideen voranzutreiben

HfK Bremen plant „Dynamisches Archiv“ um Austausch künstlerisch-technologischer Ideen voranzutreiben

Mit der Entwicklung einer dynamischen Online-Datenbank sowie zugehörigen Vernetzungsstrukturen strebt die Hochschule für Künste Bremen Förderung im Bund-Länder-Programm „Innovative Hochschule“ an

Künstlerische Projekte, die Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie Lehrende entwickeln, sind immer wieder Impulse für Kulturinstitutionen und Unternehmen, die diese aufgreifen, weiterentwickeln und praktisch umsetzen.

Auf Kommunikation basierendes dynamisches Online-Archiv soll Transfergedanken fördern

Diesen Austausch zwischen der HfK Bremen, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft zu fördern ist Grundgedanke eines Vorhabens der Hochschule für Künste Bremen: Das geplante „Dynamische Archiv als Transferkatalysator“ (DAT) soll die Weitergabe künstlerisch-wissenschaftlicher Entwicklungen an Partner in kulturellen und wirtschaftlichen Anwendungsfeldern vorantreiben. Für die Umsetzung dieses Projekts beteiligt sich die HfK Bremen mit einem Antrag am Bund-Länder-Programm „Innovative Hochschule“. Das Gesamtvorhaben zur Entwicklung des DAT soll zur Umsetzung der strategischen Ziele der HfK Bremen als künstlerische Hochschule im Transferbereich beitragen und ihre Rolle für Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft weiterhin stärken.

Idee: Dynamisches Archiv als Transferkatalysator (DAT)

Das „Dynamische Archiv als Transferkatalysator (DAT)“ ist geplant als öffentlich zugängliche, sich stetig erweiternde Open-Source-Applikation, die Ideengeber und Ideengeberinnen (Studierende, Absolventinnen und Absolventen, Lehrende sowie Kooperationspartner und Kooperationspartnerinnen der HfK Bremen) und Anwender und Anwenderinnen (z.B. Kulturinstitutionen sowie Wirtschaftspartner) in gemeinsamen Projekten zusammenbringt. Konzepte, künstlerische Verfahren, choreografische Pläne und vieles mehr können dokumentiert, genutzt, verbreitet und weiterentwickelt werden.

„Damit stärkt es die Rolle der HfK Bremen im regionalen Innovationssystem, indem es die Entwicklung eines nachhaltigen Netzwerks am Kulturstandort Bremen unterstützt“, erklärt Prof. Dr. Andrea Sick, eine der Projektleitenden und Dekanin des Fachbereichs Kunst und Design.

„Einzigartig für Kunst- und Kulturbereich sowie für die Kreativbranche“

Ein solches Archiv wäre einzigartig für den Kunst- und Kulturbereich sowie für die Kreativbranche in Deutschland und für die Dokumentation von Kunst an sich, wie Prof. Dr. Sick beschreibt: „Um neue Aufführungs- und Ausstellungsformen zu entwickeln und zu archivieren bedarf es dynamischer Formen der Dokumentation. Diese kann die Plattform DAT ermöglichen“.

Durch zahlreiche Veranstaltungen für die Öffentlichkeit wie beispielsweise die Hochschultage, Publikationen, Konzerte und Ausstellungen steht die HfK Bremen bereits seit langem in einem intensiven Austausch mit ihrem regionalen Umfeld. Dieses soll durch das DAT weiter gestärkt werden.

Dynamisches Archiv – dank Kooperationspartner

Aus einem Netz an bestehenden Kooperationspartnern sind bei Projektstart die Schwankhalle Bremen (Spiel- und Produktionsstätte für freie darstellende Künste), das Edith-Russ-Haus für Medienkunst (Oldenburg), die HEC GmbH (Software-Entwicklungs- und IT-Beratungshaus) aus Bremen und die Hochschule der Künste Bern aktiv miteinbezogen. Mit ihrer Unterstützung sollen künstlerisch-technologische Entwicklungen aus der HfK – die ersten Komponenten des Archivs – in den Einrichtungen erprobt und weiterentwickelt werden.

BMBF-Programm „Innovative Hochschule“

Das Bund-Länder-Programm „Innovative Hochschule“ soll den Wissens- und Technologietransfer fördern und die regionale Verankerung von Hochschulen unterstützen. Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt äußerte sich positiv über die Erfolgsaussichten der Hochschulen im Land Bremen: „Unsere Hochschulen haben ausgewiesene Kompetenzen im Austausch von Ideen, Wissen und Technologie. Sie haben daher sehr gute Voraussetzungen, um sich entweder allein oder im Verbund an der Initiative 'Innovative Hochschule' zu beteiligen, das gilt sowohl für technologische als auch für soziale und künstlerische Themengebiete.“

Insgesamt stellen Bund und Länder 550 Millionen Euro für die Förderinitiative für einen Zeitraum von zehn Jahren zur Verfügung, davon trägt der Bund 90 Prozent und das jeweilige Sitzland zehn Prozent.

Weitere Informationen zur Förderinitiative „Innovative Hochschule“ beim  BMBF.