Salon Digital - 13. Abend

Salon Digital - 13. Abend

Veranstaltungsreihe / 02.07.2018

Zu Gast sind Claudia Reiche und Helene von Oldenburg.

Civil Wilderness – Salon sauvage

Was ist es bloß, das einen von einer Trennung zwischen Wildnis und Zivilisation reden lässt? ´Die aus diesen (V)erkennungen entstehenden Probleme können durch wenige, kleine Denkanstöße behandelt werden.Das Projekt Civil Wilderness sollte hierzu taugen, nämlich die Achtsamkeit einer ‚Natur’ gegenüber neuerlich zu trainieren, diesmal allerdings in ‚negativer’ Weise.Die Präsentation, die entsprechende Gedankenexperimente und Diskussionen auf den Weg bringen möchte, handelt davon, was passiert, wenn verschiedene Regeln auf verschiedene ausgewählte Orte/Räume angewandt werden und die Auswirkungen dieser Praxis getestet werden.Diese Regeln basieren auf drei verschiedenen Ausschlussverfahren: „keine Menschen!“, „keine Verbote!“, „keine Veränderungen!“. Die von diesen Ausschlüssen produzierten Ergebnisse bilden das Thema dieses Salon sauvage, der auch irgendwie ein Salon digital ist, zumindest, was binäre Logik anbelangt.

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What is it that makes one think about a division between wilderness and civilisation? The problems arising from the (mis)conceptions in this respect can be addressed by some minimal redirections. The Civil Wilderness project should be useful to train attentiveness towards ‚nature‘ once again, this time in a ‚negative' way. The talk, initiating thought experiments and discussion, is about setting different rules to chosen places/spaces and test the effects of this practice. These rules are based on 3 different exclusions: no humans, no prohibitions, no changes. The productivity of these exclusions will be subject of this salon sauvage, that is a digital salon, somehow too, at least regarding binary logic.

02.07.2018, 18 Uhr
Raum 4.15.070 (großer Theorieraum), Am Speicher XI 8, Bremen

(english version below)
Spektakel: Reenactments in Kunst, Gestaltung, Wissenschaft und Technologie.
Mit dem Wintersemester 2016/17 startete der Studiengang Digitale Medien der Hochschule für Künste Bremen eine regelmäßig stattfindende Salon-Reihe unter dem Titel "Spektakel: Reenactments in Kunst, Gestaltung, Wissenschaft und Technologie". Das offene Salon Format beinhaltet Experimente, Vorträge, und Performances aus unterschiedlichen Disziplinen mit dem Fokus auf neue und alte Medien und Technologien. Praxis des Salons ist das Reenactment als Möglichkeit des Sichtbarmachens, Vergegenwärtigens und Durchkreuzens von Vergangenem oder Verborgenem.
Insbesondere im Bereich der sogenannten Neuen Technologien und zeitgenössischen Medien erscheint Wissen von komplexen Schichtungen von Material, Code/Zeichensystemen und Geschichte/Organisationen verdeckt. Das Wiederaufführen kann Denken, Geschichte und Theorie in Körper und Handlung übersetzen. Im Zentrum steht so die verkörperte Vergegenwärtigung vergangener Ereignisse, initiiert durch den Wunsch eine grundsätzlich uneinholbare Vergangenheit wiedererlebbar zu machen.
Vorrangiges Anliegen des Salons ist die Öffnung von geschlossenen Systemen und Konstruktionen (Black Boxes). Denn Wissenschaft, Ökonomie, zeitgenössische Medien sowie Neue Technologien sind durch globale Machtstrukturen, komplexe Entwicklungs- und Produktionsprozesse und deren hermetische Konstruktion nur noch schwer zu durchschauen und bleiben für die Rezipierenden primär an der Oberfläche. Das Spektakel ist eine Form der Verdichtung von Handlungen und Prozessen. Gewissermaßen Paradox zum Reenactment, dem Wiederholung und so auch Historie immanent sind, ist das Spektakel ein Zeitpunkt im Hier und Jetzt, zu dem alles kulminiert.

Organisiert von: Andrea Sick, Ralf Baecker und Dennis Paul

www.salon-digital.de

www.civilwilderness.info

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English Abstract
The program for Digital Media at the University of the Arts Bremen launched a regular series of salon-style gatherings titled “Spectacle: Reenactments in the Arts, Design, Science and Technology.” The events have an open format and provide a forum for experiments, presentations and performances from a range of different fields, but with a common focus on old and new media, as well as technologies. The salon thereby enables a practice of reenactment as a way to make things past and hidden visible, present and also questionable.
Contemporary new technologies and media seem to cover knowledge with complex layers of materials, code/sign systems and history/organization. Reenacting can translate obscured knowledge, ideas and theories into bodies and actions. At the heart of this conceptual approach is a desire to turn past events into present experiences—although the very nature of the past prohibits such an endeavor.
The salon pursues the primary goal of opening closed systems and constructions (black boxes). Global power structures, as well as complex processes in development and production—leading to hermetic constructs—have made it even harder to understand science, economy and contemporary media, as well as new technologies. Recipients therefore tend to mostly grasp only their superficial level. The spectacle is a way to condense actions and processes. Reenactment, on the other hand, builds on repetition and history. But the spectacle is a moment in the here and now where everything flows together and culminates.

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Termine
Salon Digital - 13. Abend

Raum 4.15.070 (großer Theorieraum), Am Speicher XI 8, Bremen

02. Juli 2018, 18:00