Salon Digital - 6. Abend

Salon Digital - 6. Abend

Veranstaltungsreihe / 22.05.2017

Veranstaltung mit Julian Hespenheide.

The Biotic Explorers Research Group

Die "Biotic Explorers Research Group" von Julian-Anthony Hespenheide ist eine fiktive Vereinigung und die gemeinschaftliche Anstrengung von Wissenschaftlern aus verschiedenen europäischen Ländern, die an der Grenze von technologischen Erforschungen im wissenschaftlichen Kontext unter dem US-amerikanischen Büro für den transkontinentalen Wissenschaftsaustausch in den 1970er und frühen 80er Jahren gearbeitet haben.

Während Ihrer Untersuchungen, reisten die Wissenschaftler weit um die lokalen Biota zu beobachten und ihr Verhalten zu erforschen und aufzunehmen.

Wegen der streng geheimen Natur des Projekts ist nur ein geringfügiger Teil der bis zum Schluß 45 durchgeführten Untersuchungen sowie ein Entwurf für eine neuartige Kommunikationstechnologie, welche auf einem Pilznetzwerk aufbaut, mit Hilfe einer unbekannten Quelle wieder aufgetaucht.

Die Ergebnisse dieser Bergung wurden in zwei artefaktische Objekte kondensiert: Ein Buch, welches neben den chronologischen angeordneten Berichten auch weiteres Material (Illustrationen, Diagramme, topographische Karten) der Wissenschaftler in sich trägt sowie ein Versuchsaufbau der neuartigen Kommunikationsmaschine.

Passagen von den vielfältigen Berichten werden zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach der Vorlesung, wird die öffentliche Präsentation der Biotic Explorers Research Group mit einer Demonstration der Kommunikationsmaschine ein für alle mal abgeschlossen.

22.05.2017, 18 Uhr
Galerie Herold, Beim Handelsmuseum 9, 28195 Bremen

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(english version below)
Spektakel: Reenactments in Kunst, Gestaltung, Wissenschaft und Technologie.
Mit dem Wintersemester 2016/17 startet der Studiengang Digitale Medien der Hochschule für Künste Bremen eine regelmäßig stattfindende Salon-Reihe unter dem Titel "Spektakel: Reenactments in Kunst, Gestaltung, Wissenschaft und Technologie". Das offene Salon Format beinhaltet Experimente, Vorträge, und Performances aus unterschiedlichen Disziplinen mit dem Fokus auf neue und alte Medien und Technologien. Praxis des Salons ist das Reenactment als Möglichkeit des Sichtbarmachens, Vergegenwärtigens und Durchkreuzens von Vergangenem oder Verborgenem.
Insbesondere im Bereich der sogenannten Neuen Technologien und zeitgenössischen Medien erscheint Wissen von komplexen Schichtungen von Material, Code/Zeichensystemen und Geschichte/Organisationen verdeckt. Das Wiederaufführen kann Denken, Geschichte und Theorie in Körper und Handlung übersetzen. Im Zentrum steht so die verkörperte Vergegenwärtigung vergangener Ereignisse, initiiert durch den Wunsch eine grundsätzlich uneinholbare Vergangenheit wiedererlebbar zu machen.
Vorrangiges Anliegen des Salons ist die Öffnung von geschlossenen Systemen und Konstruktionen (Black Boxes). Denn Wissenschaft, Ökonomie, zeitgenössische Medien sowie Neue Technologien sind durch globale Machtstrukturen, komplexe Entwicklungs- und Produktionsprozesse und deren hermetische Konstruktion nur noch schwer zu durchschauen und bleiben für die Rezipierenden primär an der Oberfläche. Das Spektakel ist eine Form der Verdichtung von Handlungen und Prozessen. Gewissermaßen Paradox zum Reenactment, dem Wiederholung und so auch Historie immanent sind, ist das Spektakel ein Zeitpunkt im Hier und Jetzt, zu dem alles kulminiert.

Organisiert von: Andrea Sick, Ralf Baecker und Dennis Paul

https://salon-digital.com/

English Abstract

The program for Digital Media at the University of the Arts Bremen is launching a regular series of salon-style gatherings titled “Spectacle: Reenactments in the Arts, Design, Science and Technology.” The events have an open format and provide a forum for experiments, presentations and performances from a range of different fields, but with a common focus on old and new media, as well as technologies. The salon thereby enables a practice of reenactment as a way to make things past and hidden visible, present and also questionable.

Contemporary new technologies and media seem to cover knowledge with complex layers of materials, code/sign systems and history/organization. Reenacting can translate obscured knowledge, ideas and theories into bodies and actions. At the heart of this conceptual approach is a desire to turn past events into present experiences—although the very nature of the past prohibits such an endeavor.

The salon pursues the primary goal of opening closed systems and constructions (black boxes). Global power structures, as well as complex processes in development and production—leading to hermetic constructs—have made it even harder to understand science, economy and contemporary media, as well as new technologies. Recipients therefore tend to mostly grasp only their superficial level. The spectacle is a way to condense actions and processes. Reenactment, on the other hand, builds on repetition and history. But the spectacle is a moment in the here and now where everything flows together and culminates.

Termine
Salon Digital - 6. Abend

Galerie Herold, Beim Handelsmuseum 9, 28195 Bremen

22. Mai 2017, 18:00