VERSCHOBEN! Salon Digital - 12. Abend

Salon_12_fastfinal.jpg

Salon Digital - 12. Abend (verschoben)

Veranstaltungsreihe / 16.05.2018 (verschoben in den Oktober durch die Mysterien von "UR")

"De grote Verteller." (UR-Version im Oktober)

HIOJI.jpg

Zu Gast ist Jan Charzinski.

Was haben eine Zahnpastatube, Bob Ross und wir gemeinsam? Das Phänomenale, das Banale? Den/die/das Narrative, den Geruch von Vorstellung oder den Geschmack von Interpretation und deren Pervertierungen.
Kann ein Vortrag eigentlich nicht performativ sein und in welchem Bezug dazu steht dessen Wiederaufführung? Dies, das Autorenschaft - als Teilhaber*in eines (sprunghaften) Kopftheaters zu Papier, zu Raum, zu Handlung.

Just diggin' - Tunnel graben, Höhlen buddeln und Brücken schlagen zwischen der harten Realität des Einfamilien-Satteldachs und dem träumerisch-fantastischen Elfenbeinturm. Narrenwerk und Scharlatanerie der gestalterischen Geschichte, erzählt von Verfasser*in und Teilhabenden zu gleich. Oder ist das etwa doch ernst?

Ein Vortrag über Fragen zu Erzählungen alltäglicher Inszenierung , über die Gestaltung von Narration und die Narration von Gestaltung. Unter dem auch eure Name stehen könnten.

---

What do a toothpaste tube, Bob Ross and we have in common? The phenomenal, the banal? The narrative, the smell of ideas or the taste of interpretation and their Perversions.
Can a lecture be non-perfomative and how is it linked to it's reenactment? This and that, authorship - as participators in a (volatile) theatre in ones head, on paper, in space, in action.

Just diggin' - to shovel tunnels or caves and to build bridges between the hard reality of single-family saddle roofs and dreamy fantastic ivorytowers. Fools work and quackery of the creative-shaped story, told by author and participators at the same time. Or is really serious?

A lecture about questions of the narratives of daily displays and (re)productions, about designing/shaping of narration and the narration of Designing/Shaping. Which you could have signed.

16.05.2018, 18 Uhr (verschoben in den Oktober durch die Mysterien von "UR".)
Raum 4.15.070 (großer Theorieraum), Am Speicher XI 8, Bremen

---

(english version below)
Spektakel: Reenactments in Kunst, Gestaltung, Wissenschaft und Technologie.
Mit dem Wintersemester 2016/17 startete der Studiengang Digitale Medien der Hochschule für Künste Bremen eine regelmäßig stattfindende Salon-Reihe unter dem Titel "Spektakel: Reenactments in Kunst, Gestaltung, Wissenschaft und Technologie". Das offene Salon Format beinhaltet Experimente, Vorträge, und Performances aus unterschiedlichen Disziplinen mit dem Fokus auf neue und alte Medien und Technologien. Praxis des Salons ist das Reenactment als Möglichkeit des Sichtbarmachens, Vergegenwärtigens und Durchkreuzens von Vergangenem oder Verborgenem.
Insbesondere im Bereich der sogenannten Neuen Technologien und zeitgenössischen Medien erscheint Wissen von komplexen Schichtungen von Material, Code/Zeichensystemen und Geschichte/Organisationen verdeckt. Das Wiederaufführen kann Denken, Geschichte und Theorie in Körper und Handlung übersetzen. Im Zentrum steht so die verkörperte Vergegenwärtigung vergangener Ereignisse, initiiert durch den Wunsch eine grundsätzlich uneinholbare Vergangenheit wiedererlebbar zu machen.
Vorrangiges Anliegen des Salons ist die Öffnung von geschlossenen Systemen und Konstruktionen (Black Boxes). Denn Wissenschaft, Ökonomie, zeitgenössische Medien sowie Neue Technologien sind durch globale Machtstrukturen, komplexe Entwicklungs- und Produktionsprozesse und deren hermetische Konstruktion nur noch schwer zu durchschauen und bleiben für die Rezipierenden primär an der Oberfläche. Das Spektakel ist eine Form der Verdichtung von Handlungen und Prozessen. Gewissermaßen Paradox zum Reenactment, dem Wiederholung und so auch Historie immanent sind, ist das Spektakel ein Zeitpunkt im Hier und Jetzt, zu dem alles kulminiert.

Organisiert von: Andrea Sick, Ralf Baecker und Dennis Paul

www.salon-digital.de

---

English Abstract
The program for Digital Media at the University of the Arts Bremen launched a regular series of salon-style gatherings titled “Spectacle: Reenactments in the Arts, Design, Science and Technology.” The events have an open format and provide a forum for experiments, presentations and performances from a range of different fields, but with a common focus on old and new media, as well as technologies. The salon thereby enables a practice of reenactment as a way to make things past and hidden visible, present and also questionable.
Contemporary new technologies and media seem to cover knowledge with complex layers of materials, code/sign systems and history/organization. Reenacting can translate obscured knowledge, ideas and theories into bodies and actions. At the heart of this conceptual approach is a desire to turn past events into present experiences—although the very nature of the past prohibits such an endeavor.
The salon pursues the primary goal of opening closed systems and constructions (black boxes). Global power structures, as well as complex processes in development and production—leading to hermetic constructs—have made it even harder to understand science, economy and contemporary media, as well as new technologies. Recipients therefore tend to mostly grasp only their superficial level. The spectacle is a way to condense actions and processes. Reenactment, on the other hand, builds on repetition and history. But the spectacle is a moment in the here and now where everything flows together and culminates.

Termine
VERSCHOBEN! Salon Digital - 12. Abend

Raum 4.15.070, Speicher XI, Bremen

16. Mai 2018, 18:00