Vortrag und Ausstellung

Vortrag und Ausstellung

Am Freitag, den 25. Mai 2018 hält der Direktor des Jazzinstitus Darmstadt, Wolfram Knauer, im Rahmen der Veranstaltungsreihe "50 Jahre Peter Brötzmann Machine Gun" einen Vortrag in der HfK (Dechanatstr., Kammermusiksaal).

1968 – Bremen – Brötzmann.
Eine Reflektion über das ungewollt Revolutionäre eines Jazzalbums
Man ist geneigt die Freiheitsbestreben des Free Jazz und der improvisierten Musik in Europa mit der politischer Großwetterlage der späten 1960er Jahre in Verbindung zu bringen, so wie man gern den Free Jazz in den USA im Kontext der Bürgerrechtsbewegung interpretiert. Doch was davon ist Kontext, was in der Musik vorhanden, und wie revolutionär kann Musik überhaupt sein? Diesen Fragen geht Wolfram Knauer anhand des Albums "Machine Gun" nach, das Peter Brötzmann mit sieben europäischen Kollegen im Mai 1968 in der Lila Eule in Bremen aufnahm. Daneben beleuchtet Knauer, wie sich der europäische Free Jazz in diesen Jahren von den amerikanischen Vorbildern loslöste und wie er eigene Traditionen entwickelte, die bis in die Gegenwart hinein nachwirken – nicht zuletzt durch Musiker wie Brötzmann, Evan Parker und Han Bennink, die 1968 in der Lila Eule mit von der Partie waren.

Wolfram Knauer leitet seit 1990 das Jazzinstitut Darmstadt. Er hat diverse Bücher veröffentlicht, zuletzt Monographien über Louis Armstrong (2010), Charlie Parker (2014) und Duke Ellington (2017). Er hat an verschiedenen deutschen Hochschulen unterrichtet und lehrte im Frühjahr 2008 als erster nicht-amerikanischer Louis Armstrong Professor of Jazz Studies an der Columbia University in New York.

Vor dem Vortrag ist zusätzlich noch eine Ausstellung (Schallplattencover des neuen europäischen Jazz in den 1960er Jahren) des Klaus-Kuhnke-Archiv für Populäre Musik (ab 18 Uhr) zu sehen.

Termine
Vortrag und Ausstellung

Kammermusiksaal der HfK Bremen, Dechanatstr. 13-15

25. Mai 2018, 20:00