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„Interpretenkammer“ und „Waben“ – zwei interdisziplinäre Plattformen an der HfK

„Interpretenkammer“ und „Waben“ – zwei interdisziplinäre Plattformen an der HfK

Studierende können fachbereichsunabhängig ihre Fragen und Wünsche an die Potenziale von Musik und Kunst richten

Der hybride Werkraum der „Interpretenkammer“ und zwei temporäre Bühnen – sogenannte „Waben“ – sind auf Initiative von Prof. Raphael Sbrzesny im Wintersemester 2018/2019 in den Fachbereichen „Kunst und Design“ und „Musik“ entstanden.

Zu Beginn der neuen Professur für „Kreation und Interpretation mit dem Schwerpunkt auf Sound, Performance und Konzept“ sollte mit der Einrichtung der „Interpretenkammer“ im Oktober 2018 im Speicher XI ein Ort geschaffen werden, der sich explizit auch an Studierende des Musik-Fachbereichs an der HfK richtet und diese mehr in die Überseestadt locken soll. Dass Professor Sbrzesny die Verknüpfung der Fachbereiche ein besonderes Anliegen und Teil seines interdisziplinären Lehrkonzepts ist, sieht man an der Schaffung der in der Dechanatstraße analog angelegten temporären Bühne, der „Wabe“. Diese wurde im Januar 2019 feierlich und unter großen Andrang im Anschluss an das Antrittskonzert mit dem Titel „Was vom Glockenspielmann übrigblieb – eine kleine Krampfmusik“ eingeweiht. Damit ist nun an beiden Standorten eine Bühne bzw. Werkstatt errichtet, die alle HfK-Studierende gleichermaßen anspricht, unabhängig vom Fachbereich.

Professor Sbrzesny selbst betrachtet die „Interpretenkammer“, die ebenfalls mit einer kleinen Bühne, einer Wabe, ausgestattet ist, als einen Ort, „wo wir Fragen und Wünsche an die Potenziale von Musik und Kunst richten und uns gemeinsam Neues erschließen. Ein Ort des Experiments, des Denkens und des Erprobens einzelner Begriffe und Szenerien im Spannungsfeld von Kunst und Musik, der Studierenden aller Fachbereiche offensteht […]. Die ,Interpretenkammer‘ soll dabei auch als eine Art Satellit für Studierende der Musik, die normalerweise im anderen Hochschulgebäude in der Bremer Innenstadt beheimatet sind, im Fachbereich ,Kunst und Design‘ verstanden werden und Begegnungen über die Grenzen der Fachbereiche hinaus ermöglichen. Vor allem die Nähe zu den Werkstätten im Fachbereich ,Kunst und Design‘ sehe ich als einzigartige Möglichkeit für künstlerisches Arbeiten und die Entwicklung eigenständiger Projekte. In der ,Interpretenkammer‘ soll nicht nur geprobt und geübt, sondern auch diskutiert, gebaut, gebastelt und nachgedacht werden.“

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Fotos: Raphael Sbrzesny

Parallel dazu wird die „Wabe“ in der Dechanatstraße nicht nur Bühne für kleine Konzertformate, sondern auch für Interventionen, kleine Ausstellungen und Performances sein, wodurch – entsprechend interdisziplinär – wieder mehr Studierende des Fachbereichs „Kunst und Design“ im Fachbereich „Musik“ Impulse setzen. Sbrzesny ergänzt: „Mein Wunsch ist, dass die beiden Orte mehr und mehr von den Studierenden beider Fachbereiche mit gemeinsamen Projekten bespielt werden und sich neben dem Unterricht meiner Professur, der ebenfalls in der ,Interpretenkammer‘ stattfindet, eine Eigendynamik rund um die beiden Bühnen entwickelt. Die organische Grundform der ,Waben‘ soll bewusst sowohl im Kontrast zum geräumigen Zwischengeschoss des ehemaligen Gymnasiums in der Dechanatstraße stehen, in dem heute der Fachbereich ,Musik‘ untergebracht ist, als auch Herzstück des sieben Meter hohen Atelierraums im Speicher sein.“

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Fotos: Raphael Sbrzesny

Stand: 30. Januar 2019