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„Red Grid–Shared Space“ mit ID Design Talent Award ausgezeichnet

„Red Grid – Shared Space“
mit iF Design Talent Award ausgezeichnet

Hochschulübergreifendes Kooperationsprojekt gewinnt in Kategorie „Best of the Year 2018“

Das jährlich stattfindende Kooperationsprojekt „INTERSPACE“ – 2018 unter dem Thema „Die kreative Stadt“ – stellte die Gelegenheit dar, sich Gedanken zur innovativen und effizienten Nutzung von Raum für kreative Aktivivitäten zu machen. Folgende Fragen standen auf der Agenda für junge Architektur- und Designstudierende und künftige Stadtentwickler*innen: Wie soll Bremen wachsen? Wie muss eine Stadt beschaffen sein, um attraktiv für Absolvent*innen, Studierende, lokale und ferne Fachkräfte und Existenzgründer*innen zu sein? Welcher Nährboden muss angeboten und welche Bedingungen erfüllt sein, damit kreatives Potenzial zum Treiber und Magneten für Stadtentwicklung werden kann? Was wird aus dem „Roten Dorf“? 120 Container als temporäres Obdach für Geflüchtete werden dafür in Zukunft nicht mehr benötigt. Sie sollen von ihrem bisherigen Standort weichen und stehen damit für eine neue Programmierung zur Verfügung. Lässt sich aus der Konfiguration der Containereinheiten ein neuer Impuls für die Stadt entwickeln? Ein kreativer Hotspot in der Stadt?
Immanent wichtige Fragen zu urbanen Planungskonzepten – in und für Bremen, aber auch über die Hansestadt hinausgehend.

Geliefert werden sollte eine Analyse der bisherigen Situation und die Entwicklung einer These zur „kreativen Stadt“. Daraufhin wurden die fünf Projektgruppen damit betraut, eine exemplarische Architektur für einen konkreten Ort, ggf. unter Weiternutzung der Wohncontainer des „Roten Dorfes“ in der Überseestadt zu entwickeln. Diese für Geflüchetete bereitgestellte Übergangswohngelegenheit in der Überseestadt wird in naher Zukunft abgebaut, die Container sollten also im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens einer anderen Benutzung zugeführt werden. Anschließend fand die Präsentation vor der Jury am 29. Juni 2018 statt, der sich vom 30. Juni bis zum 15. Juli 2018 die Ausstellung und Erprobung der Vorschläge im Reallabor CityLab anschloss.

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Die Projektgruppe „Red Grid“ wurde nun für ihre Einreichung mit dem iF Design Talent Award ausgezeichnet, vergeben vom iF Design World Guide.
Die drei Studierenden der HfK Bremen und der HSB stellten den Gedanken des Teilens über ihr Projekt: „Sharing is the new buying“. Bremen wird als Demonstrationsstadt genutzt. Einzelne oder in Kleingruppen konfigurierte Container werden im Stadtgebiet an diversen geeigneten Orten temporär aufgestellt und von Nutzern im Sinne einer ‚kreativen Stadt‘ betrieben. Die Inhalte dieser realen kreativen Hot-Spots werden von den Forderungen und Bedüfnissen der Anwohner bestimmt. Eine mobile App unterstützt das Konzept. Alle Benutzer*innen (Betrieber*innen und Nutzer*innen) geben bereits während der Bewerbung oder Einrichtung der Hot-Spots Informationen aus und stellen Kommunikation und Interaktion zwischen Personen mit neuen Hotspots und Aktivitäten her. Diese Container bieten Shared Space für Menschen. Mit Kreativität werden die Entwicklungsbedürfnisse Bremens erweitert und verbunden. Ob Sprachtrainings, Kunstausstellungen, Handwerksangebote, Bildung oder Kinderbetreuung, ob Spielen, Lernen oder Arbeiten, jeder Hot-Spot ist ein kleiner Co-working Space für kreative Zwecke.

„Red Grid“ setzt sich zusammen aus Lingxi Ji (Hochschule für Künste Bremen, Master-Studio System und Interaktion ) sowie Stina Strangmann und Jule Viets (beide Hochschule Bremen, School of Architecture). Initiiert und betreut wurde das Projekt von HfK-Professor Detlef Rahe und HSB-Professor Ulrike Mansfeld. Als Lehrbeauftragte wirkten 2018 Benjamin und Jan Wirth sowie Ema Sauramo als künstlerische Assistenz mit.

Fotos © HfK Bremen

8. Mai 2019