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Tagungsband "Musik und Homosexualitäten" erschienen

November 2021

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Ist die Homosexualität von Komponist:innen hörbar?

Forschungen zu Musik und Gender umfassen auch die Frage nach der Relevanz von Homosexualität für das Leben, Denken und Schaffen komponierender, musizierender und rezipierender Menschen.

In der musikhistorischen Biographik hat dieser Aspekt seinen Raum bereits gefunden. Jetzt legen Michael Zywietz, HfK-Professor für Musikgeschichte, und  seiner Kollegin Kadja Grönke von der Universität Oldenburg das Buch „Musik und Homosexualitäten“ im Textem-Verlag vor, das mit 25 Beiträgen die Ergebnisse zweier Bremer Tagungen zu dem Thema vereint.

Für die Schriftfassung wurden die Beiträge drei Themenbereichen zugeordnet: „Musikwissenschaftliche Homosexualitätenforschung“ zielt auf Methodenfragen und Fachgeschichte. Der Abschnitt „Fallbeispiele“ widmet sich Musik-Akteur:innen vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Das abschließende Kapitel, „Manierismen“, verbindet Homosexualitätenforschung mit Manierismus-Konzepten unterschiedlicher geistes- und kulturgeschichtlicher Disziplinen.

Auf die Frage, ob die Homosexualität von Komponist:innen in ihrer Musik hörbar werde, antwortete Michael Zywietz der „taz“: „Als Merkmal der Musik wird vermutet, dass die Manieriertheit, also die Übersteigerung der Komposition, auf die Homosexualität der Komponist:innen hindeutet.“