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Neue Nationalgalerie zeigt Rosa Barbas „In a Perpetual Now“

Auflösung und Neudefinition fester Vorstellungen von Zeit, Raum oder Dingen

Der Bau wird als Wahrzeichen moderner Architektur gefeiert. Unter dem Motto „So viel Mies wie möglich“ sanierten David Chipperfield Architects sechs Jahre lang die von Mies van der Rohe entworfene Neue Nationalgalerie in Berlin. Sie präsentiert zur Wiedereröffnung neben der Ausstellung „Alexander Calder - Minimal / Maximal“ auch unter dem Titel „In a Perpetual Now“ verschiedene Arbeiten die Calder-Preisträgerin Rosa Barba, HfK-Professorin für Erweiterte Ideen von filmischen Räumen und konzeptuelle Fotografie. Neben zentralen Stücken ihres Gesamtwerks der Jahre 2009 bis 2021 wird auch ein neuer Film gezeigt, der anlässlich der Ausstellung entstanden ist.

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Die raumgreifende Stahlkonstruktion nimmt in ihrer architektonischen Struktur Bezug auf ein frühes, nicht realisierten Gebäude von Mies van der Rohe, „Landhaus aus Backstein“, und zeigt insgesamt 15 filmische und skulpturale Werke. Die eigens für die Architektur der Neuen Nationalgalerie entwickelte räumlich-architektonische Konstruktion folgt dem Prinzip der filmischen Montage, die eine Schlüsselrolle im Werk der Künstlerin einnimmt.

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Rosa Barba dazu in einem Gespräch mit „Kulturnews“: „Architektur ist in diesem Zusammenhang nicht nur dreidimensionaler Raum, sondern ein zeitlicher Prozess, der sich ständig aktualisiert, der sich in der Bewegung und Wahrnehmung von Subjekten konstruiert und damit selbst beweglich bleibt. Mehr noch: Architektur soll hier Räume für unvorhergesehene Resonanzen zwischen dem entwerfenden Subjekt und sozialen Gemeinschaften, Körpern in Bewegung, und ihrem Lebensumfeld schaffen.Der avantgardistische abstrakte Film und Mies‘ architektonische Arbeit kann als gegenseitige Inspirationsquellen innerhalb des Beziehungsgeflechts zwischen Architekten, Intellektuellen und der künstlerischen Avantgarde gesehen werden. Ich beschäftige mich mit dieser filmischen Perspektive van der Rohes.“ Also der sequentiellen Komposition von Formen in der Architektur und im abstrakten Film, die auch auf die Bauhaus-Bewegung richtungsweisend war.

Hier eine kleine Presseschau zu der Ausstellung:

Tagesspiegel

Die Welt

Berliner Zeitung

Süddeutsche Zeitung

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Monopol

New York Times

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Fotos: Rosa Barba / VG Bild-Kunst, Bonn

Porträt: Sara Masüger

Termine
Neue Nationalgalerie zeigt Rosa Barbas „In a Perpetual Now“

22. August 2021 - 16. Januar 2022