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Diplomausstellung IV - Eszter Forgács, Konstanze Spät, Florian Witt

Diplomausstellung IV 2021 Wintersemester

Eszter Dora Forgács, Konstanze Spät, Florian Witt - ver-aus,zu;hin:vor.

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Weitere Information zu Arbeiten aus den Diplomausstellungen 2021:

Vom 21. Januar bis April stellen Absolvent*innen des Studiengangs Freie Kunst im Rahmen der Diplomausstellungen 2020 an unterschiedlichen Orten ihre Abschlussarbeiten aus: im Speicher XI, in der Galerie der Dechanatstraße, in der Galerie Mitte und am Tor40 am Güterbahnhof. Da die Diplomausstellungen aufgrund der Hygieneregelungen leider nicht öffentlich sein können, geben wir hier sukzessive Einblicke in die Arbeiten von Malerei und Zeichnung über Installation und Plastik bis hin zu Film und Performance.

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Eszter Dora Forgács - Schlauch- Tube

05. bis 08.02.2021, Tor 40, Beim Handelsmuseum

Jetzt seit der Einschränkung der Mobilität hören wir neue Sounds der Natur und aber auch neue also andere urbane Sounds, die wir zuvor weniger bewusst wahrgenommen haben. Diese Erkenntnis habe ich genutzt und bin rausgegangen und habe aufgezeichnet: Geräusche von Tieren, von der Natur.

Seit der Pandemie hat sich unsere Wahrnehmung radikal verändert, besonders die der Zeit. Einerseits empfinden wir einen totalen Stillstand und stellen aber gleichzeitig fest, dass unglaublich viel passiert, paradox! Es erinnert an das Bewegungsparadox nach Zenon zur Verteidigung des Parmenides. Nehmen wir das Beispiel des Pfeils in der philosophischen Frage von Beobachtung und Bewegung: „Hier müssen wir uns einen fliegenden Pfeil vorstellen. Zu jedem Zeitpunkt befindet sich der Pfeil an einem bekannten Punkt in der Luft. Wenn dieser Moment keine zeitliche Ausdehnung hat, hat der Pfeil „keine Zeit“, sich zu bewegen, also muss er in Ruhe sein. Durch eine ähnliche Logik kann man sehen, dass er in den folgenden Momenten in Ruhe ist. Da dies jederzeit gerechtfertigt sein kann, kann sich der Pfeil überhaupt nicht bewegen: Seine Bewegung ist nur eine Illusion.
Auf dieser Grundlage argumentiert Zenon, dass Bewegung nur eine Illusion ist, sie existiert nicht wirklich, daher ergibt es keinen Sinn, über Geschwindigkeit oder ihre Grenzen zu sprechen.“

Das ist das Paradoxon der Bewegung und Beobachtung eines Pfeils. Wenn wir noch Henri Bergson zurate ziehen, stellen wir fest, dass es neben diesem Paradoxon auch noch das Problem der individuellen oder persönlichen Wahrnehmung geht: Die äußere oder objektive (?) Zeit vollzieht in einem anderen Tempo als die persönliche also subjektive. Was sich einerseits sehr schnell (objektiv) entwickelt, kann andererseits gar nicht schnell genug und also viel zu langsam geschehen: Die Entwicklung eines Impfstoffs zur vermeintlicher Rückkehr in die „Normalität“.

Soundstücke aus/zu der Arbeit: www.soundcloud.com/user-691049096/sets/eszter-forgacs-diplom-sounds
www.soundcloud.com/user-691049096/sets/eszter-forgacs-diplom-sounds-2

Video-Dokumentation:
https://youtu.be/wcad3V8stEc

https://vimeo.com/user59493869

https://soundcloud.com/forgacs-eszter

www.instagram.com/eszterdoraforgacs

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Ausstellungsfotos: Ana Rodriguez Heinlein

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Konstanze Spät - Scenes of Oscillation

05. bis 08.02.2021, Galerie K', Alexanderstraße 9b

Scenes of Oscillation ist ein Befragung von Migrations- und Integrationsprozesses - Momenten von Bewegung und Sesshaftsein -, zwischen dem sogenanntem postsowjetischem und deutschen Raum.
Den Verknüpfungen von Zeit, Erinnerung und Raum in ihrem eigenen Körper, als auch den von nicht humanen Entitäten drumherum, nachspürend, entspringen ihre Nachforschungen von verwirrend fragmentierenden Erfahrungen mit Geschichtserzählungen und Identitätskonstruktion im Privaten wie Öffentlichen.
In gestreamten Live-Soundperformances, Zeichnungen,Texten und zeitweiligen, beweglichen Installationen, welche durch intensive Zeugengespräche und andere Recherchequellen geprägt sind, versucht Konstanze traumageprägte Momente als auch verinnerlichte koloniale Dimensionen innerhalb der Migrationsgeschichte, in die sie hineingeboren ist, zurückzuverfolgen.

Scenes of Oscillation (Prologue_ Displaced) konzentriert sich auf die Migration von Deutschen in annektierte Gebiete im Russischen Reich der Zarin Katherina der II und dessen Nachwehen ins Heute. Dabei werden Aspekte von Sprach_losig_keit, Un_sichtbar_keiten und Entrücktsein in Raum, Körper und Klang aufgegriffen. Inwiefern sich das im Rahmen des Diploms manifestiert, hängt im Moment von dem weiteren Verlauf der aktuellen Krise und nötigen Vorsichtsmaßnahmen ab.

Konstanze Spät ist Künstlerin, Fotografin und Filmemacherin. Sie entwickelt Räume, Situationen und Szenarien, in denen sie Themen im Bereich von Körper- und Machtpolitken verhandelt. Das geschieht meistens in Form von komplexen, sinnlichen Rauminstallationen, welche die betrachtende Person aus ihrer distanzierten Rolle herauslocken und sie zu einem aktiven Teil eines ephemeren Biotops werden lassen.

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Ausstellungsfotos: Ana Rodriguez Heinlein

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Florian Witt

05. bis 08.02.2021, Tor 40, Beim Handelsmuseum

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Ausstellungsfotos: Ana Rodriguez Heinlein

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Ausstellungsgrafiken: Dominik Hirtel