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HfK-Jazzclub-Session in der Wintersemestersaison 2021/22

Spiel ohne Grenzen im Jazzclub

Zum ersten HfK-Jazzclub im frisch renovierten Mensa-Kellerraum der HfK an der Dechanatstraße gaben sich fünf ehemalige Studierende die Ehre zur Jam-Session.

Und 168 Besucher:innen kamen. Ein angenehm durchmischtes, 20- bis 60-jähriges internationales Publikum, darunter viele HfK-Studierende. Statt alkoholfreiem Bier wurde sehr viel Rot- und Weißwein sowie der modische Aperol-Spritz-Mix getrunken. Große Freude herrschte auf und vor der Bühne, endlich wieder Musik live spielen und kopräsent erleben zu können.

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Für Sicherheit sorgen die zeitgemäßen 2-G-Regeln und ermöglichen nach der Einlasskontrolle auch eine plauderig vitale und doch neugierig aufmerksame Konzertatmosphäre, dürfen sich doch alle ohne Maske und Abstand nach Clubabendlust vergnügen: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein“, wie schon der olle Goethe menschliches Getümmel feierte. "Richtig gute, ja, partymäßige Stimmung, das war toll, auch dass das musikalische Niveau bis 1 Uhr nachts sehr hoch blieb und der Sound viel, viel besser ist als vor der Renovierung, also ein wirklich beglückender Abend", konstatiert Kontrabassist Michael Haupt nach seinem Konzert.

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Der einst etwas runtergerockte, eher triste, jetzt aber neu gestaltete Mensa-13-Keller ist nach zweieinhalbjähriger Pause ab sofort jeden Dienstag, ab 20 Uhr, wieder Jazzclubkeller. Und wirkt noch jazziger als zuvor. Durch die entputzten Säulen und freigelegtes Mauerwerk hat der Ort an Coolness und Underground-Charme gewonnen, das neue Mobiliar bietet mehr Sitzplätze als zuvor, die Lichtstimmung ist schummrig gemütlich wie eh und je. Das zur Premiere aufspielende Alumni-Ensemble bestand aus: Erik Konertz (Posaune), Jan-Olaf Rodt (Gitarre), Jannik Stock (Schlagzeug), Michael Haupt (Kontrabass) und Oli Poppe (Klavier). Ihre zelebrierte Leidenschaft: natürlich Jazz.

Im 20. Jahrhundert war es die coolste und aufregendste Musik, die sich um nichts geschert hat. Heutzutage wird ihr vielfach Tribut gezollt, ohne noch sonderlich modern zu sein. Andererseits ist Jazz aber sehr zeitgemäß durch das grenzenlose Spiel miteinander. Geht es doch um Inklusivität in der Improvisation, also der Freiheit, Flexibilität und Spontanität einer musikalischen Kommunikation diverser Individuen. Dies ist und bleibt das konstituierende Merkmal des Jazz. Das Alumni-All-Star-Quintett bewies das in der Auseinandersetzung mit Standards wie "Caravan" von Duke Ellington und "Rhythm-a-Ning” von Thelonious Monk. Wie das klang? Hier ein kurzer Video-Spot.

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Die Jazzclub-Sessions werden von Oli Poppe organisiert und finden statt im Wintersemester 2021/22 jeden Dienstag – los geht es um 21 Uhr, Einlass ist ab 20 Uhr – in der Mensa 13, Dechanatstr. 13-15.

Eintritt für nicht Studierende: 3 Euro
Eintritt für Studierende: 1 Euro
Karten gibt es an der Abendkasse.
Bei den Veranstaltungen gelten die 2-G-Regeln, nur Geimpfte und Genesene haben Zutritt.

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Am 19. Oktober spielt das Quartett von Christopher Olesch im Jazzclub. Inspiriert von Platten wie „Like Minds" von Gary Burton oder „VINE" von Chris Cheek hat der Vibraphonist eine Band zusammengestellt, welche eine Auswahl seiner momentanen Modern-Jazz-Lieblingsstücke präsentieren wird. Mit Fender Rhodes und Vibraphon, welche durch ähnliche Klangregister, einen warmen, breiten und glockigen Klang erzeugen. Die Kompositionen stammen unter anderem von Kenny Kirkland, Bill Frisell und Chris Cheek.

Besetzung: Christopher Olesch (Vibraphon), Moritz Schöwing (Fender Rhodes), Magnus Bodzin (Kontrabass) und Elias Schlieper (Drums).

Am 26. Oktober präsentiert der HfK-Jazzclub ein Konzert mit Dozenten der Jazzabteilung. Es werden eigene Kompositionen und „Perlen des Great Jazz Book“ zelebriert.

Besetzung: Prof. Martin Classen (Klarinette, Saxofon), Prof. Markus Schieferdecker (Kontrabass), Oli Poppe (Klavier) und Christian Schönefeld (Schlagzeug).

Am 2. November wird das Hamburger Daniel Hirth Quartett zu Gast sein. Angekündigt ist Contemporary Jazz mit genreübergreifenden Einflüssen. Im Juni 2020 erschien Daniel Hirths Debutalbum „Auf ein Wort“, auf dem vom Trio bis hin zum Quintett verschiedene Besetzungen zu hören sind.

Die Besetzung für den Jazzclub: Daniel Hirth (Gitarre), Max Rademacher (Tenorsaxofon), Christian Müller (Bass) und Moritz Hamm (Schlagzeug). Eigentlich stände die ehemalige HfK-Studierende Lisa Wulff am Bass, sie ist aber hochschwanger und kann deswegen nicht mitmachen.

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Fotos: Lukas Klose