Top of page

Meisterschüler*innen Luisa Eugeni und Mattia Bonafini ausgezeichnet

Meisterschüler*innen Luisa Eugeni und Mattia Bonafini ausgezeichnet

Werk „Das Stehende Sein“ gewinnt Karin Hollweg Preis 2019

Zur Eröffnung der HfK-Meisterschüler*innen-Ausstellung ¯\_(ツ)_/¯ in der Weserburg wurde auch der Karin Hollweg Preis für Freie Kunst verliehen. Ausgewählt hat die berufene Jury aus den vertretenen HfK-Meisterschüler*innen das Duo Luisa Eugeni und Mattia Bonafini. Für ihre Multimedia-Arbeit „Das Stehende Sein“ erhalten die beiden die Möglichkeit einer Einzelausstellung und ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro.

Bonafini-Eugeni1_web.jpg

Luis Eugeni und Mattia Bonafini © Ricardo Nunes

Bonafini-Eugeni2_web.jpg

„Das Stehende Sein“ © Ricardo Nunes

Begründung der Jury:
„Die Jury freut sich, den Karin Hollweg Preis 2019 an Mattia Bonafini und Luisa Eugeni zu vergeben. Ihre multimediale Arbeit ‚Das Stehende Sein‘ zeichnet sich durch eine präzise formale Umsetzung und souveräne räumliche Inszenierung aus. Sound, Performance, Video und installative Elemente verbinden sich zu einem offenen Gesamtgefüge, das zur Partizipation der Betrachter*innen einlädt. Die transdisziplinäre Kollaboration von Bonafini und Eugeni unterstreicht dabei eine besondere Qualität der Hochschule für Künste in Bremen, deren vielgestaltige Studiengänge solche grenzübergreifenden Werke möglich macht.
‚Das Stehende Sein‘ von Bonafini und Eugeni bezieht darüber hinaus auch die Geschichte des Raumes und die architektonische Situation vor Ort auf kluge Weise ein. Die Arbeit führt verschiedene Referenzpunkte fragmentarisch zusammen, ohne in ein Narrativ zu verfallen. Auf diese Art reflektiert sie formal wie inhaltlich überzeugend die Unmöglichkeit von Kommunikation.
Die Jury beglückwünscht Mattia Bonafini und Luisa Eugeni!“

Jury 2019:
Regina Barunke (GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst), Janneke de Vries (Weserburg Museum für moderne Kunst), Wolfgang Hainke (Künstler, Bremen), Dr. Eva Fischer-Hausdorf (Kunsthalle Bremen), Dr. Arie Hartog (Gerhard Marcks Haus), Dr. Andreas Kreul (Karin und Uwe Hollweg Stiftung), Dr. Ingmar Lähnemann (Städtische Galerie Bremen), Nadja Quante (Künstlerhaus Bremen), Dr. Annett Reckert (Städtische Galerie Delmenhorst), Dr. Frank Schmidt (Museen Böttcherstraße)

Das ausgestellte Werk:
Mattia Bonafini / Luisa Eugeni
Das Stehende Sein, 2019
Multimedia-Installation (Video, Audio, Performance)
Video ca. 35 Min.

Luisa Eugeni (*1987 in Assisi, Italien) schloss 2011 ein Studium der Politikwissenschaften an der Università degli Studi di Perugia (Italien) ab mit einer Abschlussarbeit in politischer Philosophie über das Thema „Staat, Individuum und Freiheit in den Werken von John Stuart Mill“. Nach einem Jahr in London, wo sie an dem South Thames College studierte, ist sie 2013 für das Kunststudium nach Deutschland gezogen. Sie studierte in der Klasse Intermediale Fotografie bei Professorin Rosa Barba an der Hochschule für Künste Bremen, bei der sie 2018 ihr Diplom ablegte. 2014 erhielt sie ein DAAD-Reisestipendium nach Guelph, Kanada. Seit 2016 ist Luisa Eugeni Stipendiatin des Cusanuswerks. Die letzten Jahre sind geprägt durch längere Auslandsaufenthalte, internationale Ausstellungen, artist residencies und eigene Kunstprojekte u. a. in Deutschland, Kanada, Italien und China. Seit 2017 realisierte die Künstlerin mehrere Arbeiten in Kollaboration mit dem Ensemble des Bremer Theaters.

Mattia Bonafini (*1980 in Legnago, Verona, Italien) studierte als Meisterschüler an der HfK Bremen Bildende Kunst bei den Professoren Markus Löffler und Andree Korpys. In Bremen studierte er zudem elektroakustische Komposition bei Prof. Kilian Schwoon sowie bei Francesco Giomi und Lelio Camilleri in Bologna und bei Andrew Bentley in Helsinki. Darüber hinaus studierte er Instrumentalkomposition bei Carlo De Pirro in Rovigo und Paolo Aralla in Bologna. Bebo Ferra war sein Jazz-Gitarrenlehrer in Mailand. Bonafini arbeitet mit elektronischer und instrumentaler Musik, Video und Licht. Sein Fokus liegt auf leisen, langen und sich langsam entwickelnden Klängen. Zuletzt arbeitete Mattia Bonafini an der Verbindung von Klang und Licht, Videos und Sprache.

Der Karin Hollweg Preis ist einer der bedeutendsten und höchstdotierten Förderpreise aller Kunsthochschulen in Deutschland. Ermöglicht wird er dank der großzügigen Unterstützung der Karin und Uwe Hollweg Stiftung. Der Preis ist mit 15.000 Euro ausgewiesen, wobei eine Hälfte als Preisgeld direkt an die Preisträger*innen geht, die zweite Hälfte ist für die Realisierung einer Einzelausstellung reserviert.

Eindrücke zur Eröffnung der HfK-Meisterschüler*innen-Ausstellung ¯\_(ツ)_/¯ in der Weserburg am 24. Mai 2019 © Lukas Klose

Zu sehen ist die Arbeit der Preisträger*innen Mattia Bonafini und Luisa Eugeni im Rahmen der Ausstellung „¯\_(ツ)_/¯ Meisterschüler*innen der Hochschule für Künste Bremen. Karin Hollweg Preis 2019“ (25. Mai – 11. August 2019) in der Weserburg Museum für moderne Kunst.
Künstler*innen der Ausstellung: Tobias Becker, Mattia Bonafini, Luisa Eugeni, Sara Förster, Hairihan, Vincent Haynes, Luan Lamberty, Alina Lusici, Paula Hurtado Otero, Rima Radhakrishnan, Hassan Sheidaei, Irene Strese, Jonas Vauth, Sören Weigel, Michael Wilke und Lukas Zerbst. Kuratiert von Ingo Clauß.
.

27. Mai 2019