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Nicolas Fehr ist unter den Finalist:innen für das Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium

Kunst an der Schnittstelle von experimenteller Popmusik, Performance, bildender Kunst und Installation

Nicolas Fehr, Meisterschüler bei Prof. Raphael Sbrzesny, ist unter den diesjährigen Finalist:innen für das renommierte Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium.

Die Hauptauswahl wird am 1. und 2. September im Brücke-Museum Berlin stattfinden. Im Anschluss daran stellen die Künstler:innen ihre Arbeiten während des „Open House“ am 3. und 4. September 2022 der Öffentlichkeit vor.

Begründet wurde das Stipendium im Jahr 1975 durch Karl Schmidt-Rottluff, der sein privates Vermögen in eine Stiftung einbrachte. Sie kooperiert seit Beginn ihrer Arbeit mit der Studienstiftung des deutschen Volkes. Die Stipendiaten bekommen monatlich 1.200 EUR über eine Laufzeit von zwei Jahren und dürfen an Bildungsveranstaltungen der Studienstiftung teilnehmen. Eine gemeinsame Gruppenausstellung wird organisiert und ein Katalog am Ende der Förderzeit finanziert. Anschließend besteht die Möglichkeit, in die Studienstiftung aufgenommen zu werden.

Nicolas Fehr (*1989 in Frankfurt am Main) wuchs in Connecticut, USA, auf und zog als Teenager zurück nach Deutschland. Er studierte Medienkunst und Szenografie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe bei Omer Fast und Jonathan Beppler und anschließend Freie Kunst als Meisterschüler von Raphael Sbrzesny an der Hochschule für Künste Bremen.

Fehr arbeitet an der Schnittstelle von experimenteller Popmusik, Performance, bildender Kunst und Installation. Wiederkehrende Themen seines Schaffens sind Wahrnehmung und Erinnerung, Liebe und Lust, Leben und Tod, Imagination und Mystik. Oft entwickelt er Alter Egos und Narrative, die er in Performances und Installationen zur Aufführung bringt. So verwebt Fehr in seiner medienübergreifenden Arbeit „Movements That Are Hard To Replicate“, die während der Meisterschüler:innen-Ausstellung 2021/22 in der Weserburg präsentiert wurde, paranormale Aktivitäten, Zeitreisen, Feen, Männlichkeit, Fußball, Trap- und Folk-Musik in einer performativen Installation. Fokussiert werden Fragen nach der eigenen Biografie und Wünsche nach anderen, fluiden Lebensweisen jenseits eindeutiger Zuschreibungen von Geschlecht, Herkunft und sexueller Identität. Des Weiteren ist Fehr als Komponist und Performer im Tanz- und Theaterbereich tätig (Volksbühne Berlin, Schauspielhaus Wien, Ballet National de Marseille, Galerie Isabella Bortolozzi), in diversen Musikprojekten (Lea Porcelain, Jungstötter, Ilgen-Nur, Finn Ronsdorf) sowie als Sänger und Multiinstrumentalist der Avant-Pop-Band Ooi.

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Installationsansichten Nicolas Fehr: Meisterschüler:innenausstellung 2021/22 Weserburg Bremen. Fotos: Lukas Klose und Jiwoo Park

Portrait Nicolas Fehr. Foto: Letizia Guel