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Summer School in Durban, Südafrika

Prof. Heike Kati Barath und Dr. Kathrin Gollwitzer-Oh, als Teil des Organisationsteams, geben Einblicke in das Projekt.

Was ist das Ziel der Summer School?

Obgleich auch die fachlich-inhaltliche Arbeit rund um Themen der Bildfindung im und mit dem öffentlichen Raum in Zeiten von allgegenwärtigen digitalen Formaten im Zentrum steht, ist das wichtigste Ziel der Summer School das Ermöglichen und die Förderung des internationalen künstlerischen Austausches unter Studierenden und Lehrenden. Bei der praktischen künstlerischen Arbeit, dem Sprechen darüber, dem organisatorischen und zwischenmenschlichen Miteinander und den gemeinsamen Essen und Exkursionen werden wertvolle Erfahrungen gemacht und Erfahrungen ausgetauscht, die für die künstlerische und soziale Entwicklung der Studierenden und Lehrenden von unschätzbaren Wert sind. Dass dies in einem interkulturellen, interdisziplinären Kontext passiert und sowohl in Bremen an der HfK als jetzt auch an der DUT in Durban, hat einen unglaublichen Mehrwert.
Die Summer School “Painting, Drawing and the Digital in Public Space” in Durban ist die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Hochschulen, der Durban University of Technology und der Hochschule für Künste Bremen, die bereits im September 2020 online begonnen hat. Im Sommersemester 22 waren 9 Studierende und 4 Lehrende der DUT an der HfK in Bremen.
In den Workshops ging es um das gemeinsame Arbeiten an der Frage nach Potenzialen der Bildfindung von Malerei und Zeichnung im Zeitalter der digitalen Medien. In der Summer School in Durban wird der Fokus liegen, wie es Malerei und Zeichnung gelingen kann sich in Auseinandersetzung und /oder Kollaboration mit den digitalen Medien im öffentlichen Raum zu positionieren. Studierenden und Lehrenden können eine nuanciertere Perspektive einnehmen und rezente Ansätze zu diesem vielschichtigen Thema hinterfragen. In den Blick kommt damit insbesondere die Augmented Reality und das Projection Mapping, die in Animation und im explorativen Erschließen von hybriden Formaten weit über den Bereich der Malerei und Zeichnung hinausgehen.
Die örtliche Veränderung, die regionalen und kulturhistorischen Besonderheiten erweitern dabei das bisherige Spektrum der praktisch-künstlerischen Arbeit signifikant. So zielt die Summer School auf die Frage, welchen Veränderungen, welchen Verschiebungen Kunst medial und konzeptionell durch digitale Elemente, Technologie und Transformationen unterliegt und welche künstlerische Strategien im Umgang mit den komplexen Spannungsgefügen entwickelt werden können. Ziel ist, in transdisziplinärer Zusammenarbeit das komplexe Interaktionsfeld von Malerei, Zeichnung und Digitalem im öffentlichen Raum künstlerisch-inhaltlich und unter Einbeziehung von verschiedenen technologischen-medialen Traditionen wie Methoden neu zu erschließen.

Seit wann existiert das Projekt? Wie viele Jahrgänge haben schon daran teilgenommen?

Nach einer Antragstellung im Herbst 2019 haben wir die erste Förderung durch den DAAD für eine Sommerschule in Deutschland wie eine Sommerschule in Südafrika für das Jahr 2020 bekommen. Aufgrund der Corona-Pandemie war an einen Besuch aus Durban oder eine Reise nach Durban leider nicht zu denken. Der DAAD bot an, die Förderung umzuwidmen und die reale Summer School in eine virtuelle umzuwandeln. Wir nahmen dieses Angebot an und so fand im September 2020 die Online Summer School “Painting, Drawing and the Digital in Public Space” auf MS Teams statt. Teilgenommen haben 20 Studierende aus den Studiengängen FK, ID und DM der HfK und 20 Studierende aus den Studiengängen Fine Art, Fashion, Design und Jewellery Design der DUT.
Auch 2021 erhielten wir eine nochmalige Förderung, entschlossen uns jedoch schweren Herzens – nachdem abzusehen war, dass die Pandemie dies immer noch nicht zuässt – die Förderung zurückzugeben. Denn nach 2 Jahren Online-Lehre waren die Ressourcen und Kräfte erschöpft und wir konnten uns nicht vorstellen, noch einmal eine virtuelle Summer School abzuhalten.
Die erneute Bewerbung für das Summer School Programm des DAAD für 2022 war wieder erfolgreich und so konnten im Mai Studierende und Lehrende nach Bremen kommen und wir können nun im August nach Durban reisen.

Wie sieht das Programm aus?

Das Programm ist eine gut durchdachte Mischung aus Kennenlernen der Universität und des Hochschulsystems, der Stadt und dem Land sowie das Fortsetzen der praktischen Arbeit, die in Bremen begonnen wurde. Mit einführenden Workshops wird die Summer School starten, Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit ist nun die Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum. Schlüsselmaterialien werden verschiedene ortstypische Materialien sein, wie Stoffe, Perlen und Sand, die Basis der künstlerischen Arbeit ist die fortlaufende Notierung des Aufenthaltes in ein Skizzenbuch, Animation erweitert diese Aufzeichnungen in die Bewegung, AR und Projection Mapping werden für die Umsetzung in den öffentlichen Raum zum Einsatz kommen. Theoretisch-wissenschaftlich begleitet wird die Summer School von Prof. in Annette Geiger, Dr. Kathrin Gollwitzer-Oh und Prof. Themba Shibase.

Wer ist organisatorisch beteiligt? Wer nimmt teil?

Die ursprüngliche Idee eine Kooperation mit der Durban University of Technology ins Leben zu rufen entstand 2019 im Gespräch zwischen Marion Bösen, Patricia Lambertus und Prof. Heike Kati Barath. Schnell erweiterte sich diese Kerngruppe um Dr. Kathrin Gollwitzer-Oh, Ulrike Isenberg und Lorenz Potthast. Projektleiterin ist Prof. Heike Kati Barath in Zusammenarbeit mit Dr. Kathrin Gollwitzer-Oh. An der Planung und Durchführung der Summer School 2022 sind von Seiten der HfK Marion Bösen, Patricia Lambertus, Annette Geiger und Michael Weis beteiligt. Auf Seiten der DUT sind die Lehrenden Prof. Chris de Beer, Prof. Nic Human ,Prof. Kiara Gounder, Prof. Lee Scott und Prof, Themba Shibase. Bei der finanziellen Abwicklung unterstützt uns Kerstin Böger.
Die teilnehmenden Studierenden der Summer School 2022 sind von der DUT: Bianca Govender, Manqoba Bhengu, Lindiwe Mbambalala, Silindubuhle Mbele, Zandile Mbhele, Londeka Mseleku, John Sempe, Jess Bothma, Julia Whitby und von der HfK Bissan Badran, Ren Evora, Anastasiia Guzenkova, Kira Häring, Eghbal Joudi, Shoji Matsumoto, Haruka Mogi, Martha Skorupa und Camila Mejia Murillo.
Da der DAAD bei Summer Schools im Ausland lediglich die Förderung der Lehrenden vorsieht, die Teilhabe und Ausbildung von Studierenden, unabhängig von ihrem jeweiligen sozioökonomischen Hintergrund, erklärtes Ziel der HfK und dieses Vorhabens ist, war es notwendig für die Studierenden die finanziellen Mittel zu sammeln.
Gefördert wird der Aufenthalt der Studierenden von der HfK, namentlich dem Rektorat, dem Dekanat, der Stuko FK, dem Verein Partnerschaft Bremen-Durban e.V., dem Freundeskreis der HfK und verschiedenen privaten Förder*innen, die entweder durch den Kauf von AR-Postkarten der Studierenden oder den Kauf von Siebdrucken von Kati Barath die Reise unterstützen.