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Donnerstag | 25. November 2010

Auswärtiges Amt würdigt Bremer Netzwerk für ausländische Studierende

Von der Wohnungssuche bis zur drohenden Abschiebung

Von der Wohnungssuche bis zur drohenden Abschiebung – „Runder Tisch für internationale Studierende“ berät und unterstützt ausländische Studierende in Bremen

Der „Bremer Runde Tisch für internationale Studierende“ ist vom Auswärtigen Amt und dem Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) für seine „erfolgreiche Arbeit zur Beratung und Betreuung ausländischer Studierender“ im Land Bremen gewürdigt und mit einer Urkunde ausgezeichnet worden. Der „Runde Tisch für internationale Studierende“ ist ein gemeinsames Netzwerk, zu dem sich die Auslandsämter der Universität und der Hochschulen in Bremen, der evangelischen und katholischen Studentengemeinden, des Studentenwerks Bremen sowie des Vereins für Innere Mission und XENOS e.V. zusammengeschlossen haben. Gemeinsam beraten und unterstützen sie ausländische Studierende in den verschiedensten Lebenslagen und stellen ihnen wichtige Informationen zu Studium und Leben in Bremen zur Verfügung. Sie betreiben zudem eine gemeinsame Internet-Plattform „Hilfe für Internationale Studierende in Bremen“ (www.hist-bremen.de).

An den vier staatlichen Hochschulen in Bremen und Bremerhaven studieren aktuell ca. 5000 ausländische Vollzeit-Studierende. Sie bereichern das Campusleben an den Hochschulen und tragen zu einer bunten und lebendigen Vielfalt im Studienalltag bei. Gleichzeitig sind sie Problematiken ausgesetzt, die sie nicht immer allein bewältigen können. Zur Finanzierung ihres Studiums müssen viele nebenbei arbeiten. Aufgrund von Einschränkungen im Aufenthaltsrecht wird die Jobsuche jedoch für Studierende, die nicht aus den alten EU-Staaten stammen, erschwert. In Notfällen müssen Studierende sogar ihre Familien im Heimatland finanziell unterstützen. Diese Mehrfachbelastung durch finanzielle Sorgen, hohe sprachliche Anforderungen und Integration in ein komplett neues Umfeld führt nicht selten zu einer Studienverzögerung, die auch einen Studienabbruch nicht ausschließt.

Ein Schicksal wie das von Ahmadou Nkoma (Name geändert) aus Kamerun kann daher durchaus als exemplarisch gelten für die erfolgreiche Unterstützung ausländischer Studierender durch den „Runden Tisch für internationale Studierende“ und seine Mitglieder: Nach erfolgreichen Studium drohte Ahmadou Nkoma die Abschiebung aus Deutschland. Er hatte genau ein Jahr Zeit, um einen Job zu finden. Aufgrund der Wirtschaftskrise wurden jedoch alle seine Bewerbungen abgelehnt, und die Aufenthaltsgenehmigung drohte auszulaufen. Seine Sorgen erreichten ein Mitglied des „Runden Tischs“ und setzte so ein gut eingespieltes Räderwerk in Gang, um dem hoch qualifizierten Studenten doch noch weiterzuhelfen. Seine Aufenthaltsgenehmigung konnte um zwei Wochen verlängert werden. Und genau in dieser Zeit fand Ahmadou Nkoma ein Praktikumsangebot, das nach dem Vorstellungsgespräch direkt in eine Festanstellung umgewandelt wurde – unter anderem aufgrund seiner hervorragenden Französischkenntnisse. Ein neuer Lebensabschnitt in Deutschland kann beginnen.

Rückfragen: Susanne Schäfer International Office der HfK,

sschaefer@hfk-bremen.de, Tel: 0421 95 95 10 40