Das Ensemble „Volcania“ spielt trotz Corona-Pandemie seine erste CD ein
„Lebenssprudelnd und spritzig“Besetzung Ensemble Volcania:
Elisabeth Champollion – Blockflöte
Franciska Anna Hajdu – Violine
Henriette Otto – Violine
Yuko Hara – Viola
Jule Hinrichsen – Violoncello
Rüdiger Kurz – Kontrabass
Pedro Alcàcer Doria – Gitarre
Luise Enzian – Harfe
Alte Instrumente und Neue Musik passen nicht zusammen? Von wegen! Das beweist das Bremer Ensemble „Volcania“. Der neunköpfigen Gruppe werden sogar zeitgenössische Stücke auf den Leib geschrieben. Zwei davon spielen die Musikerinnen und Musiker ab Mitte Mai zusammen mit dem Gastsolisten Daniel Sepec (Violine, Konzertmeister Deutsche Kammerphilharmonie) im Bremer Sendesaal ein. Angesichts der Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie arbeitet Volcania im Bremer Sendesaal ab 19. Mai unter ganz besonderen Aufnahme-Bedingungen.
Das Repertoire für „Villa Vivaldi“ sitzt – trotz der langen Zwangsspielpause im Zuge der Corona-Pandemie. „Wir haben die Stücke schon im Programm gespielt.“ Dennoch geht das Gespann nicht ohne Vorbereitung in den Sendesaal. Vom 15. bis 18. Mai probt es zunächst in der Villa Sponte am Osterdeich.
Die Musikerinnen und Musiker sehnen das gemeinsame Spielen herbei. „Wir haben acht Wochen keine Musik gemacht. Da ist jetzt eine andere Dringlichkeit dahinter“, sagt die Flötistin. „Wir wollen die Musik in die Welt bringen. Das liegt uns allen sehr am Herzen.“
Ursprünglich sollte die durch Crowdfunding finanzierte CD im März in einer kleinen Kirche in Thüringen eingespielt werden. Alles war akribisch vorbereitet. Durch die Pandemie stand die Aufnahme auf der Kippe. Doch Champallion und ihre Mitstreiter gaben nicht auf und organisierten die Villa Sponte und den Sendesaal. Die Gruppe überwand zudem etliche bürokratische Hürden, um den in Südfrankreich festsitzenden Gitarristen Doria nach Bremen zu holen. Der Mexikaner mit spanischem Pass und italienischem Wohnsitz kam schließlich Ende April an der Weser an. Nach dessen Quarantänezeit nimmt „Volcania“ die Arbeit auf.
Auf der Sendesaalbühne können die Musikerinnen und Musiker locker den Mindestabstand einhalten. Das Ensemble wird im Halbkreis sitzen. „Ich hoffe, die Distanz wird nicht zu sehr ins Gewicht fallen, man hat ja trotzdem die Energie über 1,50 Meter.“
Obwohl der Sendesaal die Ausweichlösung ist, ist er nicht zweite Wahl. „Der ist sensationell. Wir haben ein Juwel in der Stadt.“
Am 20. Mai um 20.03 Uhr war die Gruppe live auf Deutschlandfunk Kultur mit ihrem Programm "Villa Vivaldi" zu hören.