„Ein einmaliger Schatz Bremens und der Region“
Norddeutsche Orgellandschaft weltweit einmaligNorddeutsche Orgellandschaft weltweit einmalig / HfK und Prof. Hans Davidsson planen internationales Orgelzentrum Bremen
Jeder sucht sie, jeder wünscht sie sich in der globalisierten Welt: Unverwechselbarkeit, Einmaligkeit, Exzellenz, herausragende kulturelle Leuchttürme. Neudeutsch in der Sprache des Marketings - das Alleinstellungsmerkmal, den unique selling point, kurz USP.
Bremen und seine Nachbarn in der Region verfügen über einen solchen unverwechselbaren einmaligen Schatz: Weltweit ist der Reichtum der norddeutschen Orgellandschaft einzigartig. Nirgendwo sonst gibt es eine solche Dichte und Qualität bei der Königin der Instrumente aller Epochen von der Gotik bis zur Moderne. Nirgendwo sind mehr Orgeln des größten Orgelbaumeisters des Barock, Arp Schnitger, erhalten als rund um Bremen in der Wesermarsch.
Die kirchenmusikalische Ausbildung mit dem wichtigen Schwerpunkt „Orgel“ ist seit langem wichtiger Bestandteil der Lehre am Fachbereich Musik der Hochschule für Künste Bremen. Gemeinsam mit renommierten und kompetenten Partnern in der Region wie auch international will die HfK nachhaltige Initiativen zu Erhalt, Pflege, Weiterentwicklung sowie zur wissenschaftlichen, künstlerischen und handwerklich-technischen Erforschung dieses kulturellen Schatzes der Region entfalten und damit auch zum verdienten Platz im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit verhelfen.
Ziele dieser Initiative, mit der Bremen als internationales Orgelzentrum entwickelt werden soll, sind u.a.
- Erforschung und wissenschaftliche Dokumentation der norddeutschen Orgellandschaft
- Veranstaltung hochkarätiger Orgelkonzerte in Bremen und der Region
- Erforschung und Rekonstruktion von historischen Techniken des Orgelbaus
- Forschungen zum Meister des Orgelbaus „Arp Schnitger“
- Stärkung der Exzellenz der künstlerischen Ausbildung
- Ausrichtung eines internationalen Orgelwettbewerbs
Mit der Berufung von Prof. Dr. Hans Davidsson ist es gelungen, einen international angesehenen Orgelvirtuosen und –forscher für Bremen und die Hochschule für Künste zu gewinnen. Hans Davidsson hat sich bereits in Göteborg (Schweden) und Rochester (USA) einen herausragenden Ruf als Künstler und Wissenschaftler erworben und große Orgelforschungs- und Rekonstruktionsprojekte koordiniert. Von 1995-2000 war er Direktor des Göteborg Organ Art Center und ist immer noch künstlerischer Direktor dieses Instituts wie auch künstlerischer Direktor der Göteborg International Organ Academy. Im Jahre 2001 wurde er als Orgelprofessor an die Eastman School of Music in Rochester, New York berufen und wurde gleichzeitig Direktor des Orgelprojekts Eastman Rochester Organ Initiative.
Das
Antrittskonzert von Hans Davidsson
„Ein Vierteljahrtausend nach J.S. Bach –
Die Passacaglia im Spiegel der Moderne“
findet am 19. März 2009, um 19 Uhr,
im St. Petri Dom, Bremen
statt. Das Konzert ist gleichzeitig Auftakt einer Orgelkonzertreihe in Kooperation der Bremer Dommusik und der Hochschule für Künste.