Erfolg für HfK beim Professorinnen - Programm von Bund und Ländern
Drei Professorinnen-Stellen werden für fünf Jahre aus Sonderprogramm finanziertDie Hochschule für Künste Bremen hat beim von Bund und Ländern ausgeschriebenen Professorinnenprogramm einen Spitzenplatz unter den bundesdeutschen Kunst- und Musikhochschulen erzielt. Begutachtet und bewertet wurden die jeweils vorgelegten Gleichstellungskonzepte der teilnehmenden Hochschulen, um verbindliche und chancengerechte Strukturen zur nachhaltigen Verbesserung der Karriereaussichten von Wissenschaftlerinnen zu erreichen. Das von der HfK vorgelegte Konzept wurde von der externen Sachverständigenkommission positiv begutachtet. Im Ergebnis erzielte die HfK das innerhalb des Professorinnenprogramms höchstmögliche Förderkontingent: Drei Professorinnen-Stellen an der HfK können damit in den nächsten fünf Jahren aus Mitteln des Professorinnenprogramms finanziert werden. Die dadurch freiwerdenden Mittel wird die HfK in innovative, gleichstellungsfördernde Maßnahmen investieren wie
- Erhöhung des Frauenanteils in wissenschaftlichen Spitzenpositionen
- Karriereförderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen
- Förderung von Studentinnen durch die Verbesserung der Beratungs- und Informationsangebote, insbesondere auch für Studienbewerberinnen
- Förderung von Absolventinnen beim Übergang in den Beruf
etc.
Damit hat die erfolgreiche Teilnahme am Professorinnenprogramm nicht nur positive Auswirkungen auf die Erhöhung des Frauenanteils in künstlerisch-wissenschaftlichen Führungspositionen, sondern auch auf weitere Maßnahmen zur Herstellung von Chancengleichheit.
Die aktive Förderung von Chancengleichheit von Frauen und Männern und die Umsetzung des Gleichberechtigungsauftrags aus dem Bremischen Hochschulgesetz ist fester Bestandteil in der Struktur- und Entwicklungsplanung der Hochschule für Künste. Insgesamt gibt es heute drei Frauenbeauftragte an der HfK: Eine Zentrale Frauenbeauftragte für den künstlich-wissenschaftlichen Bereich, eine Frauenbeauftragte für den Dienstleistungsbereich sowie ihr Stellvertreterin. Sie besitzen ein umfassendes Beteiligungs-, Beratungs- und Antragsrecht in allen Gremien und Entscheidungsprozessen der Hochschule. Unterstützt werden sie in ihrer Arbeit durch das "Referat für Chancengleichheit", das gleichzeitig als zentrale Anlaufstelle in allen gleichstellungspolitischen Belangen der Hochschule für Künste fungiert. Überzeugende Indikatoren für eine erfolgreiche Gender- und Diversity-Strategie an der HfK sind unter anderen:
- Der Anteil an Professorinnen in der HfK konnte seit 2004 von 20% auf 30% gesteigert werden.
- In den letzten drei Jahren wurden in 58% der abgeschlossenen Berufungsverfahren Frauen berufen.
Insgesamt ist das Professorinnenprogramm mit 150 Millionen Euro unterlegt und wird je zur Hälfte von Bund (Bundesministerium für Bildung und Forschung) und Ländern finanziert. 124 bundesdeutsche Hochschulen waren in zwei Antragsrunden erfolgreich, davon 12 künstlerische Hochschulen.
Kontakt:
Dörthe Warneke, 0421-95951269
d.warneke@hfk-bremen.de