Kunst hörbar, Musik sichtbar machen
Die HfK Bremen begrüßt als neue Professorin für Violine: Mayumi KanagawaDie HfK Bremen begrüßt eine neue Professorin für Violine: Berufen wurde Mayumi Kanagawa. Die US-amerikanisch-japanische Künstlerin, geboren 1994 in Frankfurt/Main, hatte seit dem Wintersemester 2023 bereits einen Lehrauftrag an der Hochschule. Ihre eigene musikalische Ausbildung wurde von Kolja Blacher, Yoshiko Nakura, Masao Kawasaki und Robert Lipsett geprägt. An der HfK schätzt sie eine warmherzige Atmosphäre, die Zeit und Freiraum biete, um im eigenen Tempo auch Wagnisse eingehen zu können. Gerade im Einzelunterricht will Kanagawa die Studierenden zu ihren individuellen Wegen führen, indem Talent, Fähigkeiten, Sehnsüchte entdeckt und zur Entfaltung gebracht werden. Für die soziale und künstlerische Entwicklung würde zukünftig auch verstärkt mit dem Fachbereich Kunst und Design kooperiert. Kanagawa plant, Ausstellungen und Konzerte, musikalische und performative Improvisationen zu koppeln – Kunst hörbar, Musik sichtbar zu machen.
Für die eigene Solistinkarriere nutzt die Violinistin ab sofort die vorlesungsfreie Zeit. Der Schwerpunkt ihres Repertoires deckt den Bereich von der Romantik bis ins 20. Jahrhundert ab, bis zu Alban Berg, Béla Bartók und Benjamin Britten. Ihr Antrittskonzert ist für den 22. Januar 2027, 18 Uhr, in der Galerie, Dechanatstraße 13-15, terminiert.
Kanagawas künstlerischer Anspruch ist, Partituren zu erden, ihnen eine Tiefe zu geben, wie sie sagt. Mit kräftigem Bogenstrich und einer phänomenalen Technik prunkt ihr Spiel daher mit einer auffallend satten, dunklen, edlen Tongebung. Derzeit spielt Kanagawa auf der Antonio-Stradivari-Geige „Wilhelmj“ aus dem Jahr 1725, die ihr von der Sasakawa Music Foundation zur Verfügung gestellt wird.