Auszeichnung
Donnerstag | 2. Juli 2026

Mahnmal gegen rechtsextreme Gewalt

Erster LVM-Kunstpreis geht an Prof. Natascha Sadr Haghighian
Das Werk „86° WALTER HALİT (2025)“ in Kassel. © Monika Schäfer-Althoff

Für ihr Werk „86° WALTER HALİT (2025)“ wurde Natascha Sadr Haghighian, HfK-Professorin für Bildhauerei, mit dem LVM-Preises für Kunst im öffentlichen Raum ausgezeichnet, den der Landwirtschaftliche Versicherungsverein Münster (LVM) erstmals ausgeschrieben hatte. Er ist mit 50.000 Euro dotiert und umfasst neben dem Preisgeld von 25.000 Euro eine Ausstellung auf dem LVM-Campus sowie Diskurs-Veranstaltungen in Münster sowie am Standort des ausgezeichneten Werks. 

Mit der weithin sichtbaren Installation auf dem Dach des Kasseler Regierungspräsidiums setze Haghighian ein künstlerisch herausragendes und zugleich eindringlich gesellschaftspolitisches Zeichen, teilt der LVM mit. Das Werk verstehe sich als unübersehbares Mahnmal gegen rechtsextreme Gewalt. Es erinnert an zwei Persönlichkeiten, deren Lebenswege und gewaltsame Tode untrennbar mit Kassel verbunden sind: den ehemaligen Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke und Halit Yozgat.