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Auszeichnung
Donnerstag | 19. Februar 2026

Die gewöhnliche Natur des Außergewöhnlichen

Auszeichnung für HfK-Alumna Hannah Wolf: Dokumentarfotografie-Förderpreis der Wüstenrot Stiftung
© VG Bild, Hannah Wolf, 2024, Bremen/Lemwerder, 2024, aus der Serie „Es gibt keine harmlosen Zivilisten", Digitalfotografie, Maße variabel

Die Wüstenrot Stiftung hat gemeinsam mit dem Museum Folkwang die mit 10.000 Euro dotierten Förderpreise für Dokumentarfotografie vergeben und zeigt die ausgezeichneten Arbeiten bis 7. Juni 2026 in der Staatsgalerie Stuttgart. Unter den vier Gewinner:innen ist HfK-Alumna Hannah Wolf.

Ihre Zweikanal-Videoprojektion „Die Dialektik dieser Arbeit“ beschäftigt sich mit der Rüstungsindustrie in Deutschland. Im Zentrum stehen die Architekturen der anonymen Zweckbauten, die sich scheinbar nahezu perfekt in die Städte und Peripherien eingefügt haben.

Jurymitglied René Hartmann betont, Hannah Wolf untersuche die dialektische Natur von Gewalt: „Sie stellt fest, dass Gewalt/Krieg zur Zerstörung führt, in manchen Fällen aber auch zur Freiheit. Krieg wird mit Waffen geführt, die in Fabriken auf der ganzen Welt hergestellt werden. Einige davon befinden sich in Bremen, Deutschland, untergebracht in gewöhnlichen, fast langweiligen Orten. Das ist einer der Hauptpunkte ihres Projekts: die gewöhnliche Natur des Außergewöhnlichen.“

SigSauer (liquidiert), Eckernförde, Videostill aus "Die Dialektik dieser Arbeit", 2025, 
Zweikanal-Videoprojektion, ca. 20 Minuten
SigSauer (liquidiert), Eckernförde, Videostill aus "Die Dialektik dieser Arbeit", 2025, Zweikanal-Videoprojektion, ca. 20 Minuten © Hannah Wolf