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Die Hochschule für Künste Bremen öffnet ab dem 1. Februar das Bewerbungsportal für das Wintersemester 2026/27.

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Montag | 27. April 2026

Verstärkung in der Lehre

Neue Professuren und Antrittsveranstaltungen im Sommersemester 2026
Katharina Nejdl
Katharina Nejdl © Louisa Stickelbruck

Die HfK Bremen startet mit personeller Verstärkung in das Sommersemester 2026: Zwei Professuren wurden neu besetzt, zudem stehen mehrere Antrittsveranstaltungen auf dem Programm.

Nach der philosophischen Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Fahim Amir folgt im Mai bereits die nächste Antrittsvorlesung im Fachbereich Kunst und Design. Seit dem 1. April 2026 ist am Standort Speicher XI mit Katharina Nejdl die Professur für Kommunikationsgestaltung im Integrierten Design wiederbesetzt. In der Dechanatstraße übernimmt Mario Häring die Professur für Klavier. 

Bereits am Mittwoch, den 13. Mai, hält um 19:00 Uhr Prof. Katharina Nejdl ihre Antrittsvorlesung im Auditorium, Speicher XI 8. Als Designerin, Entwicklerin und Dozentin interessiert sich Nejdl für den Einsatz digitaler Technologien als Werkzeug des Grafikdesigns. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich u. a. mit Fragen wie: Wie sieht eine digitale Publikation aus? Welche Formen nehmen wir online an? Und kann KI Plakate entwerfen? 

Prof. Setareh Shahbazi auf der Semesterbegrüßung zum Sommersemester 2026
Prof. Setareh Shahbazi auf der Semesterbegrüßung zum Sommersemester 2026 © Gesa Jürß/Hfk Bremen

Am Mittwoch, den 1. Juli 2026, findet um 18:00 Uhr die Antrittsveranstaltung von Prof. Setareh Shahbazi statt. Sie trat bereits zum vergangenen Wintersemester ihre Professur für Intermediale Fotografie an der HfK Bremen an. Eine ausführliche Vorstellung von Prof. Shahbazi folgt im Zuge ihrer Antrittsveranstaltung.  

Mario Häring
Mario Häring © Zuzanna Specjal

Die vorlesungsfreie Zeit an der HfK Bremen leitet Prof. Mario Häring mit seinem Antrittskonzert (Klavier) am Mittwoch, den 8. Juli 2026, um 18:00 Uhr ein. 

Auf die Fragen, warum sich Häring für die HfK Bremen entschieden hat und welche zukünftigen Pläne und Wünsche er für seine Lehre hat, antwortete Häring: „Über den Ruf an die HfK Bremen habe ich mich sehr gefreut, weil ich schon in den ersten Gesprächen eine offene und sehr herzliche Atmosphäre erlebt habe. Besonders angesprochen hat mich das junge, motivierte Kollegium und die Vielfalt der Studiengänge, aus der sich viele spannende gemeinsame Ansätze ergeben können. In meiner Lehre möchte ich einen Rahmen schaffen, in dem Neugier und eigene Ideen ernst genommen werden. Studierende sollen ihren eigenen Zugang zur Musik entwickeln und schärfen können und dabei zunehmend unabhängig werden. Der Austausch spielt dabei eine große Rolle, etwa in der Kammermusik, ebenso wie die Freiheit, eigene Wege auszuprobieren.“

Seit 2017 arbeitet Katharina Nejdl als freiberufliche Grafikdesignerin und Entwicklerin und gestaltet Printpublikationen, Plakate und Corporate Identities sowie Websites und interaktive Installationen für den Kunst- und Kultursektor. Ihre Forschung befasst sich mit digitalen redaktionellen Formaten, KI-gesteuerten Designprozessen und dem kritischen Einsatz von Code als kreative Methode.

2019 war sie Mitbegründerin von ­ – einem digitalen Literaturmagazin, das sich mit Lese-, Schreib- und Veröffentlichungspraktiken im Internet auseinandersetzt. Die sechs Ausgaben behandeln Themen wie Partizipation, Übersetzung und Berührung. Ihre Designforschung umfasst zudem Projekte, die Analoges und Digitales durch Augmented Reality verbinden, digitale Gemeinschaftsräume untersuchen und unsere Beziehung zum Bildschirm reflektieren.

Katharina Nejdl studierte am Sandberg Instituut Amsterdam, an der UdK Berlin sowie an der ZHdK Zürich. Für ihr Projekt „Creative Coding as a Tool for Design“ erhielt sie 2023 das Stimulerings Talent Development Grant und entwickelte GridType, ein rasterbasiertes parametrisches Schriftwerkzeug. Sie hält Vorträge und Workshops und unterrichtete an verschiedenen Kunst- und Designhochschulen, unter anderem an der Burg Halle, der HfBK Hamburg, der KH Kassel sowie als Verwaltungsprofessorin für digitale Grundlagen an der HBK Braunschweig. 

Mario Häring lernte noch vor seinem Abitur als Jungstudent bei Prof. Fabio Bidini im Julius-Stern-Institut der UdK Berlin sowie an der HMTM Hannover unter Prof. Karl-Heinz Kämmerling. Bei Prof. Kämmerling und Prof. Lars Vogt absolvierte Mario Häring sein Studium, das er 2017 mit Bestnote abschloss.

Besonderes Aufsehen erregte er 2018 mit dem Gewinn des zweiten Preises bei der renommierten Leeds International Piano Competition. Dort erhielt er auch als erster Preisträger den Yaltah Menuhin Award, der für die beste und einfühlsamste kammermusikalische Darbietung im Semifinale verliehen wird.

Schon im Jahr 2003 gab Mario Häring sein Orchesterdebüt in der Berliner Philharmonie. Seitdem führte ihn seine intensive Konzerttätigkeit in renommierte Säle wie das Konzerthaus Berlin, die Laeiszhalle Hamburg, die Elbphilharmonie, die Wigmore Hall London, das Théâtre des Champs-Elysées und die Suntory Hall in Tokio. Er war Gast bei bedeutenden Festivals wie dem Festival La Roque d’Anthéron, den Schwetzinger Festspielen, dem Kissinger Sommer und dem Festival “Spannungen” in Heimbach. Im Frühjahr 2017 war er zudem der erste „Intendant in Residence“ beim Festival „:alpenarte“ in Schwarzenberg. Konzertengagements führten ihn bereits durch Europa, Asien und die USA.

Zu seinen Kammermusikpartner:innen zählen u. a. Sharon Kam, Soyoung Yoon, Pablo Barragán, Kian Soltani und Emmanuel Tjeknavorian. Er ist Teil des Bawandi Trios (mit Patrick Hollich, Klarinette und Alexandre Castro-Balbi, Cello) und des Capybara Piano Quartets (Shuichi Okada, Violine; Takehiro Konoe, Viola; Minjoung Kim, Cello), mit dem er 2023 als erstes Klavierquartett überhaupt die Osaka International Chamber Music Competition gewann.

In den vergangenen Saisons war Mario Häring regelmäßig in den großen europäischen Konzerthäusern zu erleben, wo er im Rahmen der ECHO „Rising Stars“-Reihe sowohl mit dem Cellisten Kian Soltani als auch mit der Oboistin Cristina Gómez Godoy und Violistin Sara Ferrández konzertierte. Seine Diskografie umfasst mittlerweile drei Solo-Alben und fünf Kammermusik-Alben. Für das Album „Røta“ wurde er gemeinsam mit der Geigerin Ragnhild Hemsing und dem Cellisten Benedict Klöckner mit dem Opus Klassik 2021 ausgezeichnet.

Auf seinem aktuellen Album „EXTASE“ bei Berlin Classics spürt er mit Werken von Debussy, Liszt, Connesson, Skrjabin, Cage, Rachmaninoff und Wagner den Emotionen eines imaginären Berliner Techno-Wochenendes nach.