Frese Designpreis 2026 geht an Bremer Industriedesigner Leon Butt
12.000 Euro für nachhaltiges Tinyhouse-Konzept aus WindkraftanlagenEine Pressemitteilung von Gesa Jürß

Mit einem innovativen Wohnkonzept aus GFK-Sondermüll gewinnt der Bremer Designabsolvent Leon Butt den Frese Designpreis 2026. Der 26-jährige Masterabsolvent der Hochschule für Künste Bremen wurde für sein Projekt „Abfall wird Ressource“ ausgezeichnet. Bundesweit zählt der mit 12.000 Euro dotierte Preis zu den höchstdotierten Hochschulpreisen und wird 2026 erstmals vollständig an eine Einzelperson vergeben.
Die Preisverleihung fand am 5. Mai 2026 im Rahmen der Ausstellung „ID Select. Frese Designpreis“ im Wilhelm Wagenfeld Haus statt. Erstmals werden die nominierten Abschlussarbeiten in einer eigenen Museumsausstellung präsentiert. Die Ausstellung ist noch bis einschließlich 31. Mai 2026 im Wilhelm Wagenfeld Haus zu sehen.
Mit seinem Projekt greift Butt zwei zentrale Herausforderungen auf: den Umgang mit schwer recycelbarem GFK-Sondermüll aus Windkraftanlagen und den steigenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum. Aus sogenannten Nabenabdeckungen von Windkraftanlagen entwickelt er mobile, runde Tinyhouses, die unter anderem für Ferienanlagen, Campingplätze oder studentisches Wohnen genutzt werden können. Die Konstruktion basiert auf bestehenden Industriebauteilen und zeigt, wie sich ausgediente Materialien in nachhaltige Nutzungskonzepte überführen lassen. Die Jury würdigte insbesondere die hohe Umsetzbarkeit sowie die Verbindung von Nachhaltigkeit und Gestaltung. „Durch die Verlängerung des Produktkreislaufs zeigt Butt eindrucksvoll, wie Design als treibende Kraft für ökologische und gesellschaftliche Transformation wirken kann“, heißt es in der Begründung.
Eine Belobigung erhielt außerdem Jannes Schmidt für seine Videoarbeit „Don´t Kill My Home“. Darin setzt sich der Masterabsolvent mit der verbreiteten Abrisspraxis funktionstüchtiger Gebäude auseinander, und thematisiert den Verlust von Ressourcen, Wohnraum und sozialen Strukturen. Die Jury hob besonders die poetische Bildsprache hervor. „Jannes Schmidt gelingt mit diesem Film eine ruhige, aber umso eindringlichere Erzählung, die einen neuen Umgang mit unserer gebauten Umwelt fordert“, so die Jury.
Die internationale Jury für den Frese Designpreis 2026 setzt sich zusammen aus Dr. Katerina Vatsella (freie Kuratorin, Bremen), Dr. Julia Bulk (Direktorin der Wilhelm Wagenfeld Stiftung, Bremen), Ganna Bauer (Visual Identities, Editorial Design, Berlin), Mikaela Dörfel (Produktgestaltung, Kiel) und Peter Wiesmann (Modedesign, Paris/Genf und Haute école d’art et de design (HEAD) Genève).
Der Frese Designpreis wird seit 2014 von der Petra und Dieter Frese Stiftung vergeben und fördert den gestalterischen Nachwuchs in Bremen. Mit der Erhöhung des Preisgeldes auf 12.000 Euro und der neuen Vergabepraxis an eine Einzelperson wurde das Profil des Preises weiter geschärft.
Pressebildmaterial
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Bildunterschrift und -credtits: Frese Designpreis-Gewinner Leon Butt, Foto: © HfK Bremen/Anja Segermann
Pressekontakte
Hochschule für Künste Bremen
Gesa Jürß, M.A.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit /
Cross Media Redaktion
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Kathrin Hager, M.A.
Wiss. Mitarbeit / Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: k.hager@wilhelm-wagenfeld-stiftung.de
Telefon: 0421 33 999 37
www.wilhelm-wagenfeld-stiftung.de