Antrittsvorlesung Professorin Setareh Shahbazi
Mit einer anschließenden Präsentation der Klasse für Intermediale Fotografie in der Galerie Flut.
Bio
Setareh Shahbazi sammelt und verarbeitet Mikronarrative durch Beobachtungen, Gespräche, Kooperationen, visuelle Notizen und gefundene Bildmaterialien. Mit einer spielerischen Pietätlosigkeit gegenüber der Unantastbarkeit der Fotografie als Spiegel der Realität extrahiert sie Details aus Bildern, die sie in öffentlichen Archiven und privaten Sammlungen, eigenen Schnappschüssen, Filmen, Zeitungen, sozialen Medien und täglichen Newsfeeds findet. Im Versuch, diese fragmentierten Erzählungen und deren (un-)möglichen Übersetzungen in unterschiedliche Kontexte, Zeitlichkeiten und Sprachen zu verstehen, wechselt sie immer wieder die Perspektive, um ihre Beobachtungen in einem fiktiven Nachleben zusammenzuführen.
Setareh Shahbazi studierte Szenografie und Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Die folgenden Jahre verbrachte sie zwischen Beirut, Teheran und Berlin, wo sie seit 2013 wieder lebt.
Ihre Arbeiten wurden in internationalen Institutionen, Galerien und Projekträumen ausgestellt, darunter SAVVY Contemporary, Berlin; TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol, Innsbruck; Casa Árabe, Córdoba; Haus der Statistik, Berlin; Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.), Berlin; Wei-Ling Contemporary, Kuala Lumpur; Depo, Istanbul; 17 Essex, New York; VCU Gallery, Doha; Nottingham Contemporary, UK; Tarahan-e Azad, Teheran; Sharjah Biennial 13, UAE; Kadist Art Foundation, Paris; Kunsthaus Wien; Beirut Art Center, Libanon; Gypsum Gallery, Kairo; 98weeks Project Space, Beirut; Contemporary Arts Forum, Santa Barbara; Galerie Sfeir-Semler, Hamburg; Montgomery, Berlin; Kunstverein Frankfurt; Sfeir-Semler Gallery, Beirut; Haus der Kulturen der Welt (HKW), Berlin; Fondation Cartier, Paris; Badischer Kunstverein, Karlsruhe; und Rooseum, Malmö.
Im Jahr 2024 erhielt Setareh Shahbazi den Wi Di Mimba Wi Commission Prize for Artists of Color der AKB-Stiftung und SAVVY Contemporary.