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Künstler*innenpublikationen erforschen: Zugänge zwischen Objekt, Theorie, Geschichte und ästhetischer Praxis
Im Mittelpunkt der Tagung des Forschungsverbunds Künstlerpublikationen stehen ausgewählte Objekte aus den Sammlungen des Bremer Zentrums für Künstlerpublikationen in der Weserburg Museum für moderne Kunst und der Forschungsstelle Osteuropa. Ausgehend von diesem reichen, zum Teil wenig bekannten Materialfundus bringt sie kunstwissenschaftliche Forschung und praxisästhetische Reflexion in einen Dialog. Welche Erfahrungen ermöglichen Künstler*innenpublikationen beim Aufschlagen, Durchblättern und Weiterdenken? Welches Wissen bringen sie hervor und welche Handlungen regen sie an? Spätestens seit den 1960er Jahren haben Künstler*innenpublikationen jenseits kommerzieller Verlage alternative Räume für die Kunst geschaffen und neue Zugänge zu ihr eröffnet. Die Tagung untersucht, wie diese Zugänge durch sichtbare und unsichtbare Produktions-, Distributions- und Rezeptionsbedingungen geprägt werden und sich im Kontext gesellschaftlicher und technologischer Transformationen wandeln. Die Veranstaltung findet hybrid statt. Ausgewählte Objekte werden vor Ort präsentiert.
10:15 Uhr – Begrüßung: Anne Thurmann-Jajes (Zentrum für Künstlerpublikationen; Weserburg Museum für moderne Kunst, Bremen)
Einführung: Anne-Grit Becker (Universität Siegen)
10:30 Uhr – Session I: Alternative Kommunikationsräume; Die Dokumentationsbände der Gruppe Kollektive Aktionen: Vom Samizdat zum World Wide Web; Sabine Hänsgen (Bochum)
11:00 Uhr – Transgression und Subversion. Suche nach einer neuen Sprache in „Schaden“; Constanze Fritzsch (Kunsthistorisches Institut in Florenz – Max-Planck-Institut)
11:30 Uhr – Pause
11:50 Uhr – Session II: Information, Algorithmus, Kritik; Produktion, Information, Revision. Zu den (Dys-)Funktionen des Mediums Künstler*innenbuch in der US-amerikanischen Konzeptkunst um 1970 am Beispiel von Sol LeWitts „The Location of Eight Points“ (1974); Michael Rottmann (Hochschule Düsseldorf)
12:20 Uhr – Alle Wege, kein Ziel: Zur Befragung algorithmischer Logik im Künstlerbuch „100 this-way-brouwn-problems for computer I.B.M. 360 model 95“ (1970) von stanley brouwn; Regine Ehleiter (Universität Witten/Herdecke)
12:50 Uhr – Transparency matters. „The Chocolate Master“ (1982) by Hans Haacke; Eleonora Minna (Kolleg-Forschungsgruppe/Universität Münster und eCampus University, Novedrate)
13:20 Uhr – Sichtung der ausgestellten Publikationen | Mittagspause
14:30 Uhr – Session III: Zwischen Institution und Unabhängigkeit. Zeitgenössische Künstler*innenpublikationen; Venice after Representation: Ignasi Aballí’s „Venecia“ and the Artist’s Publication as Critical Device
Francesca Valentini (École Supérieure des Arts de l’image LE 75, Brüssel)
15:00 Uhr – Artists as Independent Publishers (mit Preview); Heike Kati Barath und Katrin von Maltzahn (Hochschule für Künste Bremen)
16:00 Uhr – Pause
16:20 Uhr – Keynote: Vom Objekt zur Intervention
Überschreibungen: Schrift und Stimme als Reartikulation bei Timm Ulrichs und Pipilotti Rist; Ursula Frohne (Kolleg-Forschungsgruppe/Universität Münster)
17:15 Uhr – Abschlussbemerkungen: Anne-Grit Becker (Universität Siegen)
17:30 Uhr – Ende
Konzept und Organisation
Dr. Anne-Grit Becker in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Ursula Frohne;
Prof. Heike Kati Barath und Prof. Katrin von Maltzahn
Beteiligte Institutionen
Forschungsverbund Künstlerpublikationen in Kooperation mit dem Zentrum für Künstlerpublikationen in der Weserburg Museum für moderne Kunst, der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, der Hochschule für Künste Bremen, der Universität Siegen und der Kolleg-Forschungsgruppe „Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel“ (Universität Münster)
Wichtige Informationen
Hybride Veranstaltung: Bitte melden Sie sich bis zum 3. Juni 2026 unter anne-grit.becker@uni-siegen.de an, wenn Sie teilnehmen möchten.

