Konzert
Freitag | 20. November 2026 19:30 Uhr

Barockorchesterkonzert: Tanz, Chaos und Unsterblichkeit

Sendesaal Bremen
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© Anja Segemann

Studierende des Instituts für Alte Musik und Aufführungspraxis gestalten einen außergewöhnlichen Konzertabend voller barocker Klangpracht: Französische Orchestermusik entfaltet ein eindrucksvolles Panorama zwischen höfischer Repräsentation, visionärer Naturdarstellung und expressiver musikalischer Ausdruckskraft.

Programm

  • Jean-Baptiste Lully (1632-1687): Auszüge aus „Le Bourgeois gentilhomme“
  • Jean-Féry Rebel (1666-1747): Les Élémens. Simphonie Nouvelle
  • Jean-Philippe Rameau (1683-1764): Suite „Castor et Pollux“

Barockorchester der Hochschule für Künste Bremen
Leitung: Prof. Mechthild Karkow

Den Auftakt bildet Jean-Baptiste Lully mit Auszügen aus „Le Bourgeois gentilhomme“, einer satirischen Darstellung bürgerlicher Aufstiegsambitionen. Stilisierte Tänze und festliche Orchestersätze stehen exemplarisch für die höfische Klangkultur am Hof Ludwigs XIV. und die enge Verbindung von Musik und gesellschaftlicher Ordnung.

Jean-Féry Rebels mitreißendes Werk „Les Élémens“ entwickelt diese Tradition in einer unerhört kühnen Weise weiter. Besonders der berühmte einleitende Satz „Le Chaos“ erzeugt ein außergewöhnliches und experimentelles Klangbild der Urschöpfung, das schrittweise in geordnete Strukturen und Tanzformen übergeht – ein musikalisches Sinnbild für die Entstehung von kosmischer Ordnung aus dem Chaos.

Die Oper „Castor et Pollux“ wird als eines der schönsten Werke von Jean-Philippe Rameau angesehen. Er erweitert die harmonische Sprache seiner Zeit in bemerkenswerter Weise und verbindet dramatische Intensität mit einer differenzierten Klangmalerei. Die zu einer Suite zusammengestellten Orchestersätze zeichnen sich durch farbenreiche Instrumentation, energiereiche Rhythmik und expressive Dichte aus.

 

Sendesaal Bremen Bürgermeister-Spitta-Allee 45 28329 Bremen
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