HfK X Breminale 2024: Planet Zwo
Optimistischer Pessimismus mit Synthesizern. Nu-Wave, Post-Pop oder so: Ungeschönte Echtzeit in Schallwellen
Die Ambivalenz zwischen Lethargie und Lebenslust als Soundtrack der Wirklichkeit im Berliner Concrete Jungle hat der 27-jährige Ex-Oldenburger Luis Schlag alias Planet Zwo zu seiner Musikfarbe gemacht – die ist jedoch keineswegs grau. Planet Zwo’s an den Wellenbewegungen und dem Post-Punk der 80er orientierter Output entpuppt sich als Spurensuche. Die Erkundung eines Ichs, das sich vom Weltschmerz befreien will. Dabei lebt sein unverwechselbarer Stil im Kontext aktueller deutscher DIY-Pop-Strömungen auf. Lied für Lied begegnet einem seine Musik mit einer gehörigen Portion (Selbst-)Ironie, die auf gekonnte Weise den Taumel der medio-adoleszenten Identitätskrisen unserer Zeit verarbeitet. Dies tut sie mal direkt, mal über lyrische Umwege ins Dadaistische. Doll, durstig, denkwürdig.
Die HfK präsentiert als Teil der Breminale 2024 ein eigenes Programm aus dem Repertoire der Studierenden des Fachbereichs Musik und des Fachbereichs Kunst und Design. Auf der MS Dauerwelle zeigen insgesamt 16 Konzerten einem musikalischen Mix von Klassik, über Jazz, R&B, Hip-Hop, Pop bis House und Techno.
Die Musiker:innen treten in zwei von Robert Coellen und Janusz Kendel entwickelten Bühnensituationen auf. Vom silber-funkelnden Sonnendeck der MS Dauerwelle wird in Richtung Anleger und Promenade gespielt. Das Thema der schwingenden Wellen wird im Innenraum des Schiffs mit atmosphärischem Licht aufgegriffen. Das schiffstypische Ambiente verwandelt sich hier wird in eine intime Clubsituation.
Wichtige Informationen
Dank an die beteiligten Künstler:innen ohne deren Offenheit und Bereitschaft zur Teilnahme dieses Programm nicht möglich gewesen wäre!
Danke für die Unterstützung an Ulas Aydin, Imke Bahr, Jonte von Döllen, Annika Hartmann, Ali Isciler, Peter Lilienthal, Lorraine Liedert, Peter Lilienthal, Marjet Melzer-Ahrnken, Imri Mikepji, Frauke Pape, JoJo Tillmann und GLP.
Grafische Gestaltung: Samuel Christiansen, Sebastian Grundmüller und Lena Heinze
Szenografie: Robert Coellen und Janusz Kendel
Veranstaltungstechnik: Robert Coellen, Max Geßelmann-Michaelis, Michael Hinrichs, Janusz Kendel, Selina Schunk und Gotaque Licht & Ton OHG
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Fabian Brunke, Jens Fischer, Melisa Lemcke, Sue Wendlandt and Louisa Clever
Kuration und Koordination: Christina Scheib