Vortrag – Die Geschichte der Blockflöte mit Prof. Han Tol
Die Blockflöte hat eine lange Geschichte. Rund 200 Exemplare aus der Zeit von 1300 bis 1600 sind in privaten Sammlungen und Museen erhalten. Han Tol zeichnet die Entwicklung des Instruments vom Mittelalter bis 1700 schrittweise nach mit Hilfe von Abbildungen ausgewählter Gemälde, die diese Prozesse akribisch illustrieren und in einer PowerPoint-Präsentation detailliert vorgestellt werden. Die Präsentation wird abgerundet durch die Vorführung einer originalen Altblockflöte aus Elfenbein aus Han Tols Sammlung, die um 1700 gebaut wurde.
Seit mehr als 25 Jahren ist Han Tol als Solist und Lehrer in ganz Europa, Amerika und im Fernen Osten sehr gefragt. Er hat eine Professur an der Hochschule für Künste in Bremen inne und ist Gastprofessor in Amerikas berühmter Jacob’s School of Music, Institut der Universität von Indiana in Bloomington. Zusätzliche Kurse gab er u.a. an den Hochschulen von Wien, Graz, Salzburg, Genf, Frankfurt, Freiburg, München, Kopenhagen, Petersburg, Baltimore, Seoul, Hong Kong und Tokyo.
Mit seinen Ensembles La Dada und La Fontegara Amsterdam hat er 20 Jahre lang ein umfassendes Repertoire erarbeitet und aufgenommen. Von 1999-2007 war er Mitglied des belgischen Ensembles Flanders Recorder Quartet. Mit dieser Gruppe unternahm er zahllose Konzertreisen u.a. nach Japan, Taiwan, Süd-Afrika, Mexiko, Amerika, Russland und Israel. Als Orchestermusiker und als Solist spielte Han Tol mit namhaften Dirigenten wie Leonhardt, Harnoncourt, Brüggen und Thomas Hengelbrock. Mit dem Freiburger Barockorchester sowie mit dem Balthasar Neumann-Ensemble unternahm er ausgedehnte Konzertreisen. Seine zahlreichen Einspielungen, die sein Können dokumentieren, finden sich bei unterschiedlichen Labels. Forschungsschwerpunkte wie die venezianische Musik um 1500 beschäftigen ihn intensiv; manchmal entstehen Notenpublikationen auf diese Weise.