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Montag | 20. April 2026

Wie kann man laut sein ohne Erlaubnis?

Klasse von Natascha Sadr Haghighian beim 39. European Media Art Festival
„Aloud“ - ein Projekt der Klasse von Natascha Sadr Haghighian.
„Aloud“ - ein Projekt der Klasse von Natascha Sadr Haghighian. © pv

Vom 22. bis 26. April 2026 findet in Osnabrück das 39. European Media Art Festival (EMAF) statt. Mit dem Themenschwerpunkt „An Incomplete Assembly“ soll in Talks, Ausstellungen, Filmprogrammen, Performances und Workshops betrachten werden, was Institutionen vermögen, aber auch wie die Normierung von Sprache, Körpern, Räumen und Zeit bestehende Strukturen verfestigt, und wie künstlerische und nichtkünstlerische Bewegungen diesen normativen Ansprüchen begegnen. 

Eine der Festivalsektionen ist der EMAF-Campus. Dort zeigen Klassen und Gruppen von Kunsthochschulen und Universitäten aktuelle Arbeiten und eigens für das Festival produzierte Projekte. Die HfK Bremen ist im Haus der Jugend, Große Gildewart 6-9, vertreten mit „Aloud“ der Klasse von Natascha Sadr Haghighian, die sich auf verschiedene Formen der Installation und Skulptur, unabhängig von Medium oder Format konzentriert. 

Die Gruppe arbeitet häufig an gemeinsamen Werken oder Projekten und tritt dann unter dem Namen Any Jackson Chaturanga auf. So auch in Osnabrück. Beteiligt sind: Mustafa Al Zubaidi, Eghbal Joudi, Jashua Bustos Chumasero, Stefan Pente, Djamila Köckritz, Marina Marcomini, Ruomeng Huang, Nasrin Larijani, Moira Anouk Meine Fuentes, Pelle Schemmel, Tabea Felicitas Amrei Erhart, Bubu Mosiashvili, Kevi Teli und Gabriela Valdespino Prieto. 

Für „Aloud“ spielen sie mit Lautstärke, Zeit, Bewegung und Masse als Materialien für kollektive Aktionen. Eine Turnhalle als Ort des Trainings ist für die Studierenden der Ausgangspunkt einer Auseinandersetzung mit Körpern in gespannter Erwartung, in Vorbereitung. Diese Vorfreude erfasst den Körper, bevor etwas geschieht – eine Form des Wissens, das der Sprache vorausgeht. Es ist, als wäre man bereits an einem Ort, ohne ihn erreicht zu haben. In individuellen und kollektiven Choreografien erproben die Studierenden sodann, was hör-, sag- und erfahrbar werden kann im Rahmen gesetzter Strukturen. Wie kann man laut sein ohne Erlaubnis?