Im Rahmen dieses Kurses entwickeln wir kollektiv, visuell und inhaltlich eine „Erste Hilfe“ für die Aufnahmeprüfung an der HfK Bremen. Im Fokus stehen die (visuelle) Organisation und Betreuung der Prüfung sowie die Gestaltung eines begleitenden Zines. Unsere Aufgabe wird es sein, die potenziellen Studierenden der HfK im Vorfeld zu inspirieren und sie am Tag der Aufnahmeprüfung zu unterstützen. Als Impuls für die neuen Studierenden und um einen Einblick in das kommende Studium zu geben, werden wir uns mit Gestaltungswerkzeugen auseinandersetzen. Kollektiv entwickeln wir Werkzeuge und Methoden, die beim Start des Studiums nützlich sein können und schauen uns die sozialen, materiellen und infrastrukturellen Aspekte des Tool-Sharings an.
Allein mit unserem Laptop auf dem Schoß vergessen wir oft, wer zu unseren gestalterischen Prozessen beiträgt und mit welchen Körpern, Geschichten und historischen Kämpfen unsere Werkzeuge und Arbeitsweisen verbunden sind. Um diesen Verbindungen auf den Grund zu gehen, fragen wir uns:
Welche Werkzeuge und Ressourcen sind an der HfK vorhanden und wer hat Zugang zu den dazugehörigen Beziehungen und Infrastrukturen? Wie können sie durch gestalterische Praktiken für neue Studierende zugänglich gemacht werden? Wie vermitteln sich Werkzeuge und wer entscheidet eigentlich, wann welches Tool adequat ist? Wie können Grundsätze des kollektiven Teilens das Gestalten und seine Materialität beeinflussen? Wenn wir kollektiv gestalten, löst sich dann unser eigener Ausdruck auf oder wird er durch ein Kaleidoskop gefiltert und somit unberechenbarer, komplexer, faszinierender?
Im gemeinsamen Prozess des Gestaltens erkunden wir verschiedene Tools, hinterfragen ihren Gebrauch und versuchen, durch Ko-Kreation Ressourcen, Beziehungen und Infrastrukturen nicht als individuellen Besitz, sondern als etwas gemeinschaftlich Geteiltes zu verstehen. Konzepte und Praktiken wie Care und Commoning begleiten und unterstützen uns dabei.
Im Verlauf des Kurses erarbeiten wir uns anhand gestalterischer Experimente Werkzeuge und Herangehensweisen, um prozesshaft und kollektiv eine visuelle Sprache zu entwickeln. Gleichzeitig fokussieren wir einen anwendungsorientierten Umgang mit Typografie, Layout, Farbgebung und Bildsprache. Wir arbeiten analog und digital, konzeptuell und pragmatisch, beobachten die HfK und gehen aus ihr heraus, um Ausstellungen und Archive zu besuchen. Alles bewegt sich zwischen Experiment und alltäglichen Workflow.
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As part of this course, we will collectively develop a “first aid guide” for the entrance exam at the HfK Bremen, covering both visual and content-related aspects. The focus will be on the (visual) organization and support for the exam, as well as the design of an accompanying zine. Our task will be to inspire prospective HfK students in the run-up to the exam and to support them on the day of the entrance exam. To provide inspiration for the new students and give them a glimpse into their upcoming studies, we will explore design tools. Collectively, we will develop tools and methods that can be useful at the start of their studies and examine the social, material, and infrastructural aspects of tool-sharing.
With just our laptop on our lap, we often forget who contributes to our creative processes and what bodies, stories, and historical struggles our tools and working methods are connected to. To get to the bottom of these connections, we ask ourselves:
What tools and resources are available at the HfK, and who has access to the associated networks and infrastructure? How can they be made accessible to new students through design practices? How are tools mediated, and who actually decides when which tool is appropriate? How can principles of collective sharing influence design and its materiality? When we design collectively, does our own expression dissolve, or is it filtered through a kaleidoscope, becoming more unpredictable, complex, and fascinating?
Through a collaborative design process, we explore various tools, question their use, and strive—through co-creation—to understand resources, relationships, and infrastructures not as individual possessions but as something shared collectively. Concepts and practices such as care and commoning guide and support us in this endeavor.
Over the course of the class, we use design experiments to develop tools and approaches for creating a visual language through process-oriented and collective work. At the same time, we focus on an application-oriented approach to typography, layout, color, and visual language. We work analog and digital, conceptually and pragmatically, observing the HfK and venturing beyond its walls to visit exhibitions and archives. Everything oscillates between experimentation and everyday workflow.