Klassen Freie Kunst
Die Freie Kunst an der HfK zählt mit neun Klassen zu den kleineren Kunststudiengängen in Deutschland, was zur Bildung einer solidarischen Gemeinschaft beiträgt und einen regen Austausch fördert.
-
Die künstlerische Arbeit der Studierenden, ihre Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der Malerei stehen im Mittelpunkt. Wöchentlich stattfindende Plenen bieten kontinuierlich Raum, um gemeinsam eine sprachliche Form für die Arbeit zu finden und zu entwickeln. Begleitend werden Exkursionen, Ausstellungs- und Atelierbesuche organisiert, um den Studierenden Einblicke in unterschiedliche künstlerische Kontexte zu ermöglichen. Gemeinsame Ausstellungsprojekte und Besuche von Gästen sind ein ebenso wichtiger Bestandteil der Lehre. Das Plenum wird zweisprachig abgehalten, wobei sowohl Deutsch als auch Englisch als Kommunikationssprachen genutzt werden.
Darüber hinaus stehen individuelle Gespräche nach Absprache zur Verfügung, um die spezifischen Bedürfnisse und Entwicklungsziele der Studierenden zu berücksichtigen. Gäste sind herzlich eingeladen, sich per E-Mail anzumelden, um an den Lehrveranstaltungen teilzunehmen.
-
Formen und Gestalten beinhaltet auch Denkprozesse. Deshalb ist das sprechen, diskutieren, fragen, und untersuchen ein wichtiger Teil unserer Aktivitäten in der Klasse.
Neben der Arbeit im und um das Atelier machen wir kleinere und größere Exkursionen, kochen gemeinsam, lesen Texte zusammen und fragen uns wie die Welt funktioniert und was darin als Kunst funktioniert und was nicht. Wir schauen uns (manchmal auch vor Ort) nach den Quellen unseres Handelns und Machens um, und versuchen sie zu verstehen. Wo kommt Material her? Was ist ein Kunstwerk und wovon ist es Teil? Was sind die oft feinen Unterschiede zwischen einem Ding, einem Objekt, einer Ware und einem Kunstwerk? Durch welche natürlichen und unnatürlichen Prozesse werden sie geformt? Wir, also Menschen, sind Teil der Kräfte die diesen Planeten formen, stimmts? Aber ist diese vom Menschen gestaltete Erde ein natürliches oder unnatürliches Phänomen? Natur, Literatur, Migration, Umwelt sind einige der Themen die wir in der Klasse diskutieren und befragen. Wir forschen, probieren aus, bewegen uns, denken und horchen. Wir machen.
In der Klasse sprechen wir meistens deutsch und englisch.
-
Fragen zur Klasse beantwortet:
-
Die Zusammenarbeit mit der Freien Klasse eröffnet die Möglichkeit, einen transdisziplinären Ansatz kreativer Prozesse zu erkunden und zu teilen. Mit einem Fokus auf erweiterte Skulptur und Performance untersuchen wir, wie feine Verschiebungen in Wahrnehmung und Intention eine kohärente künstlerische Praxis entstehen lassen. Dabei kommen verschiedene Werkzeuge zum Einsatz, um verkörperte Erfahrungen und Forschung in Material und konzeptionelle Rahmen zu übersetzen – mithilfe von Techniken wie Übersetzung, Scoring, Modellieren sowie muskulärer/klanglicher Verbindung. So erhält Intention eine Form und die Form eine Intention.
Die Freie Klasse ist nicht auf eine einzelne Disziplin festgelegt, sondern versteht sich als offener Raum für Neudefinitionen und die Vernetzung verschiedener künstlerischer Praktiken. Als semi-autonomes, selbstorganisiertes Kollektiv lebt sie von Kollaboration und Anpassungsfähigkeit.
Die wöchentlichen Treffen – in englischer Sprache – bieten Raum für Dialog, Feedback und Austausch und entwickeln sich mit den Bedürfnissen der Teilnehmenden weiter. Die Struktur des Plenums ermöglicht kollektive Entscheidungsprozesse und eine geteilte institutionelle Verantwortung zwischen der Professur und der Klasse. Dabei stehen Gegenseitigkeit und kritische Auseinandersetzung im Mittelpunkt. Durch das Hinterfragen traditioneller pädagogischer Ansätze entstehen Arbeitsweisen, die gezielt an den Anliegen der Klasse ausgerichtet sind.
Eine rotierende Professur bringt alle ein bis zwei Jahre neue Perspektiven ein, wodurch die Klasse stetig wächst und die Erfahrungen sowie das verkörperte Wissen jeder einzelnen Person integriert. Die Freie Klasse unterstützt die künstlerische Entwicklung der Studierenden und fördert zugleich den Austausch sowie die Teilnahme an kollektiven Projekten.
Fragen beantworten:
Emma Waltraud Howes: ehowes@hfk-bremen.de
Freie Klasse: freieklasse@hfk-bremen.de -
Umfasst konkret die Untersuchung des Raumes und des Körpers, in seiner physischen und medialen Ausprägung, unter Berücksichtigung künstlerischer und gesellschaftlicher Fragestellungen.
-
Die Lehre im Rahmen der Klasse für Zeichnung/Malerei besteht aus Gruppenveranstaltungen (Plenum) und Einzelgesprächen. Wir diskutieren individuelle Arbeiten, Prozesse und Ideen, setzen uns mit Inhalten von Kunst auseinander. Dieses wird bereichert durch Exkursionen, Ausstellungsbesuche, Projektarbeit, Kooperationen, Gäste und thematische Workshops.
-
In der Klasse für zeitbasierte Kunst sehen wir uns in wöchentlichen Plenen und versuchen gemeinsam Kunst, Medien und Bilder zu verstehen, indem wir über Machtstrukturen, Politik, Ästhetik und über das Zusammen- und Überleben in der Kunst sprechen. Wir arbeiten mit digitalen Medien sowie ihren analogen Varianten: Fotografie, Film, Video, 3D-Techniken, mit Performances und Installationen, sowie der Inszenierung im digitalen und analogen Raum. Es gibt aber auch viele Studierende in der Klasse, die zeichnerisch und malerisch arbeiten und somit den interdisziplinären Ansatz der Klasse unterstreichen. Interdisziplinarität ist sehr gewünscht, das Interesse vor allem liegt vor allem darauf, wie und worauf wir schauen, nicht unbedingt womit. Wir diskutieren, hören und schauen uns gemeinsam Dinge an, fragen, planen, essen, langweilen uns manchmal und üben das Lernen mit und von Kritik. In den Plenen sprechen wir meist Deutsch und Englisch.
Das Büro der Klasse wird teilweise als Ausstellungsraum genutzt, in dem jede Woche eine Teilnehmer*in der Klasse eine Installation aufbaut. Fester Bestandteil des Plenums ist die eingehende Besprechung der Installation mit der Klasse. Die Ergebnisse dieses Formats, “ADHOC” genannt, zeigt die Klasse auch auf Instagram und sind jeweils im Anschluss an das Plenum vor Ort zu sehen. Jedes Semester wird zusätzlich zum Plenum ein Kurs zur Theorie oder Praxis angeboten, in dem beispielsweise gezielt über Positionen diskutiert oder analoge und digitale Filmschnitt- und Aufnahmetechniken erlernt werden. Darüber hinaus machen wir regelmäßig Exkursionen zu Filmfestivals oder Ausstellungen.
Zusätzliche Informationen: Die Teilnahme am Plenum und den Workshops steht grundsätzlich allen Studierenden der HfK offen, soweit es die Kapazität es zulässt. Studierende, die den Plenen neu beitreten möchten, sollten sich zunächst per E-Mail zu einem Einzelgespräch anmelden.
-
Fragen zur Klasse beantwortet:
-
In der Klasse für Intermediale Fotografie beschäftigen wir uns mit visuellen Erzählungen und dem sich stetig verändernden Medium Bild in seinen unterschiedlichen Sprachen und Anwendungen. Das noch junge Kapitel der künstlerischen Fotografie und an ihr angrenzende bildnerische Medien denken wir sowohl in ihren historischen Kontexten, als auch an den inhaltlichen, formalen und technischen Grenzen weiter.
Dabei verdrehen wir immer wieder unsere Blickwinkel und stellen Tiefenschärfen neu ein, in dem wir Bildhierarchien und Reichweiten neu reflektieren. Im Zusammenspiel mit Licht und Schatten versuchen wir unterrepräsentierte Narrative sichtbar zu machen. Nach Bedarf erforschen wir neue Anwendungen, Materialitäten und Präsentationsformen. Auf dem Weg versuchen wir Algorithmen und künstliche Intelligenzen zu durchblicken um uns in neu gedachten analogen und virtuellen Kontexten und Realitäten zurechtzufinden und diese, bei Bedarf, aktiv mitgestalten oder verzerren zu können. Gemeinsam reflektieren wir das Verhältnis zwischen Form und Inhalt – und den Prozess, der beide miteinander verbindet.
Wir gehen der Frage nach wie Wissen geteilt werden kann, wie es gemeinsam entsteht und manchmal wieder verlernt und neu gelernt werden kann.
Im Austausch erarbeiten wir Möglichkeiten einer selbstbewussten, freien und künstlerisch neugierigen Kommunikation sowie der aktiven Konzeption und Schaffung der jeweils dafür angemessenen Räume (intim, semi-öffentlich, öffentlich, institutionell, underground, analog, digital, fiktiv etc.).
Über kollaborative Ansätze und einen starken Willen zur Selbstorganisation freuen wir uns.
-
Wir sind in den Neubau umgezogen und das Sommersemester wird die erste gemeinsame Zeit mit den Studierenden und Lehrenden des Integrierten Designs sein. Wir werden die Arbeitsplätze und Routinen im neuen Atelier etablieren und mit der offiziellen Eröffnungsfeier des Neubaus und den Hochschultagen gemeinsame Ausstellungen erarbeiten. Weiterhin wollen wir eine Exkursion planen. Das Reallabor Kunst am Bau wird fortgesetzt und dieses Semester beginnen die Realisierungen. Ellen Blumenstein, Ruth Lübke und ich werden die künstlerischen Projekte betreuen; die Entwicklung der Publikation wird von Andrea Rauschenbusch und Gregor Schreiter in einem eigenen Kurs betreut. Für das Projekt zu künstlerischen Perspektiven auf Mobilität, in Kooperation mit Heritage Space Hanoi, werden die Planungen abgeschlossen und es soll im September 2023 beginnen. Der Denkmalentwurf für die misshandelten und ermordeten Heimkinder steht und wird seinen Gang durch die behördlichen Genehmigungen nehmen.
Einzelgespräche
Jede/r sollte mindestens einen Termin buchen. Bereitet die Einzelgespräche bitte vor! Schickt mir spätestens einen Tag vor dem Gespräch Bilder und Videos von, oder eventuelle Texte zu den Arbeiten, die ihr besprechen wollt. Natürlich könnt ihr auch Skizzen und Beschreibungen von geplanten Arbeiten schicken.Plenum
Im Plenum geht es um die Präsentation eurer Arbeiten und das Sprechen über Kunst. Plant mindestens eine Präsentation im Semester ein.





