Viola-Festival: Make It Your Own. Konzert mit Ionel Ungureanu und Sandro Nebieridze

Konzert im Rahmen des Viola-Festivals mit Ionel Ungureanu, Sandro Nebieridze (Pianist und Komponist) und Studierenden der HfK Bremen
Gespielt werden folgende Stücke: Ernest Bloch (1880-1959), Suite für Viola und Klavier (Lento, Allegro ironico, Lento, Molto vivo), Sandro Nebieridze (2001*) und Ionel Ungureanu (1995*), Tunisian Rhapsody sowie erarbeitete Stücke mit den Studierenden aus dem Workshop.
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Über Ionel Ungureanu
Ionel Ungureanu ist derzeit Solobratscher beim MDR-Sinfonieorchester und Dozent für Viola an der Hochschule für Musik und Theater München, wo er seit 2024 seine eigene Hauptfachklasse für Viola leitet. Er ist ein gefragter Solobratschist in führenden Orchestern Deutschlands und engagiert sich ebenso leidenschaftlich in der Kammermusik mit aufstrebenden Musikerinnen und Musikern seiner Generation. Seine zentrale Leidenschaft gilt der Lehre: Mit methodischer Präzision, Kreativität und Hingabe vermittelt er seine vielfältigen Erfahrungen an Studierende und inspiriert sie zu einem offenen, ganzheitlichen Musikverständnis.
Sein künstlerisches Profil reicht weit über den klassischen Rahmen eines Instrumentalisten hinaus: Neben seiner intensiven Orchester- und Lehrtätigkeit komponiert und arrangiert er genre- und epochenübergreifend Musik, die häufig mit seinem Balkan/Jazz/Contemporary-Ensemble Borsch4Breakfast erklingt. Zu seinen größten Erfolgen zählen der 3. Preis sowie der Preis für die beste Interpretation des Auftragswerks beim ARD-Musikwettbewerb 2023 in der Kategorie Viola sowie sein Debüt als Solist in der Berliner Philharmonie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin.
Geboren wurde Ungureanu 1995 in eine Musikerfamilie und erhielt mit vier Jahren ersten Violinunterricht bei seinen Eltern. Nach einem Jungstudium in Köln und Mannheim bei Ute Hasenauer und Marco Rizzi studierte er zunächst Violine bei Nachum Erlich. Während dieser Zeit entwickelte sich seine Faszination für Komposition, Alte Musik, Jazz, Streichquartett und Improvisation, die sein musikalisches Denken nachhaltig prägten. Schließlich entdeckte er die Viola als sein zentrales Ausdrucksinstrument und setzte seine Ausbildung bei Roland Glassl fort. Wichtige künstlerische Impulse erhielt er zudem in Meisterkursen bei Hartmut Rohde, Nobuko Imai und Atar Arad. Ungureanu spielt eine Viola von Wolfgang Scharff aus Wolfratshausen.
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Über Sandro Nebieridze
Sandro Nebieridze begann seine musikalische Ausbildung im Alter von fünf Jahren an der Z. Paliashvili Zentralen Musikschule in Tiflis bei Neli Imedashvili und Lali Sanikidze. Er setzte seine Studien an der Staatlichen Wano-Saradschischwili-Konservatorium Tiflis fort, wo seine Doppelbegabung als Pianist und Komponist weiter gefördert wurde. Derzeit studiert er Klavier an der Hochschule für Musik und Theater München sowie an der “Fondazione Accademia di Imola incontri con il Maestro” bei den Professoren Antti Siirala und Boris Petrushansky.
Zu seinen bedeutendsten Auszeichnungen gehören der 2. Preis beim “65. Busoni Wettbewerb”, 1. Preis beim “Astana Piano Passion”, 2. Preis beim “Kissinger KlavierOlymp” und der Grand Prix beim “Grand Piano Wettbewerb”. Ein weiterer Höhepunkt seiner Karriere war die Veröffentlichung seines Debütalbums, auf dem er Solo-Werke von Rachmaninoff und Prokofjew spielt. Das Album wurde mit dem Tsinandali-Preis ausgezeichnet und für die Opus Klassik Awards 2020 nominiert.
Als Komponist haben seine Werke, wie das preisgekrönte Klavierkonzert Nr. 1, die beide Klaviertrios, das Kammerballet, die Miniatur für Männerchor und der eindrucksvolle “Illusionary Tango”, sowohl in Georgien als auch im Ausland Anerkennung gefunden. In Zusammenarbeit mit Orchestern weltweit hat er unter der Leitung namhafter Dirigenten wie Petr Popelka, Olivier Tardy und Gianandrea Noseda zahlreiche Aufführungen realisiert.
Nebieridze tritt regelmäßig in ganz Europa auf, neben gefeierten Solo-Recitals in Ländern wie der Tschechischen Republik, Norwegen und Deutschland sticht aus seiner Karriere sein spontanes Einspringen für Lang Lang bei einem ZDF-Weihnachtskonzert besonders hervor. Sandro ist zurzeit Stipendiat der Lisa Batiashvili Foundation sowie der Martha Pulvermacher Stiftung und strebt den Abschluss Excellence in Performance in München an.
Wichtige Informationen
Die HfK ist am Standort Dechanatstraße eingeschränkt barrierefrei.
Das gesamte Gebäude ist über zwei Aufzüge, im Westflügel und im Mittelflügel, vom Kellergeschoss bis zum 2. Obergeschoss voll barrierefrei erschlossen. Die Toilette für Menschen mit Mobilitätseinschränkung ist aufgrund eines Höhenversatzes im Erdgeschoss vom Eingang aus nur über das Kellergeschoss und das 1. Obergeschoss barrierefrei erreichbar.
Unmittelbar neben der Hofeinfahrt sind öffentliche Behindertenparkplätze auf der Straße ausgewiesen. Darüber hinaus kann ein behindertengerechter Parkplatz auf dem Grundstück durch die Hausmeister und den Wachdienst zugewiesen werden. Die Kolleg:innen sind telefonisch unter +49 421 9595-1400 erreichbar.
