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Montag | 12. Januar 2026

Alpha-Tester:innen gesucht!

Neue KI-Assistenz für neurodivergente Menschen
Einblick in das Frontend der App Neurodiversity AI
Einblick in das Frontend der App Neurodiversity AI © Bianca Holtschke

Selbstorganisation in Beruf und Alltag ist für viele Menschen keine große Herausforderung. Schließlich gibt es hierfür diverse Tools, die dabei unterstützen können. Was für Menschen außerhalb des Autismus- oder AD(H)S-Spektrums selbstverständlich ist, löst bei neurodivergenten Personen häufig Stress, Druck und Überforderung aus. Laut RKI wird der Anteil der Menschen mit ASS auf 1 % der Bevölkerung und für AD(H)S auf 5–6 % geschätzt. Und trotzdem gibt es kaum digitale Tools auf dem Markt, die auf die besonderen Bedürfnisse dieser Zielgruppe ausgelegt sind. 

Timm Bölke und Bianca Holtschke haben sich exakt dieser Problemstellung von neurodivergenten Erwachsenen gewidmet und als Lösung eine "digitale Rollstuhlrampe“ für kognitive und soziale Teilhabe entwickelt. Beide kennen die Hürden, die das Autismus-Spektrum mit sich bringt. Bölke ist Wirtschaftswissenschaftler und studiert Mathematik und Psychologie. Holtschke hat Integriertes Design auf Diplom studiert und promoviert derzeit in Designtheorie an der HfK Bremen. Für ihr Projekt „Neurodiversity AI (ND‑AI)“ haben die beiden Gründer:innen im November 2025 den Ideenwettbewerb CAMPUSSIDEEN in der Kategorie „Impact Award“ gewonnen. Jetzt suchen sie nach Alpha-Tester:innen!
 

Neurodiversity AI ist eine individualisierte KI‑Assistentin für Menschen mit Autismus und/oder AD(H)S. Als Übersetzerin macht sie Subtexte sichtbar, bereitet Termine vor und strukturiert To‑dos in handhabbare Schritte. Außerdem kann die KI ihre Nutzer:innen auf soziale Situationen wie Meetings oder private Termine vorbereiten. Dadurch werden kognitive Belastungen und Stress reduziert, und es entstehen neue Freiräume für authentische Teilhabe in den Lebensbereichen Arbeit, Studium und Alltag. Im Frontend setzt das Team auf eine reizarme Gestaltung und klare Hierarchien. Auf Pop-ups und Gamification wird bewusst verzichtet. Alle Tools lassen sich an die individuellen sensorischen Bedürfnisse der Nutzer:innen anpassen.​

Timm Bölke und Bianca Holtschke, Gewinner:innen des Ideenwettbewerb CAMPUSIDEEN in der Kategorie „Impact Award“
Timm Bölke und Bianca Holtschke © Bianca Holtschke

Obwohl die App von Autist:innen für Autist:innen entwickelt wurde, ist sie unabhängig von einer Diagnose für alle Menschen geeignet, die mit bestimmten Alltagssituationen ringen. ND-AI ist kein Medizinprodukt und arbeitet dank EU-Hosting nach den Zero-Knowledge- Prinzipien. Zukünftig soll die App auch für Universitäten und Unternehmen als barrierefreies Tool angeboten werden, um die Teilhabechancen zu erhöhen.

Wer Interesse hat, als Alpha-Tester:in zu unterstützen oder einfach Wünsche und Bedarfe mitzuteilen, darf sich gern direkt bei dem Entwicklerteam melden: mail@nd-ai.eu.