Was passiert, wenn wir für den Durchschnitt gestalten – und wen schließen wir dabei aus?
Der Kurs untersucht exemplarische Grundlagen des dreidimensionalen Produktdesigns im Spannungsfeld von Mittelmaß, Normierung und Nutzung. Ausgangspunkt ist die Analyse alltäglicher Produkte, deren Maße häufig auf einem „durchschnittlichen“ Körper beruhen, historisch oft an männlichen Normen orientiert.
Auf Basis dieser Beobachtungen werden unterschiedliche Nutzer:innenprofile (Personas) entwickelt und deren körperliche Voraussetzungen in Maßsysteme, Bewegungsräume und dreidimensionale Modelle übersetzt. Anschließend entstehen Konzepte für Objekte oder räumliche Situationen, die Proportion, Ergonomie und Nutzung sichtbar machen und hinterfragen.
Ziel des Kurses ist es, ein kritisches Verständnis dafür zu entwickeln, für wen Design gemacht ist und welche Annahmen ihm zugrunde liegen.
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