Der diesjährige DAAD-Preis der Hochschule für Künste Bremen geht an eine südamerikanische Künstlerin. Auf der letzten Sitzung des Akademischen Senats (17.12.2014) überreichte HfK-Rektor Prof. Dr. Herbert Grüner die mit 1000€ dotierte Auszeichnung an Paula Hurtado Otero.
Hurtado Otero kam 2011 aus Kolumbien nach Bremen, um an der Hochschule für Künste im Studiengang Freie Kunst zu studieren. Sie begann in der Klasse für Zeichnen und Malerei von Prof. Paco Knöller, wechselte nach dessen Emeritierung in die Klasse von Prof. Ingo Vetter und belegt heute zusätzlich die Plenen bei Prof. Natascha Sadr Haghighian.
Dieses vielseitige Engagement und Interesse zeigt sich auch in ihren Arbeiten, bei der sie sich selbstverständlich der Zeichnung, Malerei, Fotografie, Installation, Skulptur, Performance und Video bedient. Inhaltlich beschäftigt sie sich mit den Fragen und Herausforderungen ihres eigenen interkulturellen Lebens.
Material spielt für sie dabei eine wichtige Rolle und wird oft zum Bedeutungsträger. In ihren letzten Performances malt sie z.B. mit abgenagten Maiskolben oder vermischt südamerikanischen Rohrzucker mit Torf aus dem Teufelsmoor. Die Ergebnisse sind komplexe künstlerische Werke von herausragender Qualität.
Mit einigen Studienkolleg_innen startete Hurtado Otero zu Beginn des Jahres die Galerie “Immigration Office” und organisierte bzw. kuratierte seitdem etliche Ausstellungen. Der Name der Galerie ist dabei Programm, die meisten der ausstellenden Künstler_innen verfügen über Ein- und Auswanderungserfahrung oder die Ausstellungen selbst handeln von kulturellen Über- und Umsetzungen.
Der DAAD-Preis wird alljährlich durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst ausgelobt und will speziell das soziale und kulturelle Engagement ausländischer Studierender würdigen, ermutigen und unterstützen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch den Akademischen Senat der HfK.
