
Musik + Kunst und Design
Bianca Holtschke
Allgemeine Wissenschaften

- Study programme Integriertes Design
- Email bholtschke@hfk-bremen.de
Vita
Bianca Holtschke ist Diplom-Designerin. Sie studierte Integriertes Design an der Hochschule für Künste Bremen und an der Royal Academy of Art, Den Haag, Niederlande, und arbeitete als freie Grafikerin, Typografin und Buchgestalterin. Aktuell promoviert sie in Designtheorie. Ihre Forschungsschwerpunkte und -interessen sind Designtheorie, Wissenschaftstheorie, , Semiotik und Logik. An der Hochschule für Künste Bremen unterrichtet sie im Bereich Designtheorie. Darüber hinaus engagiert sie sich für Behindertenrechte. Vor kurzem erschien der Aufsatz „Können Bilder falsch sein?“ in „Piktogrammatik: Grafisches Gestalten als Weltwissen und Bilderordnung“, hrsg. mit Annette Geiger (transcript 2021).
Open all
- Auszeichnungen und Stipendien (Auswahl):
- Hochschulpreis der Hochschule für Künste Bremen, 2. Platz für die Arbeit „Eins zu Zwei", 2013
- Hochschulpreis der Hochschule für Künste Bremen, 1. Platz für das Magazin „Der schöne Mann"
- Art Directors Club New York Auszeichnung in Gold für das Magazin „Der schöne Mann"
- Designauszeichnung red dot für das Begleitbuch zum 23. Forum Typographie
- Promotionsstipendium der Hans-Böckler-Stiftung
- Studienstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes
Current courses
Open all
- Design for Neurodiversity / Neurodiversity for Design Die Menschheit ist neurodivers. Es gibt vielfältige Arten und Weisen der Wahrnehmung und des Denkens. Der Begriff „Neurodiversität“, von Autist:innen geprägt, steht für eine wertschätzende Sichtweise auf diese neurologische Vielfalt. Neurodivergenz, etwa in Form von Autismus oder ADHS, wird aus dieser Perspektive nicht als Abweichung von einer neurotypischen „Norm“ oder als „Sonderfall“ begriffen, sondern als wertvoller Teil menschlicher Diversität. Neurodivergente Perspektiven wurden im Design bislang kaum systematisch reflektiert. Gleichzeitig erfahren neurodivergente Menschen in vielen gesellschaftlichen Bereichen strukturelle Marginalisierung. Auch Designtheorie und Designpraxis setzen in der Regel stillschweigend einen „neurotypischen Standardnutzer“ voraus. Dadurch entsteht ein systematisches Bias: „gutes Design“ wird faktisch mit „gut für neurotypische Nutzer:innen“ gleichgesetzt. Wenn jedoch Wahrnehmungs- und kognitive Verarbeitungsweisen systematisch variieren, wie jüngere Forschung zu Neurodivergenz zeigt, müssen auch die Kriterien für „gutes Design“ neu befragt werden. Das Seminar bietet einen Rahmen, um Neurodiversität als designrelevante Kategorie zu untersuchen. Wie müssen wir Design neu denken, wenn neurologische Vielfalt als Normalfall verstanden wird? Was heißt es, für eine neurodiverse Menschheit zu gestalten? Welches Design wird ermöglicht, wenn wir Neurodivergenz nicht als Abweichung, sondern als legitime Perspektive verstehen, die eigenes Designwissen hervorbringt? Wie können wir neurodivergente Perspektiven im Design sichtbar machen? Und wie lassen sich Akzeptanz, Inklusion und Barrierefreiheit durch und mit den Mitteln des Designs erreichen? Gemeinsam wollen wir diese Fragen bearbeiten, indem wir theoretische Perspektiven auf Neurodivergenz und Inklusion mit gestalterischer Praxis verbinden. Den Ausgangspunkt bildet die Auseinandersetzung mit Texten aus den Disability Studies, zu Intersektionalität, Barrierefreiheit und Barrierearmut sowie zu zentralen Grundlagen der Konzepte Neurodivergenz und Neurodiversität. Diese theoretischen Zugänge werden jeweils konsequent auf konkrete Designprobleme in Alltagssituationen bezogen. In kurzen Inputs, Referaten und Diskussionen erarbeiten wir Begriffe, Konfliktlinien und Designimplikationen und entwickeln so eine gemeinsame fachliche Sprache. Im Praxisteil übersetzen wir diese Inhalte in konkrete Aufgabenstellungen des Produktdesigns. Jede:r Studierende entwickelt ein eigenes Designprojekt mit Bezug zu Neurodiversität, als Ideenskizze oder als Entwurf beziehungsweise Prototyp; Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander. In seiner Arbeitsweise orientiert sich das Seminar an Prinzipien von Inklusion, Diversität und Barrierearmut. Gemeinsam wollen wir, ganz im Sinne der Neurodiversitätsbewegung, neuroaffirmative Perspektiven im Design entwickeln, weiterdenken oder überhaupt erst sichtbar machen. Ergänzt wird das Seminar durch einen 3D-Druck-Workshop. Die 3D-Druck-Technik bietet neurodivergenten Studierenden eine barrierearme Methode, da der Prozess weniger stark auf feinmotorische Geschicklichkeit angewiesen ist, als dies bei vielen klassischen Werkstatttechniken der Fall ist. Bei dem Workshop handelt es sich um ein Angebot. Studierenden steht es frei, je nach Projekt und Fragestellung auch mit anderen Methoden und Materialien zu arbeiten. Organisatorische Hinweise: *Das Seminar findet hauptsächlich auf Deutsch statt; je nach Bedarf kann jedoch ins Englische gewechselt werden. *Die Teilnahme am Seminar setzt keine Vorkenntnisse zu Neurodiversität oder zum 3D-Druck voraus. *Die Gruppengröße wird aus Gründen der Umsetzbarkeit auf 25 Teilnehmende begrenzt. * Das Seminar startet am Freitag, den 24. April, um 14:00 Uhr. Die Anwesenheit bei diesem Termin ist obligatorisch. *All neurotypes welcome. --- Die Menschheit ist neurodivers. Es gibt vielfältige Arten und Weisen der Wahrnehmung und des Denkens. Der Begriff „Neurodiversität“, von Autist:innen geprägt, steht für eine wertschätzende Sichtweise auf diese neurologische Vielfalt. Neurodivergenz, etwa in Form von Autismus oder ADHS, wird aus dieser Perspektive nicht als Abweichung von einer neurotypischen „Norm“ oder als „Sonderfall“ begriffen, sondern als wertvoller Teil menschlicher Diversität. Neurodivergente Perspektiven wurden im Design bislang kaum systematisch reflektiert. Gleichzeitig erfahren neurodivergente Menschen in vielen gesellschaftlichen Bereichen strukturelle Marginalisierung. Auch Designtheorie und Designpraxis setzen in der Regel stillschweigend einen „neurotypischen Standardnutzer“ voraus. Dadurch entsteht ein systematisches Bias: „gutes Design“ wird faktisch mit „gut für neurotypische Nutzer:innen“ gleichgesetzt. Wenn jedoch Wahrnehmungs- und kognitive Verarbeitungsweisen systematisch variieren, wie jüngere Forschung zu Neurodivergenz zeigt, müssen auch die Kriterien für „gutes Design“ neu befragt werden. Das Seminar bietet einen Rahmen, um Neurodiversität als designrelevante Kategorie zu untersuchen. Wie müssen wir Design neu denken, wenn neurologische Vielfalt als Normalfall verstanden wird? Was heißt es, für eine neurodiverse Menschheit zu gestalten? Welches Design wird ermöglicht, wenn wir Neurodivergenz nicht als Abweichung, sondern als legitime Perspektive verstehen, die eigenes Designwissen hervorbringt? Wie können wir neurodivergente Perspektiven im Design sichtbar machen? Und wie lassen sich Akzeptanz, Inklusion und Barrierefreiheit durch und mit den Mitteln des Designs erreichen? Gemeinsam wollen wir diese Fragen bearbeiten, indem wir theoretische Perspektiven auf Neurodivergenz und Inklusion mit gestalterischer Praxis verbinden. Den Ausgangspunkt bildet die Auseinandersetzung mit Texten aus den Disability Studies, zu Intersektionalität, Barrierefreiheit und Barrierearmut sowie zu zentralen Grundlagen der Konzepte Neurodivergenz und Neurodiversität. Diese theoretischen Zugänge werden jeweils konsequent auf konkrete Designprobleme in Alltagssituationen bezogen. In kurzen Inputs, Referaten und Diskussionen erarbeiten wir Begriffe, Konfliktlinien und Designimplikationen und entwickeln so eine gemeinsame fachliche Sprache. Im Praxisteil übersetzen wir diese Inhalte in konkrete Aufgabenstellungen des Produktdesigns. Jede:r Studierende entwickelt ein eigenes Designprojekt mit Bezug zu Neurodiversität, als Ideenskizze oder als Entwurf beziehungsweise Prototyp; Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander. In seiner Arbeitsweise orientiert sich das Seminar an Prinzipien von Inklusion, Diversität und Barrierearmut. Gemeinsam wollen wir, ganz im Sinne der Neurodiversitätsbewegung, neuroaffirmative Perspektiven im Design entwickeln, weiterdenken oder überhaupt erst sichtbar machen. Ergänzt wird das Seminar durch einen 3D-Druck-Workshop. Die 3D-Druck-Technik bietet neurodivergenten Studierenden eine barrierearme Methode, da der Prozess weniger stark auf feinmotorische Geschicklichkeit angewiesen ist, als dies bei vielen klassischen Werkstatttechniken der Fall ist. Bei dem Workshop handelt es sich um ein Angebot. Studierenden steht es frei, je nach Projekt und Fragestellung auch mit anderen Methoden und Materialien zu arbeiten. Organisatorische Hinweise: *Das Seminar findet hauptsächlich auf Deutsch statt; je nach Bedarf kann jedoch ins Englische gewechselt werden. *Die Teilnahme am Seminar setzt keine Vorkenntnisse zu Neurodiversität oder zum 3D-Druck voraus. *Die Gruppengröße wird aus Gründen der Umsetzbarkeit auf 25 Teilnehmende begrenzt. * Das Seminar startet am Freitag, den 24. April, um 14:00 Uhr. Die Anwesenheit bei diesem Termin ist obligatorisch. *All neurotypes welcome.
- Vertiefungs Workshop Theorie BA.VWT/ BA.BG1/ MA.SP1 (PO 2015 + 2023) Der Kurs richtet sich an alle BA- und MA-Kandidat:innen, die ihre Abschlussarbeit schreiben möchten. Der Schreibprozess einer Abschlussarbeit lässt sich in verschiedene Phasen unterteilen, für die jeweils eigene methodische Prinzipien hilfreich sind. Diese unterstützen Euch dabei, Eure Arbeit zu strukturieren und zu vereinfachen. Der Kurs besteht aus Einzelgesprächen und Gruppendiskussionen im Format einer Lernwerkstatt, in der inhaltliche und strukturelle Fragen behandelt und Methoden praktisch erprobt werden. Gemeinsam besprechen wir die grundlegenden Prinzipien einer wissenschaftlichen oder essayistischen Abschlussarbeit sowie zentrale Arbeitsschritte und Schlüsselqualifikationen – von der Arbeitsplanung über die Literaturrecherche bis zur Zitation. Wir klären, was wir unter wissenschaftlichem und essayistischem Schreiben verstehen und wie sich diese Formen von anderen Arten des Schreibens unterscheiden. Parallel dazu werden die einzelnen Phasen Eures Schreib- und Arbeitsprozesses individuell begleitet. Wir arbeiten gemeinsam an der Klärung und Reflexion Eurer Themen und entwickeln Strategien, die auf Eure jeweiligen Projekte abgestimmt sind. Mit Blick auf Eure praktischen Arbeiten fragen wir nach dem Verhältnis von Theorie und Praxis und entwerfen gemeinsam passende Konzepte. Bei Bedarf erstellen wir einen individuellen Schreib- und Arbeitsplan, der Euch hilft, den Überblick über den Prozess zu behalten. Ich freue mich auf Eure Projekte! --- In dieser Veranstaltung werde ich euch bei euren Bachelor-Konzepten unterstützen. Wir besprechen eure Ideen, die Titelfindung, die Zeitplanung, mögliche Vorgehensweisen und Realisierungsmöglichkeiten. Es ist mir wichtig, euch gut vorbereitet und mit viel Elan in die Bachelor-Arbeit starten zu lassen. Hierzu gehört euch zu befähigen, aus all euren Ideen und Materialien eine Vorauswahl zu treffen, und auf Wichtiges zu fokussieren.